Sofern es notwendig sein sollte, mit Waffen das eigene Land zu verteidigen ist das eine Angelegenheit des Souveräns also des Bürgers.
Privat-Heere haben in einem demokratischen Staat ebenoswenig zu suchen wie eine allgemeine Bewaffnung.
Damit die Miliz aus einer besonnenen, sich ihrer im Prinzip ganz zivilen Aufgabe (eben mit anderen Mitteln) bewusst ist, sollten 30 bis 50-jährige einberufen werden (= Karenzzeit, wie sie in anderen Berufen auch vorkommen).
Der Einsatz ist unter den Verhältnissen in Mitteleuropa viel zu heikel, um ihn überforderten Jugendlichen zuzumuten. Der Milizionär muss sich im Klaren sein, dass sein Gegenüber ebenfalls ein Sohn, Vater, Bruder, Mitglied einer Gesellschaft mit allen daraus folgenden Zwängen ist. Es muss sich bewusst sein, dass Gewalt möglicherweise weitgehend vermieden werden kann und dass auch während des Einsatzes alle Werte weitergelten, die in der zivilen Gegenwart gelten = keinerlei Freibrief für Verbrechen, sondern uneingeschränkter Respekt.
Ein Berufsheer kann das nicht. Das ist eine Leistungs-Maschine, die nur 1 Wert kennt, den Befehl. Auf Grund ihres zugrundeliegenden Vertrages haben ihre Mitglieder keine selbstverständliche Autorität zum Ungehorsam bei unzulässigen Befehlen und der Apparat hat daher keine wesenseigene Möglichkeit hat sich zu steuern.
Beim Milizionär ist die Abwägung der Vertretbarkeit eines Auftrages eine Selbstverständlichkeit, denn wie jeder Souverän ist haftet er für sein Handeln uneingeschränkt.
Auch wenn diese Vorstellung von militärischer Unabhängigkeit des Milizionärs den Berufssoldaten illusorisch erscheint - es ist Zeit, dass auch das Militär mitbekommt, dass diese Vorstellung in keiner Weise utopisch ist, sondern der tausendfach erprobte tägliche Alltag der zivilen Betriebe.
Die Ausrede, in Notzeiten müsse man ohne Diskussion handeln, ist blanker Unsinn. Auch und besonders in Notzeiten müssen Entscheidungen besonders sorgfältig überprüft werden. Wie die Geschichte zeigt, sind hysterische und katastrophale Fehlentscheidungen charakteristisch für Notzeiten - nur wird das viel zu wenig aufgearbeitet.
Jeder, der einen Betrieb führt, weiss, wie besonders zurückhaltend man in Drangzeiten entscheiden muss.
Also, es ist ganz klar, wer die größte Erfahrung mit Krisen und ihrer Bewältigung hat, der erfahrene Bürger. Alles im Staat ist seine Zuständigkeit und wenn es wirklich militärisch sein muss, dann eben auch mit der Waffe.
Kommentare
Allgemeine Wehrpflicht
Sofern es notwendig sein sollte, mit Waffen das eigene Land zu verteidigen ist das eine Angelegenheit des Souveräns also des Bürgers.
Privat-Heere haben in einem demokratischen Staat ebenoswenig zu suchen wie eine allgemeine Bewaffnung.
Damit die Miliz aus einer besonnenen, sich ihrer im Prinzip ganz zivilen Aufgabe (eben mit anderen Mitteln) bewusst ist, sollten 30 bis 50-jährige einberufen werden (= Karenzzeit, wie sie in anderen Berufen auch vorkommen).
Der Einsatz ist unter den Verhältnissen in Mitteleuropa viel zu heikel, um ihn überforderten Jugendlichen zuzumuten. Der Milizionär muss sich im Klaren sein, dass sein Gegenüber ebenfalls ein Sohn, Vater, Bruder, Mitglied einer Gesellschaft mit allen daraus folgenden Zwängen ist. Es muss sich bewusst sein, dass Gewalt möglicherweise weitgehend vermieden werden kann und dass auch während des Einsatzes alle Werte weitergelten, die in der zivilen Gegenwart gelten = keinerlei Freibrief für Verbrechen, sondern uneingeschränkter Respekt.
Ein Berufsheer kann das nicht. Das ist eine Leistungs-Maschine, die nur 1 Wert kennt, den Befehl. Auf Grund ihres zugrundeliegenden Vertrages haben ihre Mitglieder keine selbstverständliche Autorität zum Ungehorsam bei unzulässigen Befehlen und der Apparat hat daher keine wesenseigene Möglichkeit hat sich zu steuern.
Beim Milizionär ist die Abwägung der Vertretbarkeit eines Auftrages eine Selbstverständlichkeit, denn wie jeder Souverän ist haftet er für sein Handeln uneingeschränkt.
Auch wenn diese Vorstellung von militärischer Unabhängigkeit des Milizionärs den Berufssoldaten illusorisch erscheint - es ist Zeit, dass auch das Militär mitbekommt, dass diese Vorstellung in keiner Weise utopisch ist, sondern der tausendfach erprobte tägliche Alltag der zivilen Betriebe.
Die Ausrede, in Notzeiten müsse man ohne Diskussion handeln, ist blanker Unsinn. Auch und besonders in Notzeiten müssen Entscheidungen besonders sorgfältig überprüft werden. Wie die Geschichte zeigt, sind hysterische und katastrophale Fehlentscheidungen charakteristisch für Notzeiten - nur wird das viel zu wenig aufgearbeitet.
Jeder, der einen Betrieb führt, weiss, wie besonders zurückhaltend man in Drangzeiten entscheiden muss.
Also, es ist ganz klar, wer die größte Erfahrung mit Krisen und ihrer Bewältigung hat, der erfahrene Bürger. Alles im Staat ist seine Zuständigkeit und wenn es wirklich militärisch sein muss, dann eben auch mit der Waffe.
Kommentieren