Warnung vor GPS-Schlüsselanhängern ist Falschmeldung
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Tankstelle, Parkplatz, Schlüsselanhänger, GPS, Dieb, Einbrecher, Kettenbrief, Kriminalität, Hoax, Falschmeldung, Bundeskriminalamt, Facebook, TU Berlin, Polizei, OMV
Tankstellen verschenken. Allerdings handelt es sich um eine Falschmeldung.
Foto: Amazon.de
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KonsumentenschutzEs klingt wie eine Szene aus einem Fernsehkrimi: Einbrecher verteilen an einer Tankstelle kostenlose Schlüsselanhänger, die mit einem versteckten GPS-Sender ausgestattet sind. Auf diese Weise machen sie die Wohnorte ihrer Opfer ausfindig und können dann zielgerichtet und ungestört zuschlagen, wenn die Betroffenen außer Haus sind. Derzeit verbreitet sich genau diese Meldung im Internet. Freunde, Kollegen, Verwandte und andere Personen sollen die Nachricht umgehend weiterleiten, um weitere vor dieser „neuen Form der Kriminalität“ zu warnen. Konkret heißt es:
Momentan verteilen kriminelle Diebesbanden Gratis-Schlüsselanhänger an Tankstellen und auf öffentlichen Parkplätzen. Diese Schlüsselanhänger sind mit einem GPS versehen. Die Diebe zielen wohlhabend aussehende Personen ab und versuchen auf diese Weise deren Wohnort ausfindig zu machen. Die Schlüsselanhänger sind gut gemacht, sehen gut aus und werden aus diesem Grund leicht angenommen. Bitte informiert Freunde und Bekannten darüber!
Was technisch gesehen durchaus möglich ist und deshalb besonders glaubwürdig erscheint, ist in Wahrheit aber eine Falschmeldung, ein sogenannter „Hoax“. Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet Jux, Scherz oder Schwindel. Als „Hoax“ werden kettenbrief-artige Falschmeldungen bezeichnet, die per E-Mail oder auf anderen elektronischen Wegen, zum Beispiel über SMS, MMS oder Facebook verbreitet, von vielen für wahr gehalten und anschließend weitergeleitet werden.
Selbst Polizei fiel auf Warnung herein
Die Meldung über kostenlose Schlüsselanhänger mit GPS-Modul stammt aus dem englischsprachigen Raum und kursiert bereits seit 2008 im Internet, berichtet die Technische Universität Berlin, die sämtliche Falschmeldungen auf einer eigenen Internetseite dokumentiert. Auch das Bundeskriminalamt hat den Schwindel mittlerweile auf Facebook bestätigt. Nichtsdestoweniger fielen selbst einzelne Polizeidienststellen und namhafte Unternehmen wie der international tätige Ölkonzern OMV darauf herein. In einem Brief vom 18. Oktober warnte man die Tankstellenbetreiber in Österreich und Deutschland vorsorglich über die Machenschaften krimineller Diebsbanden.
Grund zur Vorsicht ist bei solchen Dingen allemal geboten. Wie heißt es so schön: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Besser einmal einer Falschmeldung aufsitzen, als womöglich eine Warnung ignorieren und dann draufzahlen.









Kommentare
Was hätten Einbrecher davon?
Häuser gibt es genug. Wieso sich Leute an der Tankstelle aussuchen? Fahren die einen Ferrari, der in der Auftragsliste steht?
Und wenn der Besitzer das Haus verlässt, was man laut GPS vermuten könnte, sind halt die anderen Familienmitglieder daheim. Macht alles keinen Sinn.
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