Der Gerichtspsychiater Reinhard Haller charakterisierte den Attentäter von Oslo als Fanatiker. Als einen, für den die Ideologie sekundär ist, dessen psychische Störung sich eine Grundlage zusammenzimmert, die ihm dazu dient, seinen Hass und Wahn ausbrechen zu lassen. Was nicht passt, wird passend gemacht. Und so beruft sich einer, der Moslems, Marxisten und Nazis hasst, auf das Christentum und die Freimaurerei, macht zwischendurch noch Station bei einer patriotischen Partei und zieht dann los, um sein Mordswerk zu tun.