Sozialdemokratischer Nationalrat Wallisch als Opfer des Berufsheers
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Koloman Wallisch, Nationalrats, Steiermark, Berufsheer, Februarkämpfe, Arbeiterführer, Republikanischer Schutzbund, Standgericht, Militär, SPÖ, Galgen, Bruck an der Mur, Admont, Leoben, Werner Faymann, Norbert Darabos, Wehrpflicht
Foto: Österreichische Nationalbibliothek
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HistorischesDer österreichische Nationalrat hatte im Zuge der Februarkämpfe 1934 zwischen dem vom Austrofaschismus instrumentalisierten Berufsheer und den Sozialdemokraten ein prominentes Opfer zu beklagen. Koloman Wallisch, steirischer Landesparteisekretär und Nationalratsabgeordneter, wurde von einem militärischen Standgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet. Jahrzehntelang wurde er im Rahmen der sozialdemokratischen Traditionspflege nach 1945 verehrt und war ein Blutzeuge gegen ein Berufsheer. Aktuell scheint er auf Grund der aktuellen Pro-Berufsheer-Kampagne von Bundeskanzler Werner Faymann und Verteidigungsminister Norbert Darabos (beide SPÖ) in Vergessenheit zu geraten.
Koloman Wallisch: Parteisekretär und Nationalrat
Koloman Wallisch war ein engagierter Sozialdemokrat und Funktionär. Nach dem Ende des 1. Weltkriegs schloss er sich den Sozialdemokraten an, wurde bald Gemeinderat in Bruck an der Mur, Landtagsabgeordneter in der Steiermark sowie Landesparteisekretär. Ab 1930 war er sozialdemokratischer Nationalrat im Wiener Parlament. Nach dem Beginn der Unruhen am 12. Februar 1934 wurde Wallisch nach Bruck an der Mur gerufen, um dort die Leitung des Republikanischen Schutzbundes zu übernehmen. Wallisch gelang es gemeinsam mit rund 300 bewaffneten Schutzbundangehörigen für eine gewisse Zeit sogar, die Kontrolle über die Industriestadt zu erlangen.
Erst als es zu einem massiven Einsatz des vom Austrofaschismus eingesetzten österreichischen Berufsheers in Bruck an der Mur gekommen war, mussten sich Wallisch und seine Schutzbündler zurückziehen. Auf den Abgeordneten wurden vom Militär und den Austrofaschisten ein Kopfgeld in Höhe von 5.000 Schilling ausgesetzt. Am 18. Februar 1934 wurde er in Admont auf der Flucht gestellt und gefangen genommen. Bereits am darauffolgenden Tag wurde Wallisch vor ein militärisches Standgericht gestellt und am Würgegalgen im Hof des Kreisgerichtes Leoben erhängt. In der Zweiten Republik wurde Wallisch durch die Umbenennung von Plätzen in den obersteirischen Städten Bruck an der Mur und Kapfenberg in „Koloman-Wallisch-Platz“ geehrt.










Kommentare
über den Sowjetmann und Marxisten Wallisch
Gut, daß dieser Sowjetmann und Kämpfer der (ungarischen) Räterepublik der Gerechtigkeit in der Steiermark zugeführt wurde.
Leider konnte er der Gerechtigkeit in Ungarn entkommen.
Grüße!
Weißgardist
Wallisch ist Blutzeuge gegen Austrofaschismus
Trotzdem ist Wallisch gegen das Berufsheer gefallen. Das sollte sich der Burgenlandkrowot Darabos einmal ins Stammbuch schreiben.
Wäre Koloman Wallisch seinem Idol Béla Kun nach Russland gefolgt
... dann wäre es ihm dort wohl genauso wie diesem ergangen. Welche spezielle Sorte von "Sozialdemokraten" er verkörperte, lässt sich z.B. hier nachlesen:
http://www.kpoe-steiermark.at/koloman-wallisch-in-der-ungarischen-raeter...
Wallisch ist Blutzeuge gegen Austrofaschismus
Wallisch ist Blutzeuge gegen Austrofaschismus. Dass gerade heute die SPÖler in Sachen Berufsheer sein Andenken beschmutzen, finde ich schäbig !
@schutzbündler
Schäbig ist noch milde ausgedrückt. Die heutigen "Sozialisten" haben mit dem wahren Sozialismus gar nichts mehr am Hut. Heute sind das nur noch gierige, dumme, arrogante, verblendete und EHRLOSE Lügner, die spucken auf die eigenen Leut´, wenn`s sein muß und auf´s eigene Volk sowieso.
Und die Grünen sind auch nur dumme, selbstzerstörerische und volkszerstörerische Ableger der roten Bagage. Eine Schande ist das alles!
Wölfchen
Treffender kann man es gar nicht ausdrücken!!!