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Ein Afrikaner packt die Verhetzungskeule aus

Ein neuer Dachverband von Afrikanern sieht seine wichtigste Aufgabe darin, den Generalsekretär der FPÖ auf die Anklagebank zu bringen. Harald Vilimsky ist ein Verhetzer, meint Alexis Neuberg, Leiter des Senders Radio Afrika gegenüber dem "Standard". Weiterlesen...

Rechtsstaat bekämpft Väterrechte mit Terrorkeule

In den Medien liest man derzeit vom Kampf geschiedener Väter um ein gemeinsames Sorgerecht oder zumindest gerechte Besuchsregeln – und von der Unverhältnismäßigkeit der Reaktion der Staatsgewalt auf deren teilweise spektakuläre Aktionen. Väter sind ihren Kindern genauso zugetan und haben das gleiche Recht, die Freuden (und Leiden) des Aufwachsens ihrer Kinder zu teilen, wie Mütter. Weiterlesen...

Neuer Verhetzungs-Paragraf erwartet Prammer, Rauscher und Freunde

Kaum hat die ÖVP ein neues - wenngleich reichlich verworrenes - Modell für sie Abwahl von Amtsträgern präsentiert, kann die blutrote Nationalratspräsidentin Barbara Prammer die Füße nicht mehr still halten. Prompt schreitet sie zum Interview im berüchtigten "Standard". Der setzt schon durch die Reihenfolge der Fragestellung die Prioritäten: Ganz wichtig sind der Dritte Nationalratspräsident und der WKR-Ball, mittel-wichtig das Asylzentrum Eberau und das Ausländer-Thema insgesamt, unwichtig die Probleme des Parlaments von mangelnder Anfragebeantwortung bis verpfuschtem Umbau. Weiterlesen...

Meinungseinschränkung als Terrorismusprävention

Still und leise ist von Justizministerin Bandion-Ortner ein Terrorismuspräventionsgesetz vorbereitet worden. Ein schöner Titel, der sich bei näherer Betrachtung als eine Ungeheuerlichkeit entpuppt, die glücklicherweise einigen aufmerksamen Menschen aufgefallen ist. Was für Frau Bandion-Ortner unter Terrorismusprävention fällt, ist - so steht's im Entwurf unter §283 - auch die freie Meinungsäußerung! Und sie begründet es, wie sonst in Diktaturen üblich (Dollfuß lässt grüßen, sein Bild hängt immer noch im ÖVP-Klub im Parlament), mit der Gefährdung der öffentlichen Ordnung. Weiterlesen...

Polizisten-Attentäter dank Ungarn gefasst - beantragt er wieder Asyl?

Was für ein Glück, dass sich die Ungarn nicht so vorführen lassen wie wir Österreicher: Polizisten griffen an der Grenze zu Serbien einen Mann auf, der ihnen verdächtig erschien, nahmen ihn in Haft und stellten ein paar Tage später fest: Es handelt sich um den gesuchten Serben, der in Wien-Ottakring völlig unvermittelt einen Polizisten niedergeschossen haben soll. Weiterlesen...

Justizbudget: Kürzung mit Hintergedanken?

Die Stellungnahme von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner zum Budget hat im Nationalrat gerade einmal zwei Minuten gedauert. Damit verhält sich die Länge der Rede direkt proportional zur Qualität des Ergebnisses, das die Ministerin in den Verhandlungen herausgeholt hat. Mit einer Forderung nach 440 neuen Planstellen ist sie ursprünglich angetreten, und die hätte sie gut brauchen können, leiden doch praktisch alle Bereiche der Justiz - von Richtern angefangen über Staatsanwälte bis hin zu Justizwache-Beamten - unter chronischer Überlastung. Das Ergebnis der Verhandlung: Fast 170 Planstellen werden bis 2013 abgebaut, jährlich ab 2010 mehr als 40. Weiterlesen...

Bewährungshilfe: Weniger Geld für mehr Arbeit gefährdet Sicherheit der Bevölkerung

Ende 2007 wurde im Parlament das "Haftentlastungspaket" beschlossen. Seither gibt es die Möglichkeit für Richter, bedingte Haftentlassungen zu genehmigen unter der Auflage, dass die Betroffenen von Bewährungshelfern betreut werden. Dies hat klarerweise zu wesentlich mehr Arbeit für die Bewährungshilfe geführt, die im Verein NEUSTART organisiert ist. Anstatt hierfür mehr Geld zur Verfügung zu stellen, hat man sich mit einem gesetzlichen Trick beholfen. Die Höchstgrenze von betreuten Klienten pro Sozialarbeiter wurde einfach von 30 auf 35 erhöht. Weiterlesen...

Unabhängig = unwichtig: Bandion-Ortner muss die Justiz weiter aushungern

Justizministerin Claudia Bandion-Ortner kann einem Leid tun mit dem, was ihr der Platzhalter im Justizressort, Johannes Hahn, als Budget hinterlassen hat. Langsam müsste ihr klar sein, dass man als Unabhängige nur eine Unwichtige ist in den schwarzen Verteilungskämpfen zwischen Wirtschafts- und Bauernbund. Ihre ursprüngliche Verteidigungsstrategie der Einsparungen hat sie daher mittlerweile schon aufgegeben. Symptomatisch dafür ihre Wortmeldungen in ein und derselben Zeitung ("Die Presse") mit nur zwei Wochen Differenz. Am 24. April - also kurz nach der Präsentation des Budgets - meint sie noch linientreu: "Einsparungen sind zu verkraften". Am 6. Mai gibt sie dann zu, was ohnehin jeder weiß: "Justiz am Limit". Weiterlesen...

Angriff auf die liberale Tradition der Laiengerichtsbarkeit

Die Justizministerin hat es also auf die Laiengerichtsbarkeit abgesehen. Schon mehrmals angedeutet, bestätigt sie das im heutigen Standard. Berufsrichter sollen auch in Geschworenenverfahren mit entscheiden über Schuld und Unschuld des Angeklagten.  Frau Bandion-Ortner stellt sich eine Urteilsfindung mit sechs Geschworenen und zwei Berufsrichtern vor. Weiterlesen...

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