Die SPÖ und ihre Blockwarte

28. Januar 2011 - 7:46
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		NS-Blockwarte als Vorbild der von der SPÖ geplanten neuen Hausbesorger?
		Foto: Nérostrateur / Wikimedia
NS-Blockwarte als Vorbild der von der SPÖ geplanten neuen Hausbesorger?
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Die SPÖ und ihre Blockwarte

HausbesorgerDer SPÖ-Bürgermeister von St. Veit namens Gerhard Mock hat seiner Partei ein ziemliches Eigentor geschossen. Das ist nicht weiter schlimm, weil bei den Roten ohnehin gerade modern. Mock erregte sich darüber, dass der Obmann der Kärntner Freiheitlichen im Bezirk, Herwig Kampl, SPÖ-Funktionäre als „sozialistische Blockwarte“ bezeichnet hatte. "Ich bin zutiefst erschüttert über die Wortwahl von Herwig Kampl und hätte mir nicht gedacht, dass im dritten Jahrtausend noch die Diktion aus dem Dritten Reich in Gebrauch ist", erklärte Mock und forderte selbstredend den Rücktritt Kampls.

Hausbesorger

Hausbesorger

NS-Blockwarte als Vorbild der von der SPÖ geplanten neuen Hausbesorger?
Foto: Nérostrateur / Wikimedia

Dieser Schuss ging sogar im Standard-Forum nach hinten los, wo die Kommentatoren das falsche Spiel schnell durchschauten: „Die Blockwarte waren Nazis. Wenn also jemand andere als Blockwarte verunglimpft, dann bedient er sich keiner Nazi-Diktion, sondern wirft dem politischen Gegner ganz im Gegenteil vor, sich wie ein Nazi zu verhalten“, schreibt „Andreas Schneider“. Viele andere äußern sich ähnlich. „renatus79“ steuert den Verweis auf einen Standard-Artikel vom 24. Juni 2010 über die neuen Hausbesorger für Wien bei, in dem Grünen-Politiker David Ellensohn  die Linie seiner Partei so formuliert: „Die Hausbesorger sollen aber keine 'SPÖ-Informanten' beziehungsweise Hausinspektoren darstellen, sondern in erster Linie Kontaktperson und soziale Anlaufstelle sein." Man wolle keinesfalls einen "Hausinspektor, einen Blockwart, der alle Mieter überwacht".

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Auch die Wiener ÖVP sah durchaus Parallelen zwischen Sozialdemokraten und Blockwarten. „Die ÖVP Wien steht hier auf Seiten der Mieterinnen und Mieter, aber auch der Eigentümer, die für diese SPÖ-Blockwarte zahlen müssten”, meinte der ehemalige VP-Stadtrat Norbert Walter erst am 20. September 2010 ebenfalls in der Hausbesorgerdebatte.

Politische Rhetorik schießt oft und gerne übers Ziel hinaus, aber wenn gleich drei Parteien, die inhaltlich viel voneinander trennt, Parallelen zwischen Sozialisten und NS-Blockwarten ziehen, sagt das über die SPÖ möglicherweise mehr aus als über deren Kritiker.

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Kommentare

Mich wundert es dass wir überhaupt noch deutsch sprechen und schreiben dürfen, wurde ja im Dritten Reich ebenfalls verwendet.
Man kann dazu nur SCHWACHSINN sagen. Das Problem liegt nur darin, dass solche Hohlköpfe an den Schalthebeln sitzen. Entsprechen ist auch deren Niveau.

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