Fatwa erklärt offensiven Dschihad für rechtens

1. Februar 2011 - 7:47
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Eine Fatwa legitimiert die Anwendung des offensiven Dschihad.
Foto: Paul Keller / flickr

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Islam

Dschihad-FatwaEin islamisches Rechtsgutachten des ägyptischen Muftis Imad Mustafa von der Al-Azhar-Universität in Kairo, die als wichtigste Autorität auf dem Gebiet der islamischen Rechtsprechung gilt, birgt im wahrsten Sinne des Wortes enormen Zündstoff. Wie die Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet, legitimiert die Fatwa die Anwendung des offensiven Dschihad unter bestimmten Vorraussetzungen.

Dschihad-Fatwa

Dschihad-Fatwa

Eine Fatwa legitimiert die Anwendung des offensiven Dschihad.
Foto: Paul Keller / flickr

Generell wird unter dem Begriff „Dschihad“ der Kampf gegen Nicht-Muslime auf dem Pfad Gottes verstanden. Weil aus dem Koran allerdings nicht klar hervorgeht, ob es ein universeller Kampf gegen Ungläubige ist oder ein defensiver Kampf, sind die Auslegungen wesentlich von der islamischen Rechtssprechung abhängig. Eine entscheidende Grundlage spielen dabei die Rechtsgutachten von Gelehrten. Nach klassischer Rechtslehre dient der Dschihad der Erweiterung und Verteidigung des islamischen Territoriums, bis der Islam die beherrschende Religion ist. Eine andere Auslegung, die vor allem in den letzten Jahren Platz gegriffen hat, betont die defensive Haltung. Krieg sei nur dann legitim, wenn er der Verteidigung islamischer Staaten, der Freiheit der Muslime und des Schutzes der Muslime unter nicht-islamischer Herrschaft dient.

So schreibt der Mufti auf die Frage eines Muslims, wann es zulässig sei, gegen Nichtmuslime zu kämpfen und in welchen Fällen nicht: „Dschihad ist eine vorgeschriebene Pflicht in Fällen von Angriffen der Ungläubigen gegen die Muslime, denn wir müssen ihnen widerstehen, Dschihad gegen sie führen und uns gegen sie verteidigen. Dies geht aus dem Text des Korans hervor, in dem der allmächtige Gott sagte: ‚Und kämpft auf Allahs Weg gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht! Allah liebt nicht die Übertreter.’ Diese Art von Dschihad kennt man als den defensiven Dschihad, und alle islamischen Rechtschulen und Weisen stimmen darin überein, dass dieser eine Pflicht ist.“

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Daneben existiert aber auch eine offensive Form des Heiligen Krieges. „Jedoch kann es keinen Widerspruch geben, dass der offensive Dschihad nicht völlig verboten ist, da zwei Schulen entschieden haben, dass der offensive Dschihad zulässig ist, um die Grenzen des Islams zu sichern, um Gottes Religion zu Menschen hin auszubreiten in Fällen, in denen die Regierungen es nicht gestatten, wie der Pharao es mit den Kindern Israels getan hat, und jede Religion außer dem Islam von der arabischen Halbinsel zu entfernen [...].“

Konkret gesagt, soll also alles das bekämpft werden, was die Missionierung zum Islam behindert. Seien es rechtliche Hürden, geistige, oder wie immer geartete. Sämtliche Bestrebungen, die Muslime zu einer anderen Religion bewegen, sollen verhindert werden.

Kurztitel: 
Fatwa legitimiert offensiven Dschihad
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Kommentare

Sonst könnten diese Sekten nicht so einfach bei den Menschen einen Schalter umlegen. Erwachet! Habe ich auch schon wo gelesen.

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