Am Dienstag, dem 24. April 2012 jährt sich zum 91. Mal der „Bozner Blutsonntag“. 1921 war er der Beginn und erste traurige Höhepunkt des faschistischen Terrors in Italien gegen die Südtiroler Bevölkerung deutscher und ladinischer Abstammung. Am 1.Oktober 1922, also knapp eineinhalb Jahre später, kam es dann zum Marsch der Faschisten auf Bozen, in dessen Folge der Bürgermeister von Bozen abgesetzt wurde und sich das Terrorregime der Faschisten in Südtirol manifestierte. Mit dem Bozner Blutsonntag, der das Leben des Lehrers Franz Innerhofer und über fünfzig zum Teil Schwerverletzten forderte, wurde eine lange Reihe von Opfern eingeleitet, die während der faschistischen Zeit, aber auch in den sechziger Jahren im republikanischen Italien zu beklagen waren.