Stronach-Parteigründung geriet zum wirren Monolog
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Kathrin Nachbaur, Frank Stronach, Team Stronach, Robert Lugar, Elisabeth Kaufmann-Bruckberger, Erich Tadler, Gerhard Köfer, Monolog, ParteiprogrammFoto: Unzensuriert.at
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ParteienMediale Insider, die schon öfter bei öffentlichen Präsentationen von politischen Programmen und Kandidaten dabei waren, erkannten bei Frank Stronachs Einstieg in die Politik auf den ersten Blick: Hier hatten die Organisatoren fast alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Die vor einigen Wochen noch als Zukunftshoffnungen von Stronach rekrutierten Abgeordneten Robert Lugar, Elisabeth Kaufmann-Bruckberger, Erich Tadler und Gerhard Köfer wurden geradezu „versteckt“. Stronach hielt sich an kein tatsächliches Redemanuskript, sondern monologisierte vor sich hin. Und Fragen der mehr als zwei Stunden in Anspruch genommenen Journalisten wurden entweder gar nicht oder höchst ausschweifend und allgemein beantwortet. Wofür Stronach steht, weiß man in Wahrheit nicht. Einzig und allein auf seine Erfolge als Firmenchef wurde in der Präsentation verwiesen.
Viel Medieninteresse, aber keine tatsächliche Präsentation
Sehr viel Medieninteresse, auch von ausländischen Korrespondenten, aber wenig Inhalt charakterisierte die „Präsentation“ des „Team Stronach“. Wer vermutet hatte, dass Stronach neue Mitstreiter oder ein konkretes Partei- oder Wahlprogramm präsentieren würde, wurde enttäuscht. Die von Stronach über die letzten Monate aus dem Lager unzufriedener BZÖ- und SPÖ-Mandatare rekrutierte Mannschaft durfte nicht einmal auf dem Podium Platz nehmen. Einzig und allein die Leiterin des Stronach-Instituts und ein Pressesprecher saßen an Stronachs Seite. Wie die Strukturen und Inhalte der neuen Partei aussehen, verschwieg man den interessierten Journalisten. Gerade einmal ein zehnseitiger Folder mit inhaltlichen Allgemeinplätzen, wie „Weniger Verwaltung, mehr Leistung“, „Die Flut der Gesetze eindämmen“ oder „Schluss mit Steuerprivilegien“ wurde verteilt.
Gesichter der Mitstreiter wurden immer länger
Anfangs lächelten Sronachs Pressesprecher und Institutsleiterin Kathrin Nachbaur noch artig in die Kameras. Aber nach knapp zwei Stunden des Monologs von Stronach brachen die beiden die Präsentation dann quasi ab. Nach einem Kurzfilm über das Leben Stronachs vom Auswanderer bis zum Firmenchef versuchte der Milliardär, den Anwesenden seinen politischen Ansatz zu erklären. Dies geriet zu einem schier endlosen Monolog. Rund eineinhalb Stunden versuchte der Parteigründer, seine Positionen zu erklären, klarer wurden sie im Laufe der Rede allerdings nicht. Wer sich pointierte Aussagen erwarte, wurde enttäuscht. Dies änderte sich auch beim anschließenden Frage-Antwort-Spiel mit Journalisten und Gästen nicht. Nur wenn Stronach auf behauptete Unregelmäßigkeiten in Sachen Steuern oder Arbeitsplätzen in seinem Konzern angesprochen wurde, gewannen seine Argumente an Fahrt.
Parteiprogramm soll erst im April 2013 fertig sein
Zu weiteren Kandidaten für sein „Team Stronach“ sagte der Parteigründer nichts. Ein wirkliches Parteiprogramm möchte Stronach erst im April 2013 vorstellen. Derzeit firmiert es unter den drei Schlagworten „Wahrheit“, „Transparenz“ und „Fairness“. Weniger bescheiden gibt sich Stronach bei seinen Wahlzielen, denn da geht er von der relativen Mehrheit für das „Team Stronach“ aus. Und seine Institutsleiterin Nachbaur, an die er bei einer juristischen Frage kurzerhand das Mikrophon übergab, titulierte er bereits als künftige Justizministerin.









Kommentare
Neues Denken
Wenn man zuhören will ist da nichts Wirres. Da ging es darum, unserem Land ein Schicksal wie Griechenland zu ersparen. Aussagen in dieser Klarheit habe ich schon lange nicht mehr gehöhrt.
Viele erwarten sich von der Politik die Bestätigung der eigenen Vorurteile. Viele Leute wollen nicht umdenken, sie haben Angst vor neuen ideen und Ansätzen. Für sie sind neue Ideen wirres Zeug.
Strohsack,alias Stronach
In seiner "Wahlkampfrede"betonte der Milliardär,er sei ein MANN DES VOLKES.Wie kann so einer ein Mann des Volkes sein? In Wirklichkeit ist er ein narzistischer alter Egoist.Sein Antrieb in dieser Sache sind Eitelkeit und der Wunsch,der FPÖ Wähler abspenstig zu machen!
Hat Stronach nach österreichischem Recht ein Recht auf Stronach?
Darf dieser Frank Stonach sich überhaupt als Frank Stronach bezeichnen?
Oder ist er nach österreichischem Recht als Strohsack Franz anzusehen, der sich den Künstlernamen Frank Stronach gegeben hat?
Aufklärung tut not!!
ACHTUNG links-linker Journalismus:
http://www.zeit.de/2012/40/August-Penz-FPOE-Austritt/komplettansicht
Causa Stonach
Es scheint auch hier im Fall Stronach zusein, wie es in der Schule schon häufig war und sich im Berufsleben fortsetzte:die, die sich forsch an die (Erfolgs-) Spitze gedrängt haben, waren keinesfalls die besten oder klügsten; bestenfalls waren sie die kleversten.
Meist jedoch waren (sind!) es ...
... die Skrupellosesten und Egoistischsten!
Oft auch haben sie mächtige Clans im Hintergrund!
dfW
Da hast du Recht.
Wir meinen aber "eh" alle, oder?
Am Liebsten würde ich auch eine Partei gründen. Diese aber durch die Gestzgebung überflüssig werden lassen und dann säßen nur mehr Parlamentarier im Sessel und kämen direkt gewählt von ihrer Region aus dieser demokratisch zum Zuge. Voll Transparent und der Region verpflichtet, jederzeit von dieser abwählbar un eretzbar. Die Beamten in den Ämter müßte man auch nicht auswechseln, denn diese haben ihre Pflicht im Sinne des Staates zu erfüllen. Wenn nicht landen sie ohne einen Cent Abfertigung und weiteren Beamtenrechten auf der Straße. Gesetze müßten vereinfacht und ausgemistet werden. und ...
Aber wozu schreibe ich mir hier meine Finger wund, wenn man ja doch nicht die richtigen Leute findet, einem das Geld fehlt und kein Sprachrohr findet. Und die Blockaden von den Eingessesenen würden auch nicht ohne sein.
Aber den Wunsch darf man ja haben und Träume sind auch schön. Träume von kompetenden und staatsfreundlichen Politikern.
Stronach
Nun, ich finde sein Bemühen gar nicht so schlecht.
Wichtiger als die Einzelperson ist die Botschaft, die da kommt. Kann mir gut vorstellen, dass er 17-18 % macht. Ähnlich dem - wie hiess er noch - für die EU (nicht Ehrenhauser, sondern, ah...ja... Hans Peter Martin ). Die Message von Martin war glaubwürdig.
Auch Stronach vermittelt ehrliches Bemühen.
Daher denke ich - FPÖ - STronach und BZÖ könnten eine gute Allianz bilden nach der nächsten Wahl.
Vielleicht mit ÖVP als Juniorpartner, falls es das BZÖ nicht schafft...*gins*
Das dachte ich im ersten Moment auch, ...
... aber gleich danach ist bekannt geworden, wie der Stronach seine Wahlzulassung erreichen wollte.
Er hat, abgehoben wie er ist, nicht seine zukünftigen Wähler um Vertrauen gebeten (Unterstützungserklärungen vom Volk), nein er hat sich eine Anzahl abgehalfterter, opportunistischer, geldgeiler und rückgratloser Politiker erkauft, mit deren Hilfe er nun ins Parlament einziehen will.
Leider schnallt das niemand und so wird er trotz allem wahrscheinlich genug naive Leute finden, die aus Protest oder Sympathie (alte Leute, die auf den deppaten Typen abfahren) diese Loosertruppe wählt.
Von den anfangs markigen Ansagen "raus aus dem Euro", kein ESM, etc. ist nun kein Wort mehr zu hören.
Ein Parteiprogramm gibt es auch erst nach(!) der Wahl, wunderbar!
Da wissen die Wähler ja ganz genau, welche Katz' im Sack sie kaufen!
Nein, mir kann der Stronach gestohlen bleiben, außer er zahlt mit seinem vielen Geld Österreichs Staatverschuldung weg!
dfW
raus aus dem Euro - kein ESM
dafür ist es bereits zu spät! Er ist bereits ratifiziert! Das bedeutet, jeder hat seine Handlungen nach dem Geldsystem zu richten.
Wann wird der letzte bemerken,
- dass Geld nicht gesund macht?
- dass Verträge stets dem stärkeren dienen?
- dass es längst keine Demokratie gibt?
- dass die Staatsverschuldung und deren Rechtsprechung zu Korruption führt?
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