Metaller-Lohnabschluss über Inflation, aber deutlich unter Produktivitätssteigerung

20. Oktober 2012 - 9:26
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Die Löhne der Metallarbeiter steigen um höchstens 3,4 Prozent.
Foto: ME-Arbeitgeber / flickr (CC BY 2.0)

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Industrie

Am Freitag Vormittag konnten sich nach einem 17 Stunden dauernden Verhandlungsmarathon die  Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften auf einen neuen Kollektivvertrag für die Metaller einigen. Die neu verhandelten Löhne und Gehälter steigen um bis zu 3,4 Prozent, was knapp über der offiziellen Inflationsrate von 2,7 Prozent liegt. Die Verhandlungen wurden für 120.000 Arbeiter und Angestellte in der Metallwarenindustrie geführt. Die Arbeitgeber konnten die von ihnen geforderte Arbeitszeitflexibilisierung nicht durchsetzen, die Gewerkschaften mussten sich dafür mit einem niedrigeren Abschluss als im Vorjahr zufrieden geben. 2011 hatte die Metaller-Gewerkschaft 4,2 Prozent Erhöhung erkämpft. Weiters wurde der Mindestlohn auf 1.636 Euro hinaufgesetzt. Die Erhöhungen gelten ab 1. November.

Rasche Einigung - Signal für weitere Branchen

Mit der Rechtfertigung, dass 2011 ein starkes Jahr mit einer Produktiviätssteigerung von 6,6 Prozent war, forderte die Gewerkschaft eine Erhöhung von 5 Prozent. Jedoch stellten sich dabei die Industriellen massiv quer, denn diese hatten höchstens 2,8 Prozent angeboten mit der Bedingung, die Arbeitszeit künftig von den einzelnen Betrieben regeln zu lassen. Trotz der ursprünglich stark divergierenden Positionen kam einen Einigung heuer rasch zustande. Der Lohnabschluss der Metaller gilt als Signal für die weiteren Branchen. Als nächstes starten die Verhandlungen bei den Handelsangestellten. Die Gewerkschaft fordert hier eine Erhöhung des Mindestlohns auf 1400 von derzeit 1350 Euro.

Kurztitel: 
Metallerabschluss knapp über Inflation
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