Der wortgewaltige Skandal-Banker Andreas Treichl sorgt erneut für Aussehen. Diesmal durch sein Gehalt. Der Generaldirektor der Erste Group darf sich nämlich zu den bestverdienenden Finanzbaronen der Welt zählen. Mit einer Gage von 3,9 Millionen US-Dollar ist er Nummer 15 dieses erlauchten Kreises.
Nach der Krise sollte alles anders werden, versprach die Regierung. Die Boni-Zahlungen an Manager sollten überdacht werden. Sie liefern in ihrer herrschenden Form den Anreiz, schnellem Geld hinterherzujagen. Spekulationsgewinne und Prämien: diese Kombination ist für die Chefetage sehr lukrativ. Sie steht aber nachhaltigem Wachstum entgegen und begünstigt Blasenbildung an den internationalen Börsen. Wenn einer eine Wette gewinnt, muss schließlich jemand anderer verlieren.