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Ist alles, was nicht giftig ist, schon ein Lebensmittel?

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Qualität, Bezeichnung und Verkauf der Lebensmittel in Österreich durch eine selbst erarbeitete Richtlinie geregelt. Der Codex Alimentarius Austriacus war solch ein richtungsweisender Fortschritt, dass die Vereinten Nationen ihn als Vorbild sahen und ihre eigene Sammlung von Normen erarbeiteten. Die EU sprang erwarteterweise auch auf diesen UNO-Zug auf und unterwarf sich dem neuen Codex Alimentarius. Damit sind die Mitgliedsstaaten gezwungen, ihre Lebensmittelgesetze an die EU anzupassen: In Österreich wird also das Original durch die den Vorstellungen der Weltmächte angepasste Fälschung ersetzt. Doch aus welchen Gründen wird den Staaten Europas das Recht zur eigenständigen Bestimmung ihrer Ernährung genommen? Weiterlesen...

Verkehrsclub fährt mit Vollgas in die Rezession

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) gab jüngst eine - gelinde gesagt - kreative Empfehlung ab: Der Spritpreis möge staatlicherseits durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer um zehn Cent pro Liter hinaufgesetzt werden. Hintergrund der Forderung: Durch den Rückgang der Treibstoffpreise gaben Österreichs Autofahrer im Jahr 2009 1,2 Milliarden Euro weniger für Diesel und Benzin aus als im Vorjahr. Der Verkehrsclub missgönnt den Österreichern diese Ersparnis selbst in Zeiten der schwersten Wirtschaftskrise seit dem berüchtigten „Schwarzen Freitag“. Weiterlesen...

Meinungseinschränkung als Terrorismusprävention

Still und leise ist von Justizministerin Bandion-Ortner ein Terrorismuspräventionsgesetz vorbereitet worden. Ein schöner Titel, der sich bei näherer Betrachtung als eine Ungeheuerlichkeit entpuppt, die glücklicherweise einigen aufmerksamen Menschen aufgefallen ist. Was für Frau Bandion-Ortner unter Terrorismusprävention fällt, ist - so steht's im Entwurf unter §283 - auch die freie Meinungsäußerung! Und sie begründet es, wie sonst in Diktaturen üblich (Dollfuß lässt grüßen, sein Bild hängt immer noch im ÖVP-Klub im Parlament), mit der Gefährdung der öffentlichen Ordnung. Weiterlesen...

Neue Ära der Korruption: Der Gejagte kauft den Jäger

Am Ende lassen sich auch die Korruptionsjäger korrumpieren. Das britische Serious Fraud Office (SFO) steckt 30 Millionen Pfund des britischen Rüstungskonzerns BAE in die Staatskassa. Vielleicht gibt's dazu noch ein wenig "Vermittlungsprovision" von den 250 Millionen Pfund, die das US-Justizministerium kassiert. Und das war's dann: Akten zu. Weiterlesen...

Staatsbürgerschaft für russischen Festspiel-Spender

Kaum äußerten wir in einem Artikel die Vermutung, ein russischer Großsponsor der Salzburger Festspiele könnte als Gegenleistung die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen haben, wird der Verdacht schon von der Realität bestätigt. Schlampig war man auch noch dabei, wie die Salzburger Nachrichten berichten, denn nicht einmal dem Erfordernis eines ordentlichen Wohnsitzes in Salzburg wurde korrekt entsprochen. Weiterlesen...

Festspiel-Damen wollen in der Schlammschlacht sauber bleiben

Jetzt fliegt der Dreck in der so sauberen Kunstszene. Erst waren noch alle überrascht, ja geradezu schockiert von den finanziellen Ungereimtheiten bei den Salzburger Festspielen - pardon Osterfestspielen. Jetzt steht einer nach dem anderen auf, der es doch schon immer gewusst haben will. Die Motive jedes einzelnen in dieser Auseinandersetzung sind jedoch höchst zweifelhaft, handelt es sich bei der Kulturszene doch nur vordergründig um eine moralisch-ethisch heile Welt, in deren Hintergrund die Neidintrigen blühen, weil alle irgendwie am staatlichen Tropf hängen. Weiterlesen...

Buchtipp: Die Farbe des Krieges

"Eifern mit Gut und Blut in Allahs Weg für den Islam" Sure 9, Vers 81

Mitte der 90er Jahre wird der 18jährige Wehrdienstleistende Arkadi Babtschenko auf einen Armeestützpunkt in den Kaukasus versetzt, um hier auf seine Verlegung nach Tschetschenien zu warten. Er wie auch seine unmittelbaren Kameraden verbringen den Tag meist damit, untätig herumzulungern und den älteren Soldaten aus dem Weg zu gehen. Dieses „aus dem Weg gehen“ funktioniert aber meist nur am Tag, in der Nacht sind die jüngeren Rekruten den Misshandlungen der sogenannten „Großväter“ schutzlos ausgeliefert. Der Autor beschreibt die Quälereien erschreckend plastisch. Der Leser fühlt sich an die Bilder aus Abu Ghraib erinnert. Nur hier foltern Soldaten der russischen Föderation ihre eigenen Kameraden. Weiterlesen...

Kaiserlicher Humor mit der Brechstange

Was derzeit auf YouTube grassiert, zeigt wieder einmal, was im ORF als Humor angesehen wird: das Herunter- und Verächtlichmachen von Menschen, deren Gesinnung nicht genehm ist. Und wenn schon diverse Unterhaltungsformate wegen geistiger Unterbelichtung reihenweise den Bach runtergehen, so glaubt man mit einer Sendung  „Wir sind Kaiser“ den Vogel abgeschossen zu haben. Das Konzept besteht darin, verschiedene Prominente einem vertrottelten Kaiser (dargestellt vom ORF-Staatskünstler Palfrader) zur Audienz vorzuführen, und natürlich - es handelt sich ja um Kabarett - soll dabei gelacht werden. Oft müssen die Gastgeber dazu wenig beitragen, weil viele Gäste schon von sich aus (unfreiwillig) komisch sind. Bei anderen wird heftig nachgeholfen mit vorbereiteten Filmchen und brachialen Sprüchen. Weiterlesen...

Kommission des Mittelmaßes

Am 9. Februar wird im Europäischen Parlament in Straßburg die neue EU-Kommission gewählt. Diese Wahl ist freilich nur ein reiner Formalakt, weil die großen Fraktionen im Europäischen Parlament, Konservative und Sozialdemokraten, die Kommission Barroso II bestätigen werden. Aber das überrascht nicht, weil – Österreich läßt grüßen – die Zusammensetzung der Brüsseler Behörde von Schwarz und Rot ausgepackelt wurde. Die freiheitliche Delegation im Europäischen Parlament wird der neuen EU-Kommission jedenfalls die Zustimmung verweigern, und das aus mehreren Gründen. Weiterlesen...

Deutsch als Fremdsprache der Europäischen Union

Die deutsche Sprache ist die meistgesprochene Muttersprache der Europäischen Union. Dennoch führt sie dort ein stiefmütterliches Dasein gegenüber dem Englischen und Französischen. Obwohl genauso Amtssprache, werden immer weniger offizielle Dokumente auch ins Deutsche übersetzt. Weiterlesen...

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