Schweizer wollen mit Gold statt Euro und Dollar aus der Krise
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Foto: Swiss Banker / Wikimedia
Gold bietet Anlegern in Krisenzeiten Stabilität. Die Kosten der Eurorettung lassen sich nicht abschätzen, Griechenland benötigt weitere 20 Milliarden Euro. In einem Interview mit GoldMoney schildert der Schweizer Nationalratsabgeordnete Luzi Stamm die Situation rund um Euro, Dollar und den Rettungsanker Gold.
Im Ernstfall kann die Europäische Zentralbank unbegrenzt Anleihen von Eurostaaten erwerben. Der umstrittene Europäische Stabilitätsmechanismus soll in seiner Höhe vervierfacht werden. Die Eurorettung verschlingt immer größere Summen. Dabei scheinen die zu stopfenden Löcher kaum kleiner zu werden. Aus Athen erreichten Hiobsbotschaften den Kontinent. Weitere 20 Milliarden Euro werden erforderlich sein, um die hellenische Republik vor dem Bankrott zu retten.
Gold statt Papierwährungen
Die etwas eigensinnige Schweiz will sich weder an den notleidenden Euro, noch an den ebenfalls altersschwachen Dollar binden. Der Fels in der stürmischen Brandung der globalen Finanzmärkte sollen die landeseigenen Goldbarren sein. Rund um den Nationalratsabgeordneten der Schweizerischen Volkspartei (SVP), Luzi Stamm, bildete sich die Volksinitiative „Rettet unser Schweizer Gold“. Diese fordert einen Stopp sämtlicher Goldverkäufe durch die Nationalbank, die Lagerung aller Barren im Inland, sowie eine Golddeckung des Schweizer Franken im Ausmaß von 20 Prozent. Besonders der Lagerung des Goldes im Inland kommt Stamm zufolge große Bedeutung zu:
Die Unabhängigkeit eines Landes hat sehr viel zu tun mit der Unabhängigkeit der eigenen, nationalen Zentralbank. Und eine Zentralbank kann nur glaubwürdig bleiben, wenn sie werthaltige Reserven besitzt; also vor allem auch Gold.
Durchbruch in Österreich
In Österreich gelang es dem freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Gerhard Deimek, den Verbleib des staatlichen Goldes zu klären. In der ansonsten für ihre Bürgernähe bekannten Schweiz wird daraus seit Jahrzehnten ein Geheimnis gemacht. "Dieser Missstand herrscht schon seit Jahrzehnten. Ich staune, dass die öffentliche Diskussion erst jetzt langsam aufkommt. Die Geheimnistuerei muss in einer Demokratie in der Tat die Alarmglocken läuten lassen", kündigt Stamm an, nicht nachgeben zu wollen. Einem Auseinanderbrechen der Eurozone steht der Mandatar verhältnismäßig locker gegenüber:
Der Euro als gemeinsame Währung für Staaten mit völlig verschiedener wirtschaftlicher Entwicklung ist ein klarer Fehler. Der Euro wurde als politisches Projekt eingeführt, entgegen der wirtschaftlichen Logik. Ein Auseinanderbrechen des Euro wäre langfristig ein Vorteil - auch für die Schweiz, die vor allem von der Wirtschaftslage in Deutschland abhängig ist.










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