„Fremdschämen“ fürs Bettelverbot - und für die Grünen
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Facebook, Polizei, SPÖ, FPÖ, ÖVP, Grüne, Lisa Rücker, Graz, Rassismus, KPÖ, Vinzigemeinschaft, SJ, Bettelei, VfGH, Kurt Flecker, Bettelverbot, Fremdschämen, Sabine Jungwirth, Lambert Schönleitner, Claudia Klimt-Weithaler, Megaphon, Josef Hader, Josef Pucher, Hostice, Trottelverein, Max Lercher
Christian Klepej / flickr" /> Foto: Christian Klepej / flickr
Bereiche
Steiermark
Turbulente Szenen gab es in der gestrigen Sitzung des steirischen Landtags. Weil die Grünen Abgeordneten über das zu beschließende Bettelverbot derart empört waren, kamen sie mit ihren bekannten „Fremdschämen“-Leibchen zur Sitzung. Dennoch brachte die Empörung der Linken keine Änderung mit sich. Das Bettelverbot wurde mit den Stimmen der Regierungsparteien und der FPÖ beschlossen.
Dieses ist zwar nach Ansicht der Freiheitlichen nicht der Weisheit letzter Schluss, aber ein Schritt in die richtige Richtung, um den kriminell organisierten Bettlerbanden aus dem Osten den Nährboden zu entziehen. „Das Sozialsystem in der Steiermark ist derart gut ausgebaut, dass niemand auf öffentlichen Plätzen betteln oder Kinder nötigen muss, von Schanigarten zu Schanigärten zu pilgern, um Geld einzusammeln“, erklärt FP-Klubchef Georg Mayer. Der „große Schönheitsfehler“ sei jedoch, dass Gemeinden per Gemeinderatsbeschluss weiterhin Ausnahmen verhängen dürfen. Bei den satten Mehrheitsverhältnissen der Roten in vielen Gemeindestuben könnte das Bettelverbot reihenweise ausgesetzt werden. In nahezu allen steirischen Bezirkshauptstädten haben die nämlich die Mehrheit im Gemeinderat. Angesichts dessen war die Kritik der Grünen eigentlich zum „Fremdschämen“, ging sie doch weit über das Ziel hinaus. Dennoch ließen es sich die Linken nicht nehmen, einen verbalen Rundumschlag auszuteilen.

Foto: Christian Klepej / flickr
Landtagsabgeordnete Sabine Jungwirth ergriff als erste Rednerin das Wort und warf den Regierungsparteien sogleich „nach rechts schielenden Populismus“ sowie „Pharisäertum“ vor. Das bevorstehende Bettelverbot trete Werte wie Toleranz mit Füßen. Ihr Kollege Lambert Schönleitner sprach von einem „Tiefpunkt im Landtag“. Auch die Klubchefin der Kommunisten, Claudia Klimt-Weithaler, verteidigte die Bettler: Frieren und hungern sei ja nicht menschenwürdiger als betteln. Schließlich kamen die üblichen Phrasen gegen die Freiheitlichen, wer denn als nächstes weg müsse. „Die Megaphon-Verkäufer? Die Behinderten? Die Alten?“ Toleranz heiße, auf Leute zuzugehen.
Vizebürgermeisterin demonstriert im Landtag
Just als ein ÖVP-Politiker die Notwendigkeit der Gesetzesnovelle erklären wollte, standen von der Besuchergalerie Personen mit denselben von den Grünen produzierten Leibchen auf und entrollten Transparente mit den Aufschriften „Armut ist nicht kriminell“ sowie „Rassismus“. Unter ihnen auch die Grazer Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Foto). Als von vom Volk gewählten Institution auf demokratischem Weg bestellte Vizebürgermeisterin ließ sie es sich nicht nehmen, gegen einen demokratischen Landtagsbeschluss anzukämpfen. Landtagspräsident Wegscheider ließ die Sitzung daraufhin für etwa eine halbe Stunde unterbrechen. Die Demonstranten wurden von Sicherheitskräften aus dem ganzen Haus schließlich aus dem Saal gebracht. Doch auch außerhalb des Landtages gab es Protestaktionen. Schauspieler präsentierten gemeinsam mit dem Kabarettisten Josef Hader einen sogenannten „Bettel-Automaten“. Einen Karton mit Einwurfschlitz, der über die Bettelnden gestülpt werden könne. „Geld einwerfen und weitergehen. Der Automat wechselt auch“, scherzte einer der Protagonisten. Weil die Versammlung keine klassische war, sondern eine „Kunstaktion“, schritt die Polizei nicht ein.
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Der Grazer Vinzipfarrer Josef Pucher, dessen Online-Unterschriftenaktion gegen das Bettelverbot etwa 9.000 Unterstützungserklärungen hat, kündigte an, das Gesetz beim Verfassungsgerichtshof anzufechten. Er persönlich werde sich noch dazu auf die Straße setzen und eine Verwaltungsstrafe riskieren. Zudem forderte er vom Land „eine Produktionshalle für die Nudeln, Essiggurkerln und das Sauerkraut, das die Roma in Hostice produzieren“. Als ein Abgeordneter erklärte, er habe von der Wiener Polizei erfahren, dass es „sehr wohl eine Schiene des kriminell organisierten Bettelns“ nach Graz geben würde, rief er wütend von der Zusehertribüne: „Ja hält man denn die Grazer Polizei für den größten Trottelverein Österreichs?“
SJ-Funktionär wurde per Facebook umgestimmt
Auch seine Versuche, in Einzelgesprächen Mandatare von SPÖ und ÖVP noch vom Beschluss abzuhalten, blieben freilich erfolglos. Nur Grüne, KPÖ und ein SPÖ-Funktionär, der Jungsozialist Max Lercher, stimmten gegen das Verbot. Lercher musste sich im Vorfeld vom ehemaligen Landeshauptmann-Stellvertreter Kurt Flecker Kritik an seiner Haltung gefallen lassen. „Die SJ Graz ist Mitglied der Plattform gegen das Bettelverbot und der Vertreter der SJ im Landtag stimmt fürs Verbot. Wie kann das sein?“, streute der Genosse via „Facebook“ Salz in die Wunden des jungen Roten. Die multimediale Zurechtstutzung kam offensichtlich an, änderte allerdings nichts am Beschluss des Bettelverbots, bei dem Gemeinden künftig örtliche und zeitliche Ausnahmen verhängen dürfen.









Kommentare
Eben wollte ich auch hier schreiben, ...
aber die beiden vor mir haben alles gesagt!
Ein Satz meines Vaters geht mir immer durch den Kopf, er sagte:
"Bua! Mia hobn nix g'hobt, wia mia jung woan, deswegn schöpf ma hiaz so viel, damit's eich Kinda amoi bessa geht."
Beim Andenken an meines Vaters Worte werd ich jedesmal dermaßen wütend, wenn ich sehe, wie die Politiker mit dem, von UNSEREN Eltern und Großeltern nach dem Krieg hart erarbeiteten, (relativen) Wohlstand umgehen.
dfW
Organisierte Bettelei
Natürlich gibt es organisierte Bettelei, und große Mehrheit der Bettler werden von den Mafia-Bossen auf die strasse geschickt. Und da gibt es auch jede Menge Bettler, die es einfach "zum Spass" betteln. Mir fallen spontan einige fälle ein: da bettelt einer aus Rumänien und- sieh da- man sieht diesen "armen" Mann (der übrigens doppelt so stark gebaut war wie ich !!) im Casino.
Er will ja das Geld noch vermehren. So was....
Dann ein kräftiger Mann aus der Slowakei... Der kommt zu mir und fragt, ob ich Lust hätt ihm ein Redbull zu kaufen, und dann noch ein Eis. Damit nicht genug: er fragte mich , wo er sich anmelden sollte, um vom Staat Geld zu bekommen. Ich hab ihn erwischt, wie er in einer Drogerie Parfüms (nach seiner Bettelei) kaufte. Das ist wohl das letzte.
Und das wollen die Grünen und Co. unterstützen?
Und was sich noch bei uns auf den strassen herumtreibt, kann ich gar nicht beschreiben: Schwarzafrikaner, die dich "Bruder" nenen und sofort nach Geld fragen. Kaum bin ich in der Stadt, schon werde ich von diesen (aggressiven) Bettlern umzingelt. Kein Tag vergeht, an dem ich nicht von mind. 5-10 Bettler aufgehalten/angesprochen (belästigt) werde. Habe ich nicht ein RECHT daaruf, auf der Strasse in Ruhe gelassen zu werden?
Wo ist da die Demokratie, für die die Grünen kämpfen?
Was kommt als nächtes? Werden wir jetzt Gesindel aus Tunesien aufnehmen, oder aus Ägypten? Das gibt's nicht.....
Anscheinend leiden die Politiker unter einem unvorstellbar großem Realitätsverlust.
Und noch etwas: Österreich hat nach dem 2. Weltkrieg alles alleine wieder aufgebaut, an ihren Staat geglaubt, und nicht irgendwo in der Welt herumgebettelt, oder ?
Arbeiten heisst das Zauberwort, und das werden die meisten die auf der Strasse betteln, wohl können (sind doch viele junge, kräftige Männer dabei).
Es gibt sie sehr wohl...
.. die organisierte Bettelei: Auch wenn das die GrünInnen nicht wahr haben wollen: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2671761/kriminelle-kauf...
Was mir aber völlig abgeht: Wo sind eigentlich die eigene Armen sprich österreichischen Bettler? Man diese kaum noch auf Wiens Straßen. Ebenso wenig sieht man kaum noch österreichische Augustin-Verkäufer in Wiens U-Bahn-Stationen. Dafür jede Menge Afrikaner, die einem mit nervender Penetranz versuchen den Augustin auf zu schwatzen und dir fast ins Gesicht springen, wennst Nein sagst. Spät abends im hintersten Winkel einer U-Bahnstation trifft man vielleicht ab und zu einen eingeschüchterten österreichischen Augustin-Verkäufer.
Herr Pfarrer Pucher: Wie wäre es, wenn sie der einheimischen, versteckten Armut auch soviel Aufmerksamkeit widmen würden, wie Ihren Zigeuner-Schützlingen?
GRÜN ...
... im Sinne von unausgereift!!
zu Grüne neu
Pädophilie, Sodomie kommen auch noch hinzu.
Grüne
Außer Migrantenpflege, Betteln, Lesben und Schwule haben die Grünen ja nichts im Programm!
Stimmt nicht ganz
Die Grünen haben noch die Islamverliebtheit (gemeinsam mit den Genossen) und die Verhinderung alles funktionierenden bürgerlichen Lebens.
Ja genau, ...
da hat sie recht, die KommunistIn, die Negerphon Verkäufer sind ebenfalls aus dem Nahbereich der Supermarkt Eingänge bzw. der Stellplätze der Einkaufswägen zu entfernen!
Sonst sollen sie, sich ruhig verhaltend, meinetwegen durch die Stadt flanieren. Den Zeugen Jehovas will ich das ja auch nicht verbieten, oder den Straßenmusikanten, zumindest jenen, die was können. Und, solange sie keine Wege, Eingänge und Treppen behindern, ...
Ja ich weiß schon, das sind genau die "strategisch guten Plätze", ...
Kein Mensch soll zum Geben genötigt werden, wenn jemand von sich aus geben will, dann findet er die Bettler schon, auch wenn sie sich etwas abseits befinden.
Wenn jemand unbedingt was spenden will, dann kann er sein Geld ja diversen karitativen Einrichtungen direkt geben.
Am Besten jedoch ist es, sich individuell, beim Gemeindeamt oder beim Pfarrer, zu informieren, wo es bedürftige Menschen gibt, denen man direkt helfen kann. Wir haben auch in Österreich genug einheimische Menschen, die in Armut geraten sind. Wir müssen nicht die ganze Welt versorgen!
dfW
Sollte heißen GEGEN
Sollte heißen:
...ich lese mir das noch einmal in Ruhe durch .... Wenn ich Zeit habe.
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