Kölner Zeitung warnt vor DITIB
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„Achtung! Sie stehen vor türkischem Territorium“ angebracht.
Foto: www.pi-news.net
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Deutschland„Achtung! Sie stehen vor türkischem Territorium“, steht in großen Lettern auf einem Schild, das vor der riesigen Baustelle der DITIB-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld hängt. Im kommenden Jahr soll das fünfstöckige Gebäude mit einer 35 Meter hohen Kuppel und zwei 55 Meter hohen Minaretten eröffnet werden und zumindest 1.200 Menschen Platz für die Ausübung ihres Glaubens bieten. Neben den Gebetsräumen sind im Gebäudekomplex auf rund 16.500 Quadratmeter Nutzfläche auch eine Bibliothek, Schulungs- und Seminarräume, Flächen für Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe und eine Tiefgarage vorgesehen. Die Baukosten werden sich, abzüglich der Kosten für die Gestaltung des Straßenumbaus und der Steuern, auf knapp über 30 Millionen Euro belaufen. Nicht zuletzt, weil sich die Bauherrin mit ihrem Architekten Paul Böhm überwarf. Finanziert wird das Projekt neben privaten Spenden überwiegend vom türkischen Staat. Auch Fördergelder aus Brüssel soll sich der Trägerverein abholen können, denn die Koranschule gelte als Bildungseinrichtung und sei damit förderwürdig, heißt es.
Was hat es nun mit dem Schild auf sich, das auf den ersten Blick nach einer öffentlichkeitswirksamen Aktion von lokalen Moscheegegnern aussieht? Es ist viel mehr als eine simple Warnung vor dem umstrittenen Kuppelbau. Es geht darum, auf den problematischen Umstand hinzuweisen, dass es sich bei dem Trägerverein Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) um einen verlängerten Arm der Türkei und des türkischen Staates handelt. Der seit 1984 bestehende Dachverband türkisch-islamischer Moscheegemeinden – zugleich die mitgliederstärkste Migrantenorganisation in Deutschland und Erbauerin von hunderten Moscheen im ganzen Land – untersteht nämlich der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet) in Ankara, welches dem türkischen Präsidialamt angegliedert ist. Damit ist indirekt Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zuständig.
Verein wegen ultra-nationaler Ausrichtung in Verruf
Kritiker halten der DITIB vor, eines ihrer Vereinsziele, „die Pflege der nationalen Identität unter den türkischen Einwanderern“, sei für ein friedvolles Miteinander mit der autochthonen Mehrheitsbevölkerung nicht förderlich. Die Islambeauftragte der SPD, Lale Akgün, warf dem Verein „Machtgelüste” und „reaktionäre Gesinnungen” vor. Als einem Ableger der staatlichen türkischen Religionsbehörde gehe es der DITIB nicht um Religion, sondern um die „Deutungshoheit über das Soziale”. Als Beispiel führte sie einen im Internet publizierten Leitfaden der türkischen Behörde Diyanet für „gute und vorbildliche muslimische Frauen” ins Treffen, worin diesen untersagt wird, alleine zu reisen. Weiters vertrieb die DITIB eine Islam-Fibel mit dem Titel „Erlaubtes und Verwehrtes“ des türkischen Islamwissenschaftlers Hayrettin Karaman, in welcher das Schlagen von Ehefrauen als adäquates Verhalten dargestellt wurde. Gegenstand der Kritik sind auch die Rekrutierung der islamischen Geistlichen aus der Türkei und deren mangelnde Sprachkenntnisse und begrenzte Dienstzeit, welche die Imame daran hindern, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten in den jeweiligen Ländern vertraut zu machen.
Die Idee zu dem Schilder-Aktionismus stammt nicht von Thilo Sarrazin, Politikern der Pro-Bewegung oder Rechtsaußen-Vertretern, sondern überraschenderweise vom Chefredakteur des Kölner Stadtanzeigers (KSTA), Peter Pauls. In seinem Artikel „Die DITIB brüskiert Deutschland“, später entschärft in „Die DITIB brüskiert Köln“, meint der Chef des sonst so moscheefreundlichen Blattes, dass vor dem Rohbau der Kölner Zentralmoschee an der Inneren Kanalstraße eigentlich ein solches Schild stehen müsste. „Denn der Bauherr, die Türkisch-Islamische Union (DITIB), geht mit ihrem deutschen Partner um, als handele es sich bei dem Gotteshaus um türkisches Hoheitsgebiet.“
Führungswechsel wurde nur über Ankara kommuniziert
Anlass für seine harsche Kritik ist der jüngste Führungswechsel im Verein. Der bisherige Vorsitzende der DITIB, Ali Dere, sowie die weiteren Vorstandsmitglieder Zekeriya Altug (Hamburg und DITIB-Nord) und Erdinc Altuntas (Stuttgart und DITIB Baden-Württemberg) sind aus dem Vorstand ausgeschieden. An der Spitze steht nunmehr der Theologe Izzet Er, türkischer Staatsbeamter und bisheriger Botschaftsrat in Frankreich. Sein Stellvertreter, Halife Keskin, gehört zum diplomatischen Corps der Türkei in Belgien. Der dritte Neue, Bekir Alboga, war von Oktober 2007 bis März 2008 Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland und fungiert ab sofort als stellvertretender Generalsekretär und Vereinssprecher.
Soweit ist die Rochade an der Spitze nichts Ungewöhnliches. Ärgerlich ist für Pauls jedoch der Umstand, dass über den Austausch an der Spitze nur türkische Medien Bescheid wussten. Von der DITIB selbst kam keinerlei Information. Auch der Beirat der Organisation, der eigens für Transparenz gegründet wurde und die „Brücke zwischen den Anliegen der DITIB und dem Informationsbedürfnis und den Interessen der Nachbarschaft und der Bevölkerung verstärken“ soll, musste die Nachricht einige Tage später aus der Presse entnehmen. Für Pauls „ein erneuter Tiefpunkt, nachdem die Organisation bereit im vergangenen Jahr im Streit über angebliche Baumängel an der Moschee ein Desaster in der öffentlichen Kommunikation erlebt hatte“.
Lokalpolitiker zeigten sich verärgert
Ungewöhnlich heftig fiel auch die Reaktion der Lokalpolitiker aus. „Das Vorgehen der DITIB ist ärgerlich und unprofessionell“, so Beiratsmitglied und Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) zum EXPRESS. „Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass die DITIB den Beirat gar nicht will. Ich kann die DITIB nur warnen, die freundschaftliche Unterstützung des Beirats als Vertreter der Bevölkerung aufs Spiel zu setzen.“ Ehrenfelds Bürgermeister Jupp Wirges (SPD) vermutete aufgrund der ungewöhnlichen Vorgangsweise einen Politikwechsel. „Kontinuierliche Arbeit für das Projekt wird so unmöglich gemacht.“ „Es wäre schön, so etwas nicht aus der Zeitung zu erfahren“, ergänzte der FDP-Fraktionschef im Stadtrat, Ralph Sterck.
Im Verein erklärte man die nicht vorhandene Informationspolitik mit Personalengpässen in der Presseabteilung. Die in den Medien erhobenen Vorwürfe wies man jedoch zurück. Zudem habe man im Vorstand nun einen Ansprechpartner für die Presse geschaffen, um solche Engpässe künftig zu vermeiden. KSTA-Chefredakteur Peter Pauls kommt dennoch zu einem wenig freundlichen Fazit: „Zurzeit muss man konstatieren, dass diese Moschee auch für Intransparenz und eine verletzende Achtlosigkeit den Kölnern gegenüber steht.“
Kommunikationsfehler als Ablösegrund
Übrigens: Grund für die Austausch der DITIB-Spitze sollen neben einer stärkeren Hinwendung zur Türkei die zahlreichen Kommunikations-Pannen der vergangenen Monaten im Zusammenhang mit dem Bau der Zentralmoschee gewesen sein. „Vor allem das Versagen der öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung der DITIB beim Bau der Zentral-Moschee in Köln wurde immer wieder Diskussions-Thema in den Reihen der Organisation“, heißt es auf dem deutsch-muslimischen Nachrichtenportal Islam-Blogger. Ob Neo-Vorsitzender Izzet Er den Beirat als Schnittstelle zur Kölner Bevölkerung bewusst außen vor lies, um die Machtverhältnisse zu demonstrieren, oder ob die Kommunikation tatsächlich mit Eigenfehlern behaftet war, kann nur vermutet werden. Es wirft jedenfalls kein Gutes Licht auf die Führungsperson des größten muslimischen Vereines in Deutschland, bereits am ersten Tag die Negativgewohnheiten aus den alten Tagen zu übernehmen. Vor allem eine Abkehr vom türkischen Ultrapatriotismus im Sinne eines integrativen Ansatzes seiner Mitglieder in die deutsche Gesellschaft würde der DITIB gut tun. Dann müssten Unbekannte auch keine Warnschilder installieren.









Kommentare
Herrlich, daß ich auch DAS
Herrlich, daß ich auch DAS noch erleben kann- und zwar schneller, als noch vor einiger Zeit zu vermuten war.
Dieser Bunker ist noch nicht bezugsfähig und schon wird in Ansätzen sichtbar was sämtliche Moschee-Gegner voraussahen.Geradezu lustig ist es, wenn u.a. die schleimenden hohlköpfigen Oberhetzer Schramma(CDU)und Wirges (SPD)jetzt klagen, weil die Moslems nicht so wollen wie sie in den Träumen auch dieser zwei Islam-Freunde sollten.Beachtenswert ist auch,daß ein Mann der Kölner Zeitung aktiv wird, die bis jetzt "ALLES" niedergebügelt und jeden diffamiert und beleidigt hat,der Vorbehalte gegen diesen Moschee-Bau hat und deshalb den Bau verhindern wollte.
Mit evangelischer und katholischer Kirche, mit Caritas,Arbeiterwohlfahrt,dem gesamten etablierten Parteienspektrum, der DKP, der Linken,der Antifa und wie die Verbrecherorganisationen heißen,den lokalen s.g. Popgrößen, wollten Schramma, Co. und Günstlinge in ihrer
Einheitsfront "die braune braune Gülle" wegspülen.
Forts.: --> Herrlich, daß ich auch DAS//--
Und tatsächlich ist es dieser "vereinten Bande psychisch und geistig Defekter mit tatkräftiger Mithilfe der von weit herangekarrten Polizeikräfte gelungen,daß die "braune Gülle" - bestehend aus Menschen,die teils von weit her, gar aus dem Ausland,kamen- die im GG garantierten Rechte nicht wahrnehmen konnte.
Dennoch: schon jetzt zeichnet sich ab, daß diese Verblendeten sich bestenfalls eines Pyrrhussieges erfreuen können; und das ist erst der Anfang- vom "Dicken Ende" werden auch Schramma, Wirges und Konsorten nicht auf immer verschont werden.
Polen Türken
@brigitta
Polen sagten mir das es dort jetzt von Türken nur so wimmelt.Vielleicht sind es auch Turkvölker aus der ehemaligen UDSSR...die Türkei hat übrigens mit China vereinbart 50TAUSEND(!!!)Imame auszubilden.
@ Herbie
@ Herbie
Nun,dass es jetzt dort vor Türken wimmelt, ist zwar traurig,sagt mir aber,dass Polen entgegen ihrer Landeshymne sich nun endlich auch von- wem sag ich nicht geschlagen geben müssen. Es ist ein stolzes Volk,das muss man zugeben,aber zerrieben von der geograhischen Lage und benützt von Menschen,die diesen Stolz auch noch unterstützt haben-wohl wissend,dass sie auch das stolze Polen noch einmal kriegen werden! Die Kriegsvorbereitungen für den 2. Weltkrieg haben sie somit auch umsonst gemacht! Sie sind in der Maschine-wie wir alle! Schade,dass sie das bis heute nicht erkennen!
Derivat ist gut,kommt aber
Derivat ist gut,kommt aber nicht ganz hin. Es werden schon für ganz Europa eigene auf die Bevölkerung angepasste Programme zurechtgeschnitzt! So hat die Religionsbehörde der Türkei-Der Vater der Türken rotiert im Grab,aber er war auch nur ein einfacher Befehlsempfänger-schon ein eigenes Programm für Polen entwickelt! man bedenke Polen! Die ersten Förderungen der EU Richtung Polen haben das kräftig unterstützt!Ganz Europa mitsamt seinem Nobelpreis,lässt sich auf der Nase herumtanzen! Aber wehe,wehe,wenn ich an das Ende sehe!
...vor türkischem Territorium ...
Könnte man da nicht einigen Syrern, die sicherlich auch in BRD vertreten sind, einen Tip geben?
Nicht zu vergessen, gibt es auch hierzulande ein Derivat dieser Organisation, die nennt sich ATIB.
dfW
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