Wilder Streit um Faymann lässt U-Ausschuss beinahe platzen
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Werner Faymann, SPÖ, Inseraten-Affäre, Karlheinz Kopf, Günther Kräuter, Peter Pilz, Walter Rosenkranz, ÖVP, FPÖ, Die Grünen
eine Aussage vor dem U-Ausschuss bleibt ihm jedoch erspart.
Foto: Werner Faymann / flickr (CC BY-ND 2.0)
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PlenumsberichteZu einem neuerlichen Schlagabtausch zwischen Regierung und Opposition geriet die dringliche Anfrage an SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann zum Thema Inseratenskandal. Während die parlamentarische Opposition heftige Kritik am Verhalten des Bundeskanzlers und der Regierungsparteien übte, verteidigten Rot und Schwarz den Umgang mit der politischen Verantwortung.
Faymann und die Regierungsfraktionen mauerten
Sowohl Faymann als auch die Vertreter der Regierungsfraktionen Günter Kräuter (SPÖ) und Karlheinz Kopf (ÖVP) mauerten gegen die Aufklärung der Inseratenaffäre im Untersuchungsausschuss. Faymann konnte in seiner Anfragebeantwortung die Zweifel über die dubiosen Inseratenaufträge in seiner Zeit als Verkehrsminister nicht ausräumen. Vielmehr versuchte er jede Einflussnahme durch sich und sein Ministerkabinett von sich zu weisen. SPÖ-Abgeordneter Kräuter rechtfertigte sogar den Einfluss des seinerzeitigen Verkehrsministers auf die Auftragsvergaben als „Wahrnehmung seiner Ressortverantwortung“ für die ÖBB.
Opposition rebelliert gegen Abdrehen des U-AusschussesÂ
Einheiliger Tenor der Opposition war die Kritik am beabsichtigten Abdrehen des Untersuchungsausschusses durch die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP. Während Peter Pilz in seiner einleitenden Begründung der dringlichen Anfrage an den Bundeskanzler dessen Missbrauch von Steuergeldern des Verkehrsministeriums für „Faymann-Propaganda“ kritisierte, appellierte der neue Obmann des U-Ausschusses, Walter Rosenkranz (FPÖ), an Faymann, im Ausschuss zu erscheinen. Vor allem die Aussagen und Gutachten im Strafverfahren gegen Faymann sieht Rosenkranz im Zentrum der parlamentarischen Untersuchung: „Geben Sie dem Untersuchungsausschuss die Chance, den gerichtlich bestellten Gutachter betreffend Inseratenaufträgen direkt zu befragen.“
U-Ausschuss geht doch weiter
Nach chaotische Verhandlungen rückten SPÖ und ÖVP am Ende doch von ihrem Plan ab, den Ausschuss vorzeitig zu beenden. Es soll nun bis 16. Oktober weiter getagt werden. Die Opposition musste jedoch weitreichende Zugeständnisse machen und unter anderem auf die Ladung Faymanns verzichten









Kommentare
Im Parlament in Causa UA
hat er ganz schön alt ausgesehen. Na ja, kein Wunder. Auch abgebrühte Kerle haben irgendwo noch Nerven. So knapp vor der Schlinge.
Irgendwie eh klar, ...
... wir stehen ja knapp vor großen Wahlen, da ist ein echter, nachgewiesener Skandal einer etablierten Partei dieses Ausmaßes kontraproduktiv!
Da tritt man schon viel lieber die Fehltritte des verstorbenen Jörg Haider breit und versucht, sie mit allem nötigen Krampf bis ins Heute und aus dem BZÖ auf die FPK und die FPÖ auszudehnen.
dfW
Tut mir leid (denk)fauler
Tut mir leid (denk)fauler Willi: die Mythen treten insbesonder Sie selbst hier breit, ohne, dass Sie jemand dazu aufgefordert hat.
Viel urgenter ist es jetzt die seitens vorgeladener Betroffener panisch gesuchte Schlupflöcher dichtzumachen, Uneingeschränktes Dranbleiben und Wachsamkeit pur sind in dieser Phase der Gluthitze unabdingbar. Uneingeschränktes Dranbleiben und Wachsamkeit sind für alle positiven (an Aufdeckung interessierten) Kräften - jenseits politischer Coleurs - in der Phase der erfolgreichen Weiterführung des UA jedenfalls unabdingbar!
Einverstanden, ...
... uneingeschränktes Dranbleiben, usw. usf.
Warum, zum Donnerwetter, kann dann dieser Faymann nicht einfach aussagen?
Wenn er tatsächlich unschuldig ist, kann ihm doch nichts passieren?
Auch gäbe es keine bessere Wahlwerbung, als ein in aller Härte geführter Prozess mit erwiesener Unschuld.
dfW
Warum ???
Mut und Unschuld war noch nie die Stärke der Sozis, Mit Faygmann haben sie den Obmann den sie verdienen, leider jedoch wir auch dank Dichand & Co.
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