Landwirte demonstrierten in Brüssel gegen die Agrarindustrie
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Milk Board (EMB) bei der Endkundgebung des „Good Food March".
Foto: FPÖ
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LandwirtschaftIm Rahmen des „Good Food March“ unter dem Motto „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ radelten rund 1.200 Aktivisten wochenlang quer durch Europa, um in Brüssel eine echte und nachhaltige Reform der Agrarpolitik der EU einzufordern. An ihrer Seite beteiligten sich auch unzählige Landwirte, die mit ihren Traktoren zur Endkundgebung am 19. September vor dem Europäischen Parlament anreisten. Die Hauptforderung ist ein fairer Milchpreis, der es den europäischen Milchbauern erlaubt, kostendeckend zu produzieren, was im Kontrast zur gegenwärtigen EU-Politik steht, die durch eine Liberalisierung des Milchmarktes und das Wegfallen der Milchquote zahlreiche Bauern um ihre Existenz bringen würde.
Von österreichischer Seite beteiligte sich der FPÖ-Europaabgeordnete Franz Obermayr an der Großdemonstration. „Der Milchmarkt in Europa droht sich in den nächsten Jahren kräftig zu verändern. Wenn nicht bald die notwendigen Schritte eingeleitet werden, kann dies das Ende für die österreichischen Bergbauern bedeuten“, begründete er seine Teilnahme. Sein Hauptkritikpunkt ist das Ende der Regulierung des Milchmarktes und die damit einhergehende vollständige Liberalisierung des Milchmarktes. „Das würde das Ende aller Milchbauern in geographisch schwierigen Berglagen mit sich bringen. Konkurrenzfähig blieben dann nur noch Großbetriebe in begünstigten europäischen Flachlagen“, so Obermayr. Diese Ansicht vertreten auch der europäische Rechnungshof und das European Milk Board (EMB), die Interessensvertretung der Milchbauern auf europäischer Ebene, bestehend aus 19 Organisationen aus 14 europäischen Ländern.
Statt heimischer Milch bald minderwertige China-Ware?
Als Folge der Liberalisierung würde der Markt mit minderwertigen Milchprodukten von Drittstaaten überschwemmt, befürchtet Obermayr. Besonders China, das schon in wenigen Jahren vom Nettoimporteur zu einem Nettoexporteur werden wird, habe die niedrigsten Qualitätsstandards für Milch weltweit. Obermayr fordert daher eine Verlängerung der Milchquote und die Einrichtung einer europäischen Monitoringstelle (Erzeuger, Verarbeiter, Handel und Konsumenten), die europaweit die Produktionskosten und die entsprechenden Mengen erheben und daran angepasst einen Preiskorridor festlegen soll, in welchem sich der Milchpreis bewegen darf.
„Um den europäischen Bergbauern ein Überleben zu sichern, sind Milchpreise zwischen 38 bis 47 Cent notwendig. Nur so kann sichergestellt werden, dass auch in Zukunft unsere Milchbauern kostendeckend produzieren können und nicht von der Landkarte verschwinden“, argumentierte der FPÖ-Politiker.









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Landwirtschaft
Die heimische Landwirtschaft muss unbedingt erhalten bleiben, und überdies ausgebaut werden. Zudem muss eine ökologische und esoterische (gemäß Rudolf Steiner) Landwirtschaft gefördert werden.
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