Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) zog in einer Pressekonferenz in Bozen eine zwiespältige Bilanz seines Treffens mit dem Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder. „Zur Selbstbestimmung der deutschen und ladinischen Südtiroler ist es jedenfalls noch ein weiter Weg“, so Graf. Und diese Selbstbestimmung – nämlich im Sinne einer Volksabstimmung – sei nach wie vor das Ziel, betonte Graf. Positiv bewertete er das Eintreten Durnwalders für die Doppelstaatsbürgerschaft. Der Landeshauptmann habe auch ihm gegenüber betont, er wäre der Erste, der diese beantragen würde. „Allerdings muss Durnwalder auch erkennen, dass es gerade seine Volkspartei-Freunde sind, die in Österreich diese so wichtige Initiative bremsen. Ich hoffe daher, dass er auf den Parteichef und Außenminister Spindelegger entsprechenden Druck ausübt“, so Graf.