Misstrauenssteuer: Abgaben auf Silbermünzen verdreifacht

19. Oktober 2012 - 16:00
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Käufe von Silbermünzen sollen höher besteuert werden.
Foto: Nightflyer / wikimedia (CC BY-SA 3.0)

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Finanzkrise

Der Euro taumelte in eine Vertrauenskrise. Die Devise vieler Anleger lautet „Gold statt Griechenland“. Gold und Silber gelten gerade in Krisenzeiten als sichere und begehrte Investments. Die deutsche Bundesregierung scheint dem Sicherheitsbedürfnis der Anleger jetzt einen Riegel vorschieben zu wollen. Die Mehrwertsteuer auf Silbermünzen soll nahezu verdreifacht werden.

Krisenfestes Tafelsilber

In den letzten Jahren haben Gold und Silber – von kurzfristigen Schwankungen abgesehen – eine Preisrallye an den Märkten hingelegt. Anleger wurden durch die Geschehnisse rund um den Euro verunsichert. Die Maßnahmen der Politik scheinen kaum vorhersehbar zu sein, ebenso wie das Verhalten der Europäischen Zentralbank. In unsicheren Zeiten gelten Investments in Edelmetalle als besonders attraktiv und lukrativ. Schließlich können diese beiden Mineralien nicht beliebig vermehrt werden – Papiergeld sehr wohl.

Die deutsche Bundesregierung plant, den Mehrwertsteuersatz auf Silbermünzen von 7 auf 19 Prozent zu erhöhen. Damit nähert sich die Bundesrepublik dem österreichischen Satz von 20 Prozent bedenklich an. Begründet wird die umstrittene Maßnahme mit erforderlichen Harmonisierungen der Steuersätze. Ansonsten drohe Deutschland ein EU-Strafverfahren. In der Argumentation des Finanzministeriums ging allerdings unter, dass der Erwerb von Silbermünzen etwa in Estland gänzlich steuerfrei ist. Trotz aller Kritikpunkte soll die Regelung mit 1. Jänner 2013 in Kraft treten. Banken und Edelmetallhändler laufen Sturm. Die Effekte auf den Markt seien fatal. Silberkäufe würden sich in die Schweiz verlagern. Der deutsche Fiskus würde „hohe zweistellige Millionenbeträge“ an Steuereinbußen hinnehmen müssen, befürchten Bankverbände. Steuerliche Restriktionen beim Ankauf von Silber liegen nicht im internationalen Trend. In Singapur können Gold- und Silberanlagen in Zukunft ohne steuerliche Belastung erworben werden. 

Misstrauen wird besteuert

Wo manche unzweckmäßige Steuern sehen, wollen andere Pläne der Mächtigen erkennen. Die deutsche Bundesregierung wolle vom Misstrauen der Bürger in den Euro profitieren. So warnt etwa der renommierte Edelmetallkenner Bruno Bandulet: „Das ist ein Warnsignal für alle Goldkäufer. Schäuble greift nach jeder Möglichkeit, die Leute abzukassieren.“ Demnach würde es sich bei der Erhöhung also um eine Art Misstrauenssteuer handeln.

Kurztitel: 
Misstrauenssteuer auf Silbermünzen
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Kommentare

Kaufen, Kaufen und nochmals Kaufen. Die Stuer auf Silber ist eigentlich wurscht. Die Kurse werden noch kräftig steigen. Jeder Euro, der für EM ausgegeben wird, ist ein Euro weniger für die Bankenmafia. EM-Anlage ist die letzte wirklich anonyme Anlagemöglichkeit. Bitte nutzen.

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der Staat steckt denen dann das Geld halt so in den Allerwertesten. Und wenn er die Hilfe des ESM in Anspruch nimmt, wo wir gar nichts mehr zu sagen haben.

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Die EU ist eine politische Verschwörung geldschöpfender Minoritäten, welche die Völker Europas über ihr Zentralbankensystem und korrupte elitäre politische Einrichtungen wie etwa die EU unterjocht haben. Jede Harmonisierung der Gesetze ist deshalb ein Verbrechen am demokratischen Souverän (dem Volk), zu dessen Gunsten die Geldschöpfung erfolgen müßte wenn wir in einem demokratischen Rechtsstaat leben würden.

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Ich vermute, der Staat hat das einmal in die Runde geschmissen und angedacht, - ich kann mir aber nicht vorstellen, daß das vom Bundesfinanzministerium tatsächlich im Kabinett durchgesetzt werden kann. Das wäre ja ganz eindeutig als Bankenbevorzugung zu klassifizieren und vermutlich sogar EU-wettbewerbswidrig. Warum soll eine Geldanlage in Silber mit 19% besteuert werden und ein Bausparvertrag, Sparbuch oder Festgeld steuerfrei sein? Das wäre eine ungerechtfertigte Wettbewerbsverzerrung, die auch noch zum Nachteil der Verbraucher ist, weil Verbraucher dann förmlich gedrängt werden, ihr Geld bei den Banken zu einem Zinssatz unterhalb der Inflationsrate anzulegen, statt es krisensicher in Edelmetallen anzulegen.

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In Österreich eh schon 20%. Warum sollen die Deutschen nicht 19% zahlen.In Österreich Briefporto 62 cents, in D. nur 55 jetzt auf 59 erhöht. Ein elektrischer Rollstuhl kostet in D. nur 2.300 Euro. In Österreich selbe Marke 3.ooo.- Jedes Buch kostet in Österreich mehr als in D. und von den Lebensmitteln nicht zu reden. Wir Österreicher sind die Deppen. Das kommt immer wieder an die Sonne!

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Wenn Sie die "Mary" sind von der ich auch hier schon viel Verünftiges gelesen habe, dann muß ich zu obigem Beitrag sagen: Mary, Mary,Sie überraschen mich --unangenehm!
Papa Joe zeigt den richtigen Weg!!!
Warum muß immer "zum Negativen harmonisiert werden."
Die Anpassung hin zum Günstigsten,zum Besten,etc. gibt Sinn und hebt Standard,Leistung und Bereitschaft.
Es ist wie in der Bildung in dieser BRD: damit ALLE partizipieren,wird nach unten nivelliert --der s.g. Gerechtigkeit und Gleichheit wegen!

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Die Forderung muß lauten:

Österreich auch 7% auf Silbermünzen.
Jedes in Österreich gekaufte Buch muß ebenfalls billiger werden.
Die Rollstühle dürfen nicht mehr kosten als in Deutschland.
Die Steuern müssen bei uns auch herabgesetzt werden.

Aber nicht, daß auch die Deutschen mehr zahlen müßen und sollen.

Die EU-Beamten, die müssen mehr zahlen und dürfen nur wenigerVF verdienen, die Leben auf unsere Kosten im Paradies.

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