Die Norwegische Fortschrittspartei war nach dem Attentat von Oslo und Utøya, bei dem mehr als siebzig Menschen ermordet wurden, mit heftiger Kritik konfrontiert. Der Täter Anders Behring Breivik gehörte der Partei an und war bis zum Jahr 2006 aktives Mitglied, ehe er die Partei verließ, weil sie ihm – so Parteichefin Siv Jensen – „nicht straff genug war“. Dessen ungeachtet wurden Jensen und ihre Partei unter anderem als „diejenigen, die den Mörder erzogen“ bezeichnet. Ähnlich wie in Österreich waren es nicht Politiker, sondern Journalisten, die sich bei der Instrumentalisierung des Attentats gegen patriotische Parteien besonders hervortaten.