Wiener Sprachblätter halten Sprachtraditionen hoch
Tags
Wiener Sprachblätter, Verein Muttersprache, Fremdwort, Sprachwissenschaft, Anglizismen, Deutscher Sprachverein, Sprachkultur
Foto: Verein Muttersprache
Bereiche
ÖsterreicherDer Verein „Muttersprache“ widmet sich einer höchst verdienstvollen Aufgabe, dem Erhalt und der Pflege der deutschen Muttersprache. In einer Welt, die gegenwärtig von Traditionsverlust und Kulturlosigkeit geprägt ist und dem Götzenbild der Globalisierung und des „Multikulturalismus“ huldigt, ist die Übernahme eines solchen Auftrages umso ehrenwerter. Mit der Vierteljahresschrift Wiener Sprachblätter setzt sich der Verein für gutes Deutsch und die abendländische Sprachkultur ein. Gegründet 1949, blickt der Verein auf eine mehr als 60-jährige Geschichte zurück. Der Vorgänger „Deutscher Sprachverein“ wurde bereits 1885 begründet und stand unter dem Motto: „Kein Fremdwort für das, was deutsch gut ausgedrückt werden kann.“
Sprachkritik und Sprachbewusstsein
Im Zentrum der Wiener Sprachblätter stehen Sprachkritik und Sprachbewusstsein. Dabei nimmt der Verein Muttersprache vor allem Presse, Rundfunk und Fernsehen, aber auch die neuen Formen des elektronischen Informationsaustausches unter die Lupe. Eigentlich sollte dort fehlerfreies und vorbildliches Deutsch gesprochen und geschrieben werden. In der Praxis ist immer häufiger das Gegenteil der Fall. Mangelnde Sprachbeherrschung, kein Interesse und der hohe Zeitdruck bei der Produktion der Inhalte führen zu einer Häufung von Fehlern. Grammatik, Sinnzusammenhänge und die stilistische Einheitlichkeit werden verletzt.
Gegen die Verdrängung des Deutschen durch Anglizismen
Noch größere Gefahren für die deutsche Sprache kommen aus dem Englischen. Durch die fortlaufende Hereinnahme von englischen Fremdwörtern wird das Deutsche verdrängt. Auch dem stellt sich der Verein Muttersprache klar entgegen. Dazu kommt die Pflege des österreichischen Deutsch, das davor bewahrt werden soll, durch bundesdeutsche Ausdrücke verdrängt zu werden. In der jüngsten Ausgabe der Wiener Sprachblätter widmet sich diesem Thema der langjährige Universitätsprofessor für Allgemeine und Diachrone Sprachwissenschaft in Klagenfurt, Heinz-Dieter Pohl.









Kommentare
Wenn
man sich für Sprache an sich und für die deutsche im Besonderen interessiert, ist man mit dieser Zeitschrift bestens bedient. Ich habe sie schon viele Jahre abonniert.
Und, gleich im Vorfeld, sie hat GAR NICHTS mit rechter Ideologie zu tun, keine Sorge also, ihr linken Geiferer, ihr könnt sie auch lesen, schadet euch nicht, mal etwas für die Bildung zu tun.
?
http://www.uni-klu.ac.at/main/inhalt/uninews_1740.htm
Was ist nur passiert mit euch? Odin hilf!
Neuen Kommentar schreiben
- Die Meinungsfreiheit bewegt sich im Rahmen der geltenden Gesetze. Wer zu Gewalt aufruft oder gegen Teile der Bevölkerung hetzt, kann die Meinungsfreiheit für sich nicht in Anspruch nehmen. Ebenso gilt dies bei Beleidigungen oder Anschuldigungen gegenüber konkreten Personen. Wer die Gesetze missachtet, muss damit rechnen, straf- oder zivilrechtlich verfolgt zu werden. Als Betreiber sind wir bei entsprechenden Ermittlungen zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet.
- In der Diskussion mit anderen Kommentatoren erwarten wir einen respektvollen und höflichen Umgang, auch wenn verschiedene Meinungen aufeinander prallen.
- Beziehen Sie sich in ihren Kommentaren bitte auf das Thema des Artikels.
- Sollten Sie sich durch den Inhalt eines Kommentars in Ihren Rechten verletzt fühlen, kontaktieren Sie uns bitte unter kontakt@unzensuriert.at.
Unzensuriert.at behält sich vor, Kommentare wegen Verstößen gegen diese Regeln zu löschen und in besonders krassen Fällen oder bei Wiederholung einzelne Benutzer zu sperren.Die Länge der Kommentare ist auf 1.000 Zeichen begrenzt.