Sozialorganisationen: Was mit Altkleidern wirklich passiert
Foto: Rüdiger Wölk / Wikimedia (CC-BY-SA-2.5)
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SozialesWenn man seine Altkleider spendet, vermutet man, dass diese einem karitativen Zweck zugeführt werden. Es sollten bedürftige Menschen damit eingekleidet werden. Die Realität ist allerdings anders. In einem Beitrag des Senders FM4 wurde hinter die Kulissen des "sozialen Altkleidergewerbes" geblickt. Die kirchliche Sozialorganisation Caritas bedient sich der italienischen Firma Öpula zum Kleidersortieren, weil dies in Österreich zu teuer wäre. Je nach Beschaffenheit werden diese dann entweder nach Afrika transportiert, zu Putzlappen verarbeitet oder entsorgt. Nur ein geringer Anteil findet den Weg zurück nach Österreich, um über gemeinnützige Institutionen an tatsächlich Bedürftige verteilt zu werden.
Schwunghafter Altkleiderhandel in Afrika
Jene gesammelten Kleidungsstücke, die für Bedürftige in der dritten Welt vorgesehen sind, bilden die Grundlage für einen schwunghaften Altkleiderhandel. Sie werden etwa in Afrika für teures Geld an die Bevölkerung verkauft. Neben der Finanzierung der Transportkosten machen die Sozialorganisationen damit noch schöne Gewinne. Gleichzeitig macht der "karitative Altkleiderhandel" dem afrikanischen Textilgewerbe Konkurrenz. Afrikanische Produzenten müssen ihre Kleidermanufakturen deshalb schließen.
Sozialorganisationen rechtfertigen ihr Verhalten
Kein Unrechtsbewusstsein kommt diesbezüglich allerdings bei den österreichischen Sozialorganisationen auf. Die Kolping-Präsidentin Christine Leopold bekannte, dass neben den Förderungen des Landes durch diese Gewinne eine zusätzliche Einnahmequelle zu verbuchen sei, welche zweckgebunden in Sozialprojekte in Österreich fließe. Letzten Endes darf aber die Rolle der Katholischen Kirche in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen werden. Denn die Kirche erhält erhebliche staatliche Subventionen, trägt aber zum Budget der Caritas nur 2 Prozent bei, wie aktuell Carsten Frerk und Christoph Baumgarten in ihrem Buch "Gottes Werk und unser Beitrag - Kirchenfinanzierung in Österreich" aufzeigen.
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Kommentare
langsam ganz langsam
kommen die ganzen Lügen auf. Fragt ihr euch nicht auch, wo und wann sie uns noch angelogen haben? .... (upps ist ja wieder Verschwörung, aber jede Verschwörung hat sich lange Zeit später als wahr herausgestellt).
Ja und? In unserer Zeit, ...
... wo Kleidung nicht nach Bedarf und Notwendigkeit zur Bekleidung sondern nach Mode, Extravaganz und Lifestyle gekauft wird, muß man sich nicht wundern, wenn aus den "abgetragenen" (vielleicht sogar nur ein einziges Mal getragenenen) Kleidern ein profitables Geschäft gemacht werden kann.
Und daß die Gierigen dieser Welt dies ebenfalls als eine gute Einnahmequelle ausgemacht haben, ist doch, angesichts der Zustände auf unserem Globus, nicht anders zu erwarten gewesen, oder?
Wenn in Afrika Kinder in Erzminen schuften müssen, damit DIE uns alle halbe Jahr unnötige, aber billige Ei-Potts und so Glump verkaufen können ...
Wenn in Fernost ebenfalls Kinder und Jugendliche unsere Kleider auf billig zusammenheften und in unmenschlichen Fabriken bleichen und färben ...
Das alles bloß, damit vom kleinsten Mini-Anleger an (jede Aktie zählt) alle Fonds, Aktionäre, Investoren und Spekulanten ihre arbeitsfreien Gewinne machen!
Pfui Deibel!!!
dfW
Caritas vermittelt auch am 2. Arbeitsmarkt.
Und das sind prekäre Verhältnisse. Lieber in einen mies bezahlten Job vermitteln mit guter Provision als einen besser bezahlten mit kleiner Provision. Das ist Nächstenliebe...
Altkleider
Das ist nichts Neues und bekannt. Man nimmt an, daß das erwirtschaftete Geld aus Kleidern an Bedürftige geht. In Afrika sieht man die Straßenhändler, europäische Altkleider verkaufen. Diese Ware müssen sie wohl einkaufen zu einem geringen Preis. Das ist alte Praktik.Anfang der 50erjahre war ich als Aupair-Mädchen in der Poebene. Da gab es auf dem Markt amerikanische Altwaren, meist Kleider, zu kaufen. Habe mir damals 10 Baumwollkleidchen gekauft und stolz am Strand damit posiert. Wir hatten nach dem Krieg nichts mehr an Textilien. Jedenfalls haben die Händler dafür auch was bezahlt. Das ging an die amerikanische Sammelstelle.
Wer wird eigentlich nicht subventioniert, ist da jemand?
Interessant vor allem aber auch das Selbstverständnis jener, die Steuergelder in Subventionen umwandeln, hier am wunderbaren Beispiel des Landes Niederösterreich:
Land Niederösterreich & Humana
Ja ...
... ich werde nicht subventioniert. Leider ;-)