Die Bundesstelle für Sektenfragen ist in Österreich dafür zuständig, Splittergruppen religiöser Lehren sowie neu entstehende, im weitesten Sinne religiöse Strömungen zu überwachen und deren Tätigkeiten zu überprüfen. Per Telefonhotline berät diese Stelle direkt oder indirekt Betroffene und steht ihnen in oftmals schwierigen Lebenssituationen zur Seite. Neben Esoterikern, Scientologen oder Okkultisten sind auch zahllose christlich orientierte Sekten unter Beobachtung. Doch nicht jede alternative religiöse Bewegung kann durch die Bundesstelle überwacht werden: Splittergruppen des Islam, wie beispielsweise die radikalen Fundamentalisten, können sich auf ihre Zugehörigkeit zum Islam berufen - und da dieser in Österreich als Ganzes anerkannt ist, können seine Sekten auch nicht überwacht werden, wie der Leiter der Stelle, German Müller, im Familienausschuss des Nationalrats wissen ließ. Den extremistischen religiösen Irrlehrern wird so freie Bahn gegeben.