Mysterium „Goldreserven“ – Aufenthaltsort unbekannt

29. Oktober 2012 - 10:57
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Mysterium Goldreserven - Aufenthaltsort unbekannt
Foto: Bank of England / flickr (CC BY-ND 2.0)

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Goldreserven

Die Frage nach dem Aufenthaltsort der staatlichen Goldreserven ist nach wie vor ein ungeklärtes Mysterium. Das Finanzministerium wie auch die Nationalbank hüllen sich in Schweigen. Bekannt ist nur, dass die Österreichische Nationalbank (OeNB) 280 Tonnen Gold hält, was mit einem Wert von 11 Milliarden Euro fast 60 Prozent der gesamten Währungsreserven Österreichs ausmacht. Dabei wird der Wert des Goldes immer höher, da die Geldpolitik der Zentralbanken seit 2001 zur ständigen Abwertung der Währungen und zu einem steigenden Goldpreis führt. Zahlreiche Anfragen des FPÖ-Abgeordneten Gerhard Deimek zum Thema Goldreserven, deren Aufenthaltsort sowie zur Höhe der Bestände im Ausland endeten mit unbrauchbaren Antworten. Die letzte Anfrage vom August 2012 brachte zu Tage, dass das europäische System der Zentralbanken die Lagerstätten unseres Goldes nicht offen legt. Außerdem habe das Finanzministerium keine genaueren Informationen über die Goldmengen an den einzelnen Lagerorten. Transparenz scheint in diesem Fall nicht oberste Priorität zu haben.

Jetzt hat sich der Rechnungshof dazu bekannt, im Rahmen seiner Prüfung der Nationalbank auch nach den Goldreserven Ausschau zu halten. Ob der Bestand und die Aufenthaltsorte danach auch den Bürgern mitgeteilt werden, bleibt jedoch abzuwarten. Denn die Nationalbank betont, der Rechnungshof sei ohnehin bereits jetzt informiert über den Lagerort jeder einzelnen Unze.

Volksvermögen soll in den eigenen Landesgrenzen gehalten werden

Auch Deutschland und die Schweiz rätseln um ihre Goldreserven, die mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem überwiegenden Teil im Ausland lagern. Aufgrund der unsicheren Finanzsituation und der Eurokrise werden nun die Stimmen lauter, die die Rückholung des Goldes fordern. Der Wiener Ökonom Gregor Hochreiter konstatierte schon im April 2012 in der Tageszeitung Die Presse: „Die Währungsreserven sind Volksvermögen. Volksvermögen sollte auch großteils in den eigenen Landesgrenzen gehalten werden. Wir leben in einer Währungsunion, die nicht wirklich stabil ist. Da sollte man Vorsicht walten lassen.“ Doch wie soll man auf etwas Acht geben, von dem man nicht einmal weiß, wo es ist und wie viel es ist?

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Deutschland wollte sich diesem Rätselraten nicht mehr länger hingeben. Nun forderte der Bundesrechnungshof die Bundesbank auf, die Goldbarren im Ausland zu zählen. Das Resultat lautete: 3.396 Tonnen deutsches Gold in den USA, England und Frankreich mit einem aktuellen Marktwert von ca. 144 Milliarden Euro. Nun entschlossen sich die Deutschen dazu, in den nächsten drei Jahren 150 Tonnen Goldbarren aus New York nach Deutschland zu holen. Das Argument für die Aufbewahrung des Goldes im Ausland, um im Notfall schneller handlungsfähig zu sein, falls man eine Währungsreserve braucht, wird massiv angezweifelt.

EZB hat Verfügungsrecht über österreichisches Gold

Gerhard Deimek versucht bereits seit Jahren, durch eine Reihe parlamentarischer Anfragen herauszufinden, wo sich die österreichischen Goldreserven befinden. Immer wieder bekommt er unzureichende Antworten. Nur eines ist klar: Die Europäische Zentralbank hat Verfügungsrechte über unser Gold und Brüssel kann es jederzeit einfordern, um mit den Erlösen die Pleitestaaten unter die Arme zu greifen. Die souveräne Verfügungsgewalt der österreichischen Bürger über ihr Gold ist de facto nicht mehr gegeben. Aufgrund der Mauer des Schweigensentschied sich Deimek dazu, die Petition „Rettet unser österreichischen Gold“ ins Leben zu rufen, um endlich Klarheit über Österreichs Goldreserven zu bekommen. Ob der Rechnungshof dazu beitragen kann, wird sich nächstes Jahr zeigen.

Kurztitel: 
Wo ist unser Gold geblieben?
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Kommentare

wers nu immer ned glaubt, Leute des Gold is Geschichte! wie unser Freiheit und unser Neutralität unser Wohlstand unser Demokratie jetzt( Diktokratie ) und alle anderen sachen verdammt.
aber uns gehts jo e nu guad,..... euje

@Politix.at
Wos is los mit eich, denkts es blos an eich, wos is mit de kinder da zeit, wie soi mei dochter aufwochsn wenn nur nu kriag über bleibt!

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