Nur drei Studenten bei Islam-Studiengang in Nürnberg
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an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen/Nürnberg eingeschrieben.
Foto: Akriesch / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
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DeutschlandInsgesamt zwanzig Millionen Euro investiert die Bundesrepublik Deutschland an vier Zentren für den Studiengang „Islamische Theologie“. An den Universitäten in Tübingen, Frankfurt/Gießen, Münster/Osnabrück und Erlangen/Nürnberg sollen Imame und islamische Religionslehrer für den Einsatz in den Moscheen und Schulen des Landes ausgebildet werden. Dabei wird ihnen eine „bekenntnisbezogene Wissenschaft vom Islam“ vermittelt, die einen substanziellen interreligiösen Dialog ermöglichen soll.
Obwohl die größte nordbayrische Universität, die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Erlangen/Nürnberg, mit aktuell 35.473 Studierenden einen neuen Rekord verzeichnet, ist der Andrang auf den neuen Bachelor-Studiengang „Islamisch-Religiöse Studien“ äußerst gering. Für das Wintersemester haben sich nach Informationen der Tageszeitung Die Welt lediglich drei Frauen eingeschrieben – und das erst im letzten Moment. An den übrigen Islamzentren sind Frauen ebenfalls stark in der Überzahl. Probleme hat man in Erlangen/Nürnberg auch mit geeigneten Professoren. Knapp vor Beginn des Studiengangs konnten nur zwei der vier Lehrstühle besetzt werden. Eine Professur bleibt im Wintersemester sogar vakant und wird vertreten.
Bekenntnisorientiertes Studium schreckt konservative Muslime ab
Zurückzuführen ist die Skepsis gegenüber dem Studium auf die bekenntnisorientierte Auslegung, meint Professor Harry Harun Behr, der als Leiter des Islamzentrums in Mittelfranken von Anfang an als Hochschullehrer gesetzt war. Der 50-jährige gebürtige Koblenzer konvertierte 1980 zum Islam und leitet schon seit 2006 die islamische Religionslehrerausbildung in Erlangen/Nürnberg. Für konservative Muslime stehe die historisch-kritische Analyse der Frage, ob der Koran tatsächlich von Gott geschrieben wurde, völlig außer Frage. Behr wehrt sich gegen solch eine dominante Auffassung und fordert eben genau diese Distanz zur heiligen Schrift des Islam, so wie sie auch in der christlichen Theologie üblich sei.
Imame bleiben weiterhin von außen beeinflusst
Ein weiteres Problem sei die Überqualifikation für den Beruf als Prediger. „Wer die Islamisch-Religiösen Studien absolviert hat, ist ohnehin überqualifiziert für den Imamberuf“, argumentiert Behr. Dabei war die Ausbildung von Imamen für die etwa 2.500 Moscheen im Land einer der Hauptgründe für die Errichtung der Islamzentren, um eine bessere Kontrolle über die Predigtinhalte zu haben. Nach einer Studie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ist nur jeder Zwanzigste der etwa 1.250 hauptamtlichen und rund tausend ehrenamtlichen Imame in Deutschland geboren. Nach Schätzungen des Zentralrats der Muslime stammen über 90 Prozent aus der Türkei. Zwei von drei Imamen bleiben weniger als zehn Jahre im Land und haben dementsprechend geringe Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur.
In den Gemeinden der DITIB, mit rund 800 Moscheen der größte muslimische Verband in Deutschland, kommen ausnahmslos türkisch sprechende Imame, sogenannte Religionsbeauftragte, zum Einsatz. Ausgewählt werden sie in ihrem Heimatland von der türkischen Religionsbehörde Diyanet, in der Vertreter verschiedener Ministerien sitzen. In ihrem Gastland unterstehen sie – quasi als Diplomaten – den Attaches für religiöse Dienste der türkischen Generalkonsulate und verbreiten dort den türkischen Staatsislam. Über die Kultur und das Grundwerteverständnis in ihrem Einsatzgebiet wissen sie oftmals wenig, auch, weil sie meist nur für ein bis fünf Jahre den Moscheen zugeteilt sind.









Kommentare
islam
Das sind schon drei Musels zu viel in Nürnberg die blöden Deutschen haben Ihre Heimat längst verraten und verkauft
"verkauft ..."
Bemerkenswert, um nicht zu sagen "merkwürdig", hier einen "negativen Verkaufserlös" in zig-Milliarden Höhe zu monieren.
'Verraten haben' (die Deutschen und auch uns) die eigenen Machthaber allerdings. Was in einer funktionierenden Demokratie Folgen haben sollte.
Die nächsten Wahlen werden den Geisteszustand der Bürger widerspiegeln.
Mal sehen ...
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