Hans-Werner Sinn befürchtet Einführung von Eurobonds
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Bundesverfassungsgericht, Deutschland, Angela Merkel, Hans-Werner Sinn, Währungsunion, Ifo-Institut, ESM, Eurobonds
wahrscheinlich.
Foto: IW Köln / flickr (CC BY-SA 2.0)
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FinanzkriseDie Richter des Karlsruher Bundesverfassungsgerichts haben den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) für zulässig erklärt. Jetzt droht der nächste Schritt in die Schuldenunion: Eurobonds. Bisher beteuerte die deutsche Bundesregierung, die Schulden innerhalb der Währungsunion nicht zu vergemeinschaften. Der Ökonom Hans-Werner Sinn prophezeit, dass trotz aller Versprechungen in Zukunft mit Eurobonds zu rechnen ist.
Verstümmelte Wunderwaffe
Staatliche Haushaltsdefizite werden durch Staatsanleihen finanziert. Der Zinssatz spielgelt das Risiko der Investoren wieder. In der Folge müssen Staaten wie Spanien und Italien wesentlich höhere Renditen in Aussicht stellen als etwa Deutschland oder Österreich. Die Einführung des Euro führte zu einer Angleichung der Zinssätze. Die Finanz- und Schuldenkrise hat wieder zu einem Auseinanderdriften geführt. Länder wie Griechenland und Spanien sind durch das hohe Zinsniveau auf ihre Anleihen von den Finanzmärkten faktisch abgeschnitten. Der umstrittene ESM sollte Abhilfe schaffen. Doch die Karlsruher Verfassungsrichter haben die Banklizenz des ESM gekippt. Die Kapazitäten der vermeintlichen Finanzwunderwaffe sind in der Folge begrenzt. Der Chef des deutschen Ifo-Institutes, Hans-Werner Sinn, erläutert die Konsequenzen:
Da das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil die Banklizenz für den ESM kassiert hat, müsste die Bundesregierung erneut an das Parlament herantreten. Dem damit verbundenen Ärger dürfte sie auszuweichen versuchen, indem sie ihren Widerstand gegen Euro-Bonds aufgibt. Kommen nämlich die Gemeinschaftsanleihen, wäre erst einmal Ruhe.
Der eingeschlagene Kurs werde nicht verlassen: "Nach Lage der Dinge muss man davon ausgehen, dass der politische Rettungsaktionismus beim ESM nicht Halt macht."
Des Pudels Kern
Eine Lösung wären Eurobonds freilich nicht. Die verschuldeten Länder kämen abermals – wie schon bei der Einführung des Euro – in den Genuss niedrigerer Zinsen. Der Reformdruck würde geringer und damit wohl auch der Wille der Politik, Reformen durchzusetzen. Bisher sprachen sich Angela Merkel und die Bundesregierung gegen die Einführung gemeinsamer Anleihen aus. Der Zinssatz würde einem Mix der beteiligten Länder entsprechen. Für die Bundesrepublik bedeutet dies im Ernstfall eine steigende Belastung. Deutschlands Staatsanleihen versprechen die niedrigsten Zinsen. Allerdings hat Angela Merkel im Verlauf der Zeit bisher alle Forderungen des wirtschaftlich schwächeren Südens der Eurozone erfüllt.









Kommentare
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China etc. reiben sich schon die Hände, da sie nicht nur die USA, sondern wie's aussieht in Kürze auch die schuldentopfgeplagten Vereinigten Staaten von Europa finanziell am Bandl haben werden.
der große wirtschaftsexperte helfried
hat gesprochen. und der weiß es ja besser.
wir wollen absolut freie marktwirtschaft - aber ohne fremde!
viel spaß auch weiterhin im braunen sumpf!
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ok, bin ja gar kein Wirtschaftsexperte (da hat der noch-viel-besser-Wisser recht) und daher bleibt mal zu hoffen, dass ich nicht recht behalte.
Viel Spaß auch weiterhin im undefinierbaren Sumpf.
Eurobonds
Der Geschäftsführer der Deutschen Finanzagentur rechnet auch damit dass Eurobonds bald kommen werden. Die Schulden und die Zinsen dafür seien zu hoch, dass das noch lange gut geht.
Und um das deutsche Sozialsystem zu stärken befürwortet er die Rente mit 70, ohne Zwischenschritte über die 67.
Wo wird das Deutschland und Europa schlussendlich hinführen?
Mehr zu dem Thema habe ich auf der Seite des Finance-Magazin gelesen
http://www.finance-magazin.de/maerkte-wirtschaft/kapitalmarkt/eurobonds-...
Eurobonds.
Selbstverständlich kommen die. Was die IM Erika Merkel aus der kommunistischen DDR verdammt, wird wenig später wahr. Aufpassen, was die sagt und das Gegenteil annehmen.
Niedergang der €urokratie
Europa braucht eine nicht-grüne Ökopolitik. Die herkömmlichen Religionen und der Atheismus müssen bekämpft werden. Freireligiosität und Naturforschung sollen gefördert werden. Die Nato wird in Afrika und Vorderasien scheitern. Parallel dazu verläuft der Niedergang der €urozone. Mehr dazu unter
www.esopolice.wordpress.com