Intensive Geschäftsbeziehung: Josef Pröll förderte Langthaler

15. September 2012 - 22:30
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Josef Pröll pflegte eine intensive Geschäftsbeziehung zu Langthaler.
Foto: Wolfgang H. Wögerer, Wien / Wikimedia (CC BY 3.0)

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Budget

Nicht nur mit dem Umweltministerium und dem Wirtschaftsministerium, beide von der ÖVP geführt, hat die ehemalige Grüne Nationalratsabgeordnete und heutige Lobbying-Unternehmerin Monika Langthaler gute Geschäfte gemacht. 150.000 Euro flossen auch aus dem Finanzministerium in die Kassen der Firma Brainbows, an der Langthaler beteiligt ist. Wie schon im Umwelt- und Wirtschaftsministerium ist auch hier das Schlüsselwort „Nachhaltigkeit“. Dies ist das Ergebnis einer Anfrage von FPÖ-Generalsektretär Herbert Kickl, die von Finanzministerin Fekter beantwortet worden ist.

Es war offensichtlich kein Nachteil für Langthaler und ihre Firma Brainbows, dass Josef Pröll 2008 das Finanzministerium übernommen hatte. Schon in seiner Zeit als Landwirtschafts- und Umweltminister hatte sich zwischen dem von Pröll von 2003 und 2008 geführten Ressort und Langthaler eine Geschäftsbeziehung angebahnt, die deren Firma im Resultat eine knappe Million Euro an Einnahmen bescheren sollte. Diese Geschäftsbeziehung setzte sich im Finanzressort offensichtlich fort, denn Langthaler konnte in den Jahren 2010 und 2011 zwei lukrative Aufträge zur „Nachhaltigkeit“ abschließen.

Pröll hielt nach Ressortwechsel Geschäftsbezieung am Leben

Pröll konnte als frischgebackener Finanzminister offensichtlich auch im BMF nicht auf die Dienste Langthalers verzichten. 2010 beauftragte er sie mit dem Projekt „Nachhaltiges Sparen und Investieren“ zum Preis von 56.208 Euro. Ein Jahr später erhielt Langthaler dann auch noch einen „Folgeauftrag“ zum Thema „Nachhaltiges BMF“, Kosten für den Steuerzahler diesmal gar 96.096 Euro.

Kurztitel: 
Josef Pröll als Langthalers Förderer
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