Sekten-Szene wird von Rechtsextremen unterwandert
Rechtsextremismus ist in den Augen vieler Österreicher ein Problem höchster Dringlichkeit - so auch für den Leiter der steirischen "Sekten-Service-Stelle", was ihn bei der Präsentation seines Berichts etwas vom Thema seiner Arbeit abschweifen ließ. Während Sekten, deren gefährliche Manipulationsversuche in den letzten Jahren für großflächige mediale Berichterstattung sorgten, sich nun als harmlos ausgeben würden, schießt sich Roman Schweidlenka auf "einige esoterische Bewegungen" ein, deren Strukturen dem linken Weltbild offenbar entgegenstehen.
Die rechtsextremen Ideologien, die der Experte ortet, äußern sich in der Unterscheidung von Menschen (in diesem Falle offenbar zwischen Sektenzugehörigen und anderen), einer Führerfigur und einer autoritären Struktur. Was sie dadurch von irgendwelchen sonstigen Obskurantengruppen unterscheidet, bleibt offen. Als Ursache für die allgemein verstärkte Rechtsorientierung steirischer Jugendlicher nannte er die mit Wirtschaftskrise und Arbeitsplatzsituation verbundene Unsicherheit, die Jugendliche "das System kritisch hinterfragen" ließen (welch Untat!). Um derlei Auswüchse zu bekämpfen, hat der Sektenexperte seinen Service um eine "Informationsstelle bezüglich antidemokratischer Strömungen" erweitert.
Fraglich bleibt, ob Jugendliche die Angebote des Sektenexperten, ihrer (sub)kulturellen sowie politischen Meinung durch "Aufklärung" zu begegnen, in Anspruch nehmen. In den letzten Jahren konnte beobachtet werden, dass Jugendliche nach wie vor ihren Protest in eine Gruppierung einbringen möchten - nur sinkt der Anteil jener, die dieses Ventil in so obskuren Ausprägungen wie dem Satanismus suchen.

Satanisten (hier die Death-Metal-Band Decide) sind out, Rechtsextremismus ist viel böser.
Beispiele für die von ihm so intensiv beäugten rechtsextremen Esoterik-Sekten blieb Schweidlinka schuldig. Die Jugendlichen hinterlässt er damit in einer gewissen Ratlosigkeit, wovor sie sich besonders in Acht nehmen müssen.
Foto: Larry Meiring / Foto auf der Startseite: © derateru / Pixelio.de


Kommentare
Am linken Auge blind
Herr Schweidlenka war immer schon am linken Auge blind, deswegen sieht er so genau nach rechts ...
Der Bericht übrigens kommt vollkommen ohne Wissenschaftlichkeit aus, obwohl der Autor ständig betonen muss, dass er Historiker und damit Wissenschafter sei ...
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Sekten Szenen
Für die katholische Kirche ist jede andere christliche Gemeinde bzw. Gemeinschaft eine Sekte. Sogar die evangelischen galten früher als eine Sekte. Jetzt aber gibt es die Ökomene. Trotzdem sind da die beiden "Großkirchen" nicht einer Meinung. In Bezug Sekte muss man aber einmal wissen: Was ist eine Sekte. Eine Sekte ist eine Irrlehre, den den Lehren der Bibel verdrehen, bewusst missverstehen und zum ihrem eigenen Zweck sich bewegen. Sekten sind gefährlich. Denn wenn man einmal drinnen ist, kommt man schwer wieder hinaus. Beim Islam ist es noch extremer. Wenn man den Islam verlässt, wird man bis zum Tod verfolgt. Darum muss man sich vergewissern, was alles eine Sekte ist. Christliche Gemeinden, die die Bibel ernst nehmen und auch danach handeln,sollen nicht mit einer Sekte verglichen werden, auch wenn die katholische Kirche das meistens so sehen will. Es gab seit der Christenheit sehr viele Verfolgungen deswegen, weil man die Bibel im falschen Bild gesehen hat und auch weiter falsch sieht, oder die Bibel ganz und gar ablehnt, so wie der Islam. Die Bibel ist das Fundament des christlichen Glaubens und es soll auch bleiben.
Darum soll man genau prüfen, wer zu einer Sekte gehört, bzw. was eine Sekte ist.
Vorurteile und Vorverurteilungen nützen niemanden.
Mit freundlichen und freiheitlichen Grüßen
Christian Vostrovsky
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