Eurokrise: Zentralisieren, was das Zeug hält
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Europäische Union, Euro, Eurokrise, Banken, Bankenaufsicht, Börse, Brüssel, Zentralismus, Budget, Eurobonds, Herman Van Rompuy, Schuldenunion, Österreich, Deutschland, Niederlande
Foto: www.andreas-moelzer.at
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Andreas MölzerVergangene Woche stand einmal mehr ein Gipfel der Staats- und Regierungschefs ganz im Zeichen der Eurokrise. Und wie schon bei zahlreichen Gipfeltreffen zuvor wurden auch diesmal halbherzige, wenn nicht gar falsche Maßnahmen zur Beendigung der Schuldenkrise in der Eurozone beschlossen.
Kommentar von Andreas Mölzer
Dass im Laufe des kommenden Jahres eine europäische Bankenaufsicht geschaffen werden soll, die die Finanzindustrie stärker und effizienter kontrollieren soll, ist zwar gut und richtig. Aber einen substantiellen Beitrag wird die Bankenaufsicht nicht leisten können. Denn dazu bedarf es einer Totalreform der Währungsunion, was insbesondere bedeutet, daß Mitglieder, welche die Voraussetzungen zu Teilnahme nicht erfüllen können oder wollen, die Eurozone zu verlassen haben.
Wie sich auf dem Brüsseler Gipfel eindrucksvoll bestätigt hat, besteht seitens des EU-Hochestablishments jedoch kein politischer Wille, die Wurzeln des Übels endlich zu beseitigen. Ganz im Gegenteil, es soll der Irrweg des Zentralismus, der uns in die Krise geführt hat, noch stärker als bisher verfolgt werden. Geht es etwa nach dem ständigen EU-Ratspräsidenten Herman van Rompuy, dann soll es in der Eurozone ein Einheitsbudget geben und sogenannte Eurobonds, also gemeinsame Anleihen aller Euro-Staaten eingeführt werden. Mit anderen Worten: Es soll zentralisiert werden, was das Zeug hält, damit am Ende eine Schuldenunion herauskommt, aus der es für die Mitgliedstaaten kein Entrinnen mehr gibt.
Sollten van Rompuys Pläne umgesetzt werden – was nicht auszuschließen ist, wenn sich die Krise weiter verschlimmert –, dann hätte dies für die wirtschaftlich erfolgreichen Euro-Länder wie Österreich, Deutschland oder die Niederlande dramatische Folgen. Sie verlören ihre Budgethoheit, und hätten dafür voll und ganz die Schulden der europäischen Pleitestaaten zu tragen.
Andreas Mölzer ist Mitglied des Europäischen Parlaments und Herausgeber des Wochenmagazins Zur Zeit.









Kommentare
An Herrn Mölzer
Ja und??? Warum treten wir nicht aus? Ich sage es Euch: weil Ihr alle Nutznießer dieser Mafia in Brüssel seid.
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EU
der neue kommunismus heisst jetzt EU
Kommunismus
Ja, und die charakterlichen Vollinvaliden der Einheiz-Partei SPÖVP "führen" unser Land sehenden Auges da hinein -man muss diese Kreaturen abwählen und endlich juristisch zur Verantwortung ziehen, sie mit ihren gesamten ergaunerten Vermögen haftbar machen! Handhabe dazu haben sie ja bereits übergenug geliefert: u. a. begingen sie mehrfachen Verfassungsbruch (keine Volksabstimmungen bei LISSABON und ESM, Vorlage des Budgets aus wahltaktischen Gründen erst nach der Wiener Landtagswahl etc.pepe) Diese Republik ist zu einem unwürdigen Kasperltehater verkommen, besonders was die Hauptakteure anbelangt: Oder könnten Sie sich solch lachhafte Figuren wie einen Feigmann oder einen Schwindelegger, beispielsweise, in der Ära FIGL auch nur als 15. Vizebürgermeister von Hintertupfing im tiefen Walde vorstellen??? Bei uns sind solch traurige Abziehbilder K a n z l e r und V i z e k a n z l e r -das sagt alles über den Zustand der Republik aus, wie ich finde...
Plutan
Absolut richtig! Zuerst haben sich unsere " Politiker" von den Banken abhängig machen lassen und mit deren Geld die Wahlversprechen finanziert und sind somit in der Folge jetzt deren Marionetten! Allesamt! Sogar die Staatsanwaltschaftsmafia spielt hier mit! Beweis der Mord an Dr. Jörg Haider! Nach dem Motto: Schnell den Aktendeckel schließen und Schwamm drüber da es für das Bankengeschäft schädlich ist wenn darüber zulange geredet und geschrieben wird! Österreich ist ebenfalls zur Goldmann und Sachs - Diktatur verkommen! Unglaublich daß angesichts dessen noch immer Leute SPÖ und ÖVP etc. wählen! Masochisten der schlimmsten Sorte!
Plutan
Bin ganz ihrer Meinung. Dem könnte man noch vieles hinzufügen.
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