Wenig überraschend lässt die erste Wahlrunde im islamisch dominierten Ägypten einen Sieg der Islamisten erahnen: Die Muslimbruderschaft errang rund 45 Prozent der Stimmen. Während der Erfolg dieser Partei bereits im Vorfeld sichtbar war, wurde der zweite Platz unerwarteterweise von einer nicht weniger besorgniserregenden Partei besetzt: Die radikale Salafistenpartei Al-Nur, die eine besonders fundamentalistische Fassung der Sharia einführen möchte, konnte 21 % verzeichnen. Weit abgeschlagen liegt somit die drittstärkste, linksliberale Partei, die bloß 15 % erreichte.