Zwangssterilisationen in österreichischen Kinderheimen
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Kinderheime, Österreich, Zwangssterilisation, IQ, Ernst Berger, Andreas Rett, Sexueller Missbrauch, Kindschaftsrechtsgesetz, Entschädigung, FPÖ, Dagmar Belakowitsch-Jenewein, Andreas Karlsböck
Foto: Rieserin / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0
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MedizinErneut kamen österreichische Kinderheime ins Visier der Ermittler. Bis zum Jahr 2000 wurden Mädchen und Frauen mit geistigen Behinderungen und intellektuellen Defiziten zwangssterilisiert. Dazu brauchte man nur die Einwilligung der Eltern. Diese wurden mit der Nichtaufnahme ins Heim erpresst, falls sie das Kind nicht sterilisieren lassen, so der Kinderpsychiater Ernst Berger in einem Ö1-Interview.
Berger bestätigt genauso wie der Tiroler Behindertenexperte Schönwiese, dass Mädchen und Frauen mit einem Intelligenzquotienten unter 85 freigegeben wurden zur Zwangssterilisation. Aus heutiger Sicht sind viele der Frauen gar nicht behindert. Diese Kriterien wurden damals von einem ehemaligen NSDAP-Mitglied und Psychiater im Behindertenbereich, Andreas Rett, bestimmt und sogar 1975 bei einer Tagung zitiert.
Durch die Sterilisation vertuschte man sexuelle Übergriffe
Aufgrund der zahlreichen Zwangssterilisationen von behinderten Mädchen und Frauen konnte man sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt durch Betreuer und andere Behinderte leicht vertuschen. Berger meint dazu, dass es quasi ein Freibrief zum sexuellen Missbrauchs gewesen sei. Erst seit Juli 2001 gibt es ein Gesetz in Österreich, das Kindschaftsrechtsänderungsgesetz, durch welches weder die Eltern noch ein minderjähriges Kind über ein Sterilisation entscheiden können.
Entschädigungen werden nun gefordert
Es ist zwar nicht mehr erlaubt, Zwangssterilisationen ohne das Wissen der Betroffenen und ohne Gutachten sowie Gerichtsbeschluss durchzuführen. Jedoch ist es weiter erlaubt, ohne besondere Erklärung Verhütungsmittel zu verabreichen. Die Kinder, die bis jetzt zur Welt kamen, waren meist komplett gesund und kamen danach in die Obsorge des Jugendamtes. Schönwiese fordert nun mehr Betreuungshilfe der beeinträchtigen Frauen in der Erziehung der Kinder, damit sie diese auch behalten dürfen. Außerdem fordert er auch eine finanzielle Anerkennung der Opfer für diese nicht wieder gutmachbare Tat.
FPÖ: Zwangssterilisationen sind eine "Schweinerei der Sonderklasse"
Die freiheitliche Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein und der freiheitliche Ärztesprecher Andreas Karlsböck sind empört und bezeichnen die Zwangssterilisationen als "Schweinerei der Sonderklasse". In einer Presseaussendung erklärte Belakowitsch-Jenewein: "Diese unfassbaren Vorgänge müssen von der Staatsanwaltschaft untersucht werden und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden." Hier zeige sich die Unmenschlichkeit und Brutalität von vorzugsweise sozialdemokratisch besetzen Jugendämtern, die sich selbst von Gesetzen nicht von einer derartigen Vorgangsweise abschrecken haben lassen. "Obwohl das menschliche Leid wohl kaum gelindert werden kann, müssen die betroffenen Opfer rasch, unbürokratisch und großzügig entschädigt werden", forderte Karlsböck.









Kommentare
Einige Kommentare hier irritieren mich:
Das kann doch nicht euer Ernst sein, eine "Zwangssterilisation" von Behinderten gut zu heißen. (?)
Wer sind wir denn, um über die Fortpflanzungsentscheidung anderer zu richten und diese zu bevormunden?
Ich hätte in diesem Forum mehr humanistische und liberale (im Sinne von individueller Freiheit) Gesinnung vermutet.
Wenn ich Ihnen jetzt antworten möchte, muß ich mich selbst
zurücknehmen. Sie oder andere würden mich falsch verstehen oder verstehen können. Ich selbst habe vor vielen Jahren in einer Diskussion einer meiner gefestigten Meinungen zuerst vehement verteidigt. Aber durch Analyse dieses Gespräches einiges an meiner Denkweise geändert. Es ist aber so eine schwierige und schwerwiegende Gradwanderung die man so hier nicht erörtern kann. So schwierig wie die Diskussionen um ersuchte Sterbehilfe. Da haben alle Recht und auch doch nicht. Der Mißbrauch aber muß auf jeden Fall verurteilt werden.
"Missbrauch verhindern": D'accord!
Dass es viele "ethische Fragen gibt": Einverstanden!
Aber diese ethischen Fragen sind keine "wirtschaftlichen Fragen" a'la "wir erhalten diese Deppen". (Das gefällt mir nicht.)
Dass die Gratwanderung (ethisch) schwierig ist, unterschreibe ich, da bin ich bei Ihnen.
Ähnelt wirklich der Diskussion um Sterbehilfe, ja... Schwierig.
Dass die "Behinderten-Ehe" sowie die "Homo-Ehe" als "Allheilmittel für eine bessere Welt" propagiert (und vielleicht noch gefördert wird) lehn' ich genauso ab.
Trotzdem haben Behinderte außerhalb des "Versorgungsthemas" eine Daseins-Berechtigung und individuelle Rechte. Ich würde mich diesbezüglich nur ungern in eine Reihe mit den (National-)Sozialisten einreihen.
das ist schon richtig so,
das ist schon richtig so, denn wenn die nicht für sich selbst sorgen können, dann erst recht nicht für ein kind. außerdem reicht es einen zu erhalten. da sind reproduktionen unerwünscht, denn die müssen auch wir durchfüttern.
Ich finde es eine gute Sache
Für vernünftige Dinge ist offenbar immer weniger Platz in einer außer Rand und Band geratenen, verrückten Endzeitgesellschaft, wo die Vermehrung der Behinderten und der Fortpflanzungsstreik der Intelligenten als Fortschritt zu gelten hat.
HC Strache, der schon mal politisch nonkonformistische Meinungen an die marxistische Gesinnungsjustiz denunziert, gefällt sich nun offensichtlich auch darin, sich auch bei diesem Thema das Gutmenschenmäntelchen anzuziehen um vor der marxistischen Einheitsfront des Wahrheitsministeriums zu beweisen, daß er ein überzeugter "Demokrat" ist (was immer das auch heissen mag) und voll und ganz dazugehört.
IQ 85
Ist nicht so wenig. Bei alles unter IQ85 muesste man fast die komplette Regierung sterilisieren.
Das man nicht will, dass wirklich Behinderte Kinder bekommen ist schon klar. Das die auch Gefuehle haben und auch gerne rumbumsen ohne Verhuetung ist auch klar.
Aber hier gehts wohl eindeutig um missbrauch der Maedchen. Wenn man verhindern wollte, dass sie untereinander Kinder bekommen haette man eher von den Jungs den Samenleiter abgebunden. Ist reversible und eine ganz kleine Operation. Und nicht die Maedchen sterilisiert.
Das sich die Sozialisten wenn sie an der Macht sind aerger als die Nazis und die Moslems auffuehren ist schon erschreckend.
ein iq von 85 stellt eine
ein iq von 85 stellt eine geistige beeinträchtigung dar. um solche müssen wir uns ein leben lang kümmern. da kommt nichts.
Jein.
Kann ich nicht widersprechen, daß wir keine Vermehrung behinderter Menschen brauchen. Das ist die eine Sache. Die andere ist die Frage, wer stellt den IQ fest und wer überprüft diese Feststellung. Denn dem Mißbrauch sind hier Tür und Tor geöffnet. Wie unsere Herren "da Oben" mit diesen Themen umgehen, sieht man alleine im Fall Kampusch. Und wenn man, wie b(g)eschrieben, diese Operationen wegen Vergehen an Minderjährigen durchführt, damit diese Verbrechen kaschiert werden, dann sollte man nicht einfach den Aktendeckel schließen.
Nein stimmt nicht.
Wenns um die Vermehrung ginge, haette man den maennlichen Behinderten die Samenleiter abgebunden, einfach und schnell gemacht.
Hier schaut es aber aus, dass man von Uebergriffen des Personals oder sonst jemanden wusste und deshalb die Maedchen sterilisiert. Das war also wahrscheinlich allgemein ueblich und bekannt.
Das man natuerlich vermeiden sollte das sich extrem dumme vermehren ist schon klar, aber ich glaube hier ist ganz was anderes im Busch.
die feststellung des iqs wird
die feststellung des iqs wird auf verschiedene arten ausgeführt. hast noch nie einen iq-test gemacht?
das mit dem missbrauch ist eine andere sache. die gehört aber auch abgearbeitet.
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