Die Oppositionsparteien haben im Nationalrat in einer Sondersitzung die Blockade des Korruptions-U-Ausschusses durch die Regierungsfraktionen scharf kritisiert. Die FPÖ formulierte eine dringliche Anfrage an Maria Fekter (ÖVP), in der die Finanzministerin aufgefordert wurde, die Steuern einzutreiben, die durch Scheinrechnungen und verdeckte Parteienfinanzierung dem Fiskus vorenthalten wurden. „Was tun Sie, damit dieses Geld in den Staatssäckel fließt?“, fragte der Fraktionsführer der FPÖ, Walter Rosenkranz, die Finanzministerin und nannte als Beispiel den Betrag von 96.000 Euro für einen ÖVP-Wahlkampf, der durch die Zahlung durch die Telekom den Staatshaushalt um 16.000 Euro Umsatzsteuer geschädigt habe. Fekter blieb in ihrer Antwort konkrete Antworten schuldig und bekannte sich nur pauschal zur Transparenz und Aufklärung.