95 Prozent der SN-Leser wollen, dass der Kanzler den Hut nimmt

24. September 2012 - 12:25
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Josef Cap wird in der Inseraten-Affäre immer nervöser.
Foto: SPÖ Presse und Kommunikation / flickr (CC BY-ND 2.0)

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U-Ausschuss

Die Stimmung gegen Bundeskanzler Werner Faymann ist nach den unrühmlichen Vorkommnissen rund um den U-Ausschuss aufgeheizt. Wie berichtet, wollen laut Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes market 91 Prozent, dass der SPÖ-Vorsitzende im U-Ausschuss aussagt. Noch deutlicher äußern sich nun die Leser der Salzburger Nachrichten (SN), die auf die Frage dieser Zeitung, „Ist Faymanns Inseraten-Affäre ein Rücktrittsgrund“, zu 95 Prozent mit „Ja“ antworteten. Während sich die öffentliche Meinung klar positioniert, tappen SPÖ-Politiker in ihrer Beschützerrolle für Faymann von einer Peinlichkeit in die nächste. Höhepunkt: SPÖ-Klubobmann Josef Cap wirft dem Justizministerium in der Inseraten-Causa sogar Amtsmissbrauch vor.

Im Blog von Andreas Unterberger schreibt dieser unter dem Titel „SN-Leser sind klüger“, dass eine Abstimmung über ein Thema noch nie zuvor ein so klares Ergebnis gebracht habe. Unterberger, früher Chefredakteur der Presse und der Wiener Zeitung, diskutiert jeden Freitag in den Salzburger Nachrichten mit der ehemaligen Standard-Journalistin Katharina Krawagna-Pfeifer über ein aktuelles Thema. Danach können die Leser auf der Internet-Seite der Zeitung elektronisch abstimmen, wessen Standpunkt sie einnehmen.  Auf seinem Blog berichtet Unterberger nun über ein erstaunliches Ergebnis:

Diese Abstimmung hat noch nie ein so klares Ergebnis gebracht wie beim letzten Mal. Denn auf die Frage „Ist Faymanns Inseratenaffäre ein Rücktrittsgrund?“ unterstützten nicht weniger als 341 von 358 Lesern meinen Standpunkt. Das sind mehr als 95 Prozent der Abstimmenden. Jetzt muss ich wohl demütig genug sein um zuzugeben: Das liegt zweifellos weniger an meiner lichtvollen Argumentation, sondern vor allem an der überwiegenden Überzeugung der Salzburger Leser in der Sache: Dieser Kanzler muss gehen.

Mittlerweile sind zahlreiche weitere Stimmen dazugekommen. Unterberger liegt jedoch weiter bei 95 Prozent Zustimmung.

Cap wirft Justizministerin Karl Amtsmissbrauch vor

Die SPÖ versucht indessen, rund um den angeschlagenen Faymann einen Schutzgürtel aufzubauen. Am eifrigsten agiert in dieser Sache SPÖ-Klubobmann Josef Cap. Dieser sagte in der Presse, dass die Ermittlungen gegen Bundeskanzler Werner Faymann vom ÖVP-geführten Justizministerium künstlich verlängert worden seien. In Richtung von Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) meinte er: „Und wenn ein Staatsanwalt nach sehr, sehr langen Erhebungen zu dem Schluss kommt, dass das Verfahren einzustellen ist, dann entsteht hier ehrlich gesagt schon die Vermutung, dass das einen politischen Hintergrund hat.“ Karl wies diese Unterstellung auf das Schärfste zurück. Der Politologe Peter Filzmaier konnte diese Aussage von Cap kaum fassen. In der ORF-Sendung „Im Zentrum“ hielt er es für bedenklich, dass Cap der Justizministerin Amtsmissbrauch vorwerfe.

Kurztitel: 
SN-Leser: Dieser Kanzler muss gehen!
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Kommentare

@animalex.

Sorry, @Salsar

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Soll er doch noch ein Jahr Bundeskanzler bleiben.
Ist zwar schlecht für Österreich.
Aber nach verlorener Wahl 2013 ist es dann für Östereichs Zukunft viel, viel besser.

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Bild des Benutzers der faule Willi

Wird er auch gehen?
Ob mit oder ohne Hut ist mir wurscht!

Dabei ist er doch eine so fabelhafte Marionette der Bilderberger.
Er kann doch so wunderbar die eigene Bevölkerung an die nicht gewählten Mächtigen der EUdSSR verscherbeln.
Er versteht es doch so gut, möglichst viele möglichst fremdartige Menschen in unser Land zu schleusen und mit allen möglichen Vorteilen auszustatten ... usw. ...
Laßt ihn doch in Ruhe die verbrecherischen Agenden der Mächtigen im Hintergrund weiterführen, ...
Er tut ja nix, er will doch nur spielen ...

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dfW

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