Verteidigungsminister Darabos beschimpft eigenes Bundesheer

20. September 2012 - 10:53
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SPÖ-Verteidigungsminister Darabos beleidigt die Truppe.
Foto: gerhard.loub / flickr (CC BY-NC 2.0)

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Bundesheer

Eine Premiere musste die österreichische Verteidigungspolitik dieser Tage erleben. Der amtierende SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos, selbst ehemaliger Zivildiener, beschimpfte das Bundesheer. Das hat es in der fast sechs Jahrzehnte dauernden wechselvollen Geschichte des österreichischen Bundesheeres noch nie gegeben. Keiner der bisherigen Verteidigungsminister hatte sich gegen die eigene Truppe gerichtet. Dies ruft wiederum heftige Kritik aus dem Bundesheer selbst hervor. Der Streitkräfte-Chef Günther Höfler rügt den eigenen Minister.

Norbert Darabos beschimpft die eigene Truppe

Bei der dieswöchigen SPÖ-Klubklausur zeigte der erfolglose rote Verteidigungsminister Norbert Darabos „verbale Muskeln“, er beschimpfte die eigene Truppe. Konkret titulierte er die Wehrpflicht, die in Österreich im Verfassungsrang steht, als „mega-sinnlos“. Offensichtlich ist der seit 2008 amtierende Verteidigungsminister mit seiner eigenen Arbeit nicht zufrieden, dass er aber die eigenen Soldaten - sowohl die Präsenzdiener als auch das Kaderpersonal - in der Öffentlichkeit herabgesetzt.

Scharfe Kritik durch Streitkräfte-Chef Höfler

Scharfe Kritik an der „mega-sinnlosen“ Äußerung des SPÖ-Verteidigungsministers kam aus der eigenen Truppe. Der Chef des österreichischen Streitkräftekommandos Günther Höfler antwortete so:

Keinesfalls darf diese Diskussion dazu verwendet werden, politisches Kleingeld zu wechseln. Das Heer braucht eine mutige und verantwortungsvolle Reform. Ich stelle nochmals fest, dass die Streitkräfte in den vergangenen Jahren alle Einsätze, sei es im eigenen Land oder im Rahmen des internationalen Krisenmanagements erfolgreich und auch international anerkannt durchgeführt haben.

Kurztitel: 
Heer für Darabos „mega-sinnlos“
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Kommentare

Um das Ganze noch einmal richtig zu stellen: Minister Darabos hat nicht etwa das Bundesheer beschimpft, wie die Artikelüberschrift vermuten lassen könnte, sondern er hatte sich zu einem Vorschlag von Herrn Spindelegger geäußert:

Das Heeresmodell von Minister Darabos, 18.9.2012
...
Er (Anm.: Minister Darabos) wirft, was angesichts der vielen Anwürfe der ÖVP nicht verwunderlich ist, dem Koalitionspartner "Inhaltsleere" vor. Der von Vizekanzler Spindelegger als "megacool" gepriesene Grundwehrdienst sei in der bestehenden Form "megasinnlos".
http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=2518

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Darabos, ein in steingemeißelter Megaversager der Sonderklasse, Lachnummer der Republik. Ein „Verzweiflungsminister“, der sich anmaßt für die Sicherheit unseres Landes ausreichend kompetent zu sein, leider nur ein aufgeblasener „Nichtschwimmer“ mit viel heißer Luft. Die Kommentare dieses Umfallers des Jahrzehnts stellt alles Herkömmliche in den Schatten und der angerichtete Schaden ist nicht mehr gut zu machen.Eine sofortige Entlassung wäre angemessen. Diese Schamlosigkeit eines „Dieners“ des Volkes ist beispiellos und zeigt den nicht vorhandenen Respekt vor Amt und Bürger unseres Landes. Der „Hammer des Jahres“ und kein gutes Beispiel für unsere Jugend. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn es auch der Genosse Verteidigungsminister ist. Mit einem Wort widerlich und ein unwürdiges Possenstück eines Welttheaters mit schlechtester Besetzung. Alle anständigen Politiker sind aufgerufen, diesen Herrn mit einem nassen Waschlappen vom Sessel zu fegen.

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...wenn diese Aussage sein schlimmster Fehler ist, dann war er aber besser als ich gedacht habe.

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Darabos ist ein typischer prinzipienloser Parteisoldat, ohne Traditionsbewusstsein und ohne Ehrgefühl. Schade um die gute alte SPÖ !!!

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Sollen Georg Weissel oder Koloman Wallisch im 34iger Jahr umsonst gestorben sein. Der Rote Darabos übernimmt das austrofaschistische Berufsheerkonzept ! Ein Skandal für alle aufrechten Sozialdemokraten. Pfui !

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Da hat man den Fuchs gewählt, um den Hühnerstall zu leiten!

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Als Wehrdienstverweigerer hat er bewiesen, daß er sich für Österreich nicht einsetzen will. Was will man mehr von einem österreichischen Vaterlandszertreter??

Und keiner braucht glauben, daß es nicht Kalkül war, gerade ihn auf diesen Posten zu setzen.

Und wenn ihn @petra auch versucht zu verteidigen, dann kann ich nur sagen, daß jemand, der seine Seele verkauft, kein Recht auf Beistand besitzt. Er wird vom Volk für seine Verantwortung bezahlt und hat in dessen Sinne zu agieren. Wenn er für sein eigen Wohl das Volk opfert, ist er nicht mehr als ein Gauner.

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...welcher Weise dient ein Bundesheerler dem Staat? Das ist meist die Ausnahme. Im Gegensatz zu den Zivildienern, ohne die das Sozialwesen nicht funktionieren würde. Das ist ein weit wichtigerer und größerer Einsatz für den Staat bzw. die Menschen darin (nebenbei auch ein Dienst, der länger dauert).

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Die derzeit an der Macht befindlichen Deppen der SPÖ ruinieren beides. Ich bin gespannt wer ab dem nächsten Jahr beim roten Arbeitersamariterbund hackelt, -vielleicht Asylanten??? Und das Herr runieren sie auch, offensichtlich vergessen sie, dass das schwarze Berufsheer im 34er Jahr in die Arbeiterwohnungen geschossen hat. Kreisky rotiert im Grab !

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...ist meiner Meinung nach auch die größte Gefahr, nämlich dass mit dem Ende der Wehrpflicht auch der Sozialbereich unter dem Wegfall des Zivildienstes leidet. Ein freiwilliges soziales Jahr (natürlich mit Bezahlung) kann aber durchaus funktionieren, wie es etwa in Bayern der Fall ist.

Auf die Ausschreitungen gegen das eigene Volk habe ich nicht vergessen, siehe einen Kommentar von mir weiter unten. Die Zeiten haben sich aber wohl in den letzen 80 Jahren geändert.

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