„Braunschlag“ – Die nächste Österreich-Verarschung des ORF

20. September 2012 - 10:02
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Der "Kaiser" darf diesmal einen Bürgermeister spielen.
Foto: michaelthurm / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

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Der Unterschied zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung war noch nie so groß wie bei der neuen ORF-Serie „Braunschlag“. Die im Vorfeld hochgelobte Sendung unter der Regie von David Schalko bescherte den Machern am Küniglberg tatsächlich 975.000 Zuseher. Doch viele wussten wahrscheinlich nicht, was sie zu erwarten hatten. Jetzt klaffen Lob in den Medien und Kritik der genervten Seher weit auseinander. Sogar von Verarschung ist in den Kommentaren die Rede.

Wenn der ORF eine neue Serie präsentiert, schaut der gelernte Österreicher schon mit Skepsis hin. Nicht ohne Grund. Denn mit der verunglückten Vorabendserie „Mitten im Achten“ haben sich das Staatsfernsehen und sein Generaldirektor Alexander Wrabetz bis auf die Knochen blamiert. Die Sendung musste nach ein paar Folgen eingestellt werden. Die Quoten waren im Keller. Nun versuchte die neue Programmchefin Kathrin Zechner wieder, mit einem österreichischen Produkt und heimischen Schauspielern unverwechselbares Fernsehen zu machen. Herausgekommen ist die Sendung „Braunschlag“. Etwas derart Absurdes gab es noch nie. Robert Palfrader, der Kaiser-Darsteller, spielt den Bürgermeister einer finanziell heruntergekommenen Waldviertler Gemeinde. Eben dort soll ein Marien-Wunder den Ort vor dem Ruin retten. Ein ziemlich klischeehaftes, oft auch langweiliges Drehbuch schafft Rollen für Nicholas Ofczarek als Dauerfetten und Nina Proll darf wieder einmal ihren unwiderstehlichen Vorstadt-Sex-Appeal zeigen.

Ein "Braunschlag" ins Wasser, eine Serie zum Abdrehen

Schalkos „Meisterwerk“ ist aber auch eine Anbiederung an die Sozialdemokratie. Der Regisseur lässt Palfrader sagen, dass Niederösterreich nicht Kärnten werden dürfe, absichtlich oder ahnungslos, aber entgegen den Tatsachen, dass das Land Niederösterreich bei der Pro-Kopf-Verschuldung längst Spitzenreiter in Österreich ist. Auch die ÖVP bekommt ihr Fett ab, indem sich Schalko einer bekannten Aussage eines Abgeordneten bedient: „Hände falten, Goschen halten.“ Ob Schalko und der ORF damit wirklich den Geschmack des Publikums getroffen haben, ist zu bezweifeln. Die hohen Zuschauerzahlen könnten auch darauf zurückzuführen sein, dass sich viele von der intensiven Werbung für diesen Film zum Einschalten hinreißen ließen und nicht wussten, dass der Sender Puls 4 parallel zu „Braunschlag“ das Champions-League-Live-Spiel Real Madrid gegen Manchester City sendete.

Die Kommentare in den Zeitungen waren jedenfalls durchwegs negativ. Hier ein paar Meinungen zur Auswahl:

Langweilige Bedienung ausgewerkelter Rollenklischees, mit genretypischem ORF-Humor. Vorhersehbare Witzchen, dargebracht von Darstellern, die sich nicht verstellen brauchen, sondern einfach sich selbst spielen. Ein "Braunschlag" ins Wasser!

Eigentlich hätte der gelernte Österreicher es ahnen müssen: Wenn ein Film im Vorfeld so hochgelobt und monatelang beworben wird, dass da etwas Vorsicht am Platz ist. Ich habe, so wie viele andere auch, abgedreht. Bei der Vielzahl an Senderangeboten fällt es nicht schwer, solchen platten Geschichterln auszuweichen.

Eigentlich finde ich diese Serie von allen Seiten betrachtet schlicht dumm: Geschichte, wie Dialoge mies (das Wort "Schaß" penetrant zig-Male verwendet !!) ,Schauspieler outrieren-einzig die Maria Hochstätter spielt glaubhaft. Abdrehen ist angebracht!

Kurztitel: 
„Braunschlag“: Eine Serie zum Abdrehen
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Kommentare

Hier vielleicht die Serie zum download... vielleicht... wer weis... (Leerzeichen entfernen)
h t t p://oceanus.ch/u/eaSbqb380P/XU8j4BLbor7AYtnhs9fyhv

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...ein super Marktanteil von 27%, das sind 779.000 Zuseher.

Die Reichweite von unzensuriert scheint nicht groß genug zu sein, um mit den Lügen hier etwas zu bewirken.

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man muss hartgesotten sein, dass man auch nur einen "Artikel" hier aushält. Sorgfältiger Journalismus ist das nicht, aber das hat auch schon die links-linke Gerichtsjustiz festgestellt. (http://diepresse.com/home/kultur/medien/1293005/Ueble-Nachrede_unzensuri...)

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Haha.

Warum muß man da Werbung machen?? Palfeneder?? San ma Kaiser?

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Die Serie "Braunschlag" ist ein voller Erfolg. Zu Recht wie ich meine. Diese Serie zeigt ja auch wie verfilzt die Politik ist und wie eng Religiosität mit Profitgier verbunden sein kann und auch ist.

Ich denke nicht, dass sich die waldviertler Bevölkerung durch diesen Film verarscht oder diskriminiert fühlt. Ganz im Gegenteil sie werden es zu nutzen wissen, dem einsetzenden "Braunschlag-Tourismus" damit zu begegnen, den Leuten zu zeigen wie sie wirklich sind. Bodenständig, naturverbunden und freundlich.

Ein Waldviertler

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Hier gibt es Poster, die die Wörter Orsch & Scheiße verherrlichen und über Alles stellen, weil sie es als ihre Religion betrachten, temperaturerhitzte Leute anzubeten. Und was sonst soll bei denen als diese Wörter das Amen im Gebet sein. Was sonst können die in den Mund nehmen. Mit denen sie dann die Anderen anspeien.

Dann gibt es die gleichen Leute, die eine Politik als menschenverachtend bezeichnet, die die Werte unseres Heimatlandes erhalten wollen. Die dann eben den Verkauf von Österreich gut heißen. Die Konflikte durch Multikulti, und die gibt es immer und prinzipiell in solchen Gebieten, herbeiführen möchten, um was weiß der Teufel für welche Ziele zu erreichen.

Diese Poster sind krank oder Effekthascherln, Minderwertigkeitskomplexler, Triebtäter oder einfach nur bescheuklappte Sozialschmarotzer, bedacht auf ihren Sitzplatz beim großen Topf.

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...Österreich geht es bergab. Auch in der zweiten Woche super Einschaltquoten für Braunschlag.

Das ist noch viel besser, weil sich hier darüber alle so aufregen :)

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Animalex ist Links-Linker Rotarmist, der sich hier eingeschlichen hat, um seine kranke marxistische Gesinnung zu verbreiten. Aber lasst ihn nur machen, wer das liest, weiß was er das nächste mal zu wählen hat.

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...füttern Sie eigentlich Ihre Paranoia?

Ich verbreite hier keine (marxistische) Gesinnung. Worauf gründen Sie denn Ihre Vermutung? Aja, auf Ihrer Paranoia.

Aber gut, wenn jeder hier weiß, wenn er das nächste Mal wählen soll. Nicht die Marxisten! Das ist einfach zu lächerlich.

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...es womöglich einige nicht kapieren: Mit der Behauptung, dass es mit Österreich bergab ginge, schwingt eine gehörige Portion Sarkasmus mit, angesichts des befürchteten Werteverfalls von einigen hier, die die Wörter "Orsch" und "Scheiße" schlimmer finden als die menschenverachtende Politik der FPÖ und die Gutheißung dieser durch die meisten Kommentierer auf dieser Parteiwerbeseite.

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