Lobbying, Bestechung, Korruption – wenn ÖVP-Politiker im Spiel sind, verschwimmen die Grenzen zwischen diesen Praktiken, wie jüngst der Fall Ernst Strasser, für den die Unschuldsvermutung gilt, bewies. Auch beim Kauf der ungarischen MAV Cargo durch die ÖBB war ein Lobbyist im Spiel, der seinen Auftrag recht weit ausgelegt haben soll. Andras Gulya – ein in seinem Heimatland schon mit üblem Ruf behafteter Kleinunternehmer – war dafür zuständig, die damals von den Sozialisten bestimmte ungarische Politik im Sinne der ÖBB gefügig zu stimmen. Wie sich jetzt zeigt, brauchte auch er als Lobbyist einen Lobbyisten.