SPÖ fürchtet Wehrpflicht-Abstimmung in eigener Partei

23. September 2012 - 12:56
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Den Delegierten des Parteitags will die SPÖ die Wehrpflicht-Frage
nicht zur Entscheidung vorlegen.
Foto: Werner Faymann / flickr (CC BY-ND 2.0)

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Wehrpflicht

Es war Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, der die Diskussion über eine Volksbefragung zur Wehrpflicht neu angestoßen hatte – fast zwei Jahre nachdem sein „alter Freund“ Michael Häupl versucht hatte, mit der Schnapsidee der Abschaffung noch schnell seinen Wiener Wahlkampf zu beeinflussen. Im Jänner 2013 soll das Volk nun tatsächlich entscheiden, und die Sozialdemokraten sehen ihre Felle immer mehr davonschwimmen.

Nicht einmal zum Thema des kommenden Parteitags im Oktober will man die Wehrpflicht machen. Es werde keinen Antrag geben, der auf eine Änderung der offiziellen Parteilinie abzielt, bestätigte heute in der ORF-Pressestunde der Klubobmann der SPÖ im Nationalrat, Josef Cap. Kein Wunder, ist doch sowohl der Wehrsprecher der SPÖ im Parlament ein klarer Wehrpflicht-Befürworter und sprechen sich auch die Jungsozialisten klar gegen eine Berufsarmee aus. Historisch bewanderte Sozialdemokraten denken auch an den Blutzoll im Februar 1934, als eine Berufsarmee auf die eigenen Leute schoss.

Haltung der meisten Roten „in Stein gemeißelt“

Cap bestätigte das Bild, wonach die SPÖ-Spitze mit ihrer Haltung gegen die allgemeine Wehrpflicht in der eigenen Partei isoliert dasteht. Es habe zwar ein „Diskussionsprozess“ stattgefunden. Dabei ließ sich die Basis der Sozialdemokratie aber offenbar als weniger formbar als Verteidigungsminister Darabos, der kurz nach der Häupl-Ansage zum glühenden Berufsheer-Befürworter wurde, obwohl er wenige Wochen vorher noch die Wehrpflicht als „in Stein gemeißelt“ bezeichnet hatte.

Kurztitel: 
SPÖ fürchtet Antrag zur Wehrpflicht
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Kommentare

Die Wehrpflicht, und diese verächtliche "Stellung", müssen sofort abgeschafft werden. Zum Thema "Stellung" siehe
www.musterung.us

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dann muß er sich Gehör verschaffen. Er ist dem "Österreichen Volk" verpflichtet und sonst niemanden. Befehle hätte er Seinerzeit empfangen können, wenn er beim Bundesheer gewesen wäre. Parteisoldaten sind eben andere Kaliber.

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es ist klar, darabos ist bei einer konkurrenzpartei der FPÖ - dennoch könnte man aber mal erkennen, was die medien, die dauernd gegen die FPÖ wettern (standard und co.) sich bewusst zu sehen und zu berichten weigern: nämlich dass darabos abgeschottet und überwacht wird, über "seinen" kabinettschef und den "kurswechsel" nie wollte, der der SPÖ via
kronen zeitung angeschafft wurde. was würde wohl zb HC strache tun, wenn es eine volksbefragung über "sein" thema gibt? richtig, eine pressekonferenz nach der anderen, ein öffentlicher auftritt nach dem anderen. darabos darf all dies nicht tun - als eine art geisel der NATO. die ja landesverräter in der SPÖ als "verbündete" hat.

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