Unter Landeshauptmann Gerhard Dörfler könnte der Kärntner Ortstafelstreit nun endlich beendet werden. Worum geht es dabei eigentlich?
1955 garantierte Österreich im Artikel 7 des Staatsvertrages die Rechte der Kroaten im Burgenland sowie der Slowenen in Kärnten und in der Steiermark, was auch zweisprachige Ortstafeln beinhaltete. 1972 wollte Bundeskanzler Bruno Kreisky den Art. 7 umsetzen. Da der Staatsvertrag hinsichtlich des „gemischtsprachigen Gebietes“ keinerlei Prozentzahlen nannte, legte Kreisky eine fest: Überall, wo laut Volkszählung mindestens 25 % Slowenen lebten, kam es zur Aufstellung, was noch in derselben Nacht den „Ortstafelsturm“ auslöste, an dem sich auch SP-Bürgermeister beteiligten.