Darabos verspricht: Bunkermuseum am Wurzenpass bleibt
Tags
Norbert Darabos, profil, FPK, Bundesrat, Kalter Krieg, Edmund Entacher, Andreas Scherer, Bunkermuseum, Wurzenpass, Peter Zwanziger
Bunkermuseums am Wurzenpass in den Ruin treiben.
Foto: www.bunkermuseum.at
Bereiche
Kärnten
Verteidigungsminister Norbert Darabos ist nicht zimperlich, wenn seine Reformpläne im Bundesheer auf Widerstand stoßen. Generalstabschef Edmund Entacher wurde handstreichartig abgelöst. Um sich zumindest halbwegs im Einklang mit dem Arbeitsrecht zu bewegen, wurde er bereits zum zweiten Mal auf einen anderen Posten dienstzugeteilt, doch Entacher will die Entscheidung juristisch bekämpfen. Ein Freund des Generals muss nun um seine wirtschaftliche Existenz fürchten. Oberst Andreas Scherer bangt um die weitere Existenz seines Bunkermuseums am Kärntner Wurzenpass.

Bunkermuseums am Wurzenpass in den Ruin treiben.
Foto: www.bunkermuseum.at
Im Kalten Krieg sollte Österreich durch ein Netz von Bunkern und Sperren ein Angriff erspart bleiben. Mittlerweile werden alle Anlagen abgebaut und die Bewaffnung verschrottet. Nur die 1963 bis 1995 errichteten bzw. ausgebauten, außergewöhnlich umfassenden Anlage der Landesbefestigung an der Wurzenpass-Bundesstraße beim Dreiländereck Österreich-Slowenien-Italien bleiben erhalten. Ihre bisher verschlossenen Tore stehen seit August 2005 offen.
Laut einem profil-Bericht hat das Verteidigungsministerium Scherer die Bewilligung für die an ihn verliehenen Kriegsgeräte entzogen, die in dem Museum ausgestellt werden. Die Konsequenz: Nicht nur das Museum wäre Geschichte, Scherer müsste auch auf eigene Rechnung für den Rücktransport der Geräte sorgen. Geschätzte Kosten: 276.000 Euro.
Entacher-Freund wurde nach Kritik abgesetzt
Dass Darabos das erst 2005 eingerichtete Museum nun ein Dorn im Auge ist, kommt laut profil nicht zufällig. Scherer war langjähriger Mitarbeiter des abgesetzten Generalstabschefs, hatte seinen Posten als Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit aber zuletzt verloren, weil er interne Kritik an einer Zusammenlegung aller Kommunikationsbereiche geübt hatte. Scherer vermutet, dass der Minister es damit nicht gut sein lassen will: "Man will mich fertigmachen." Was bisher geschah, welche Bescheide und sogar Strafanzeigen vom Ministerium gegen ihn verfasst wurden, hat Scherer auf der Webseite des Bunkermuseums zusammengefasst.
[adsense:468x60:9459532571]
Der freiheitliche Bundesrat Peter Zwanziger konfrontierte den Minister mit den merkwürdigen Medienberichten in der Fragestunde der Länderkammer und berichtet Überraschendes: „Darabos hat das Vorhaben, dem Bunkermuseum die geborgten Gerätschaften wieder wegzunehmen, in Abrede gestellt. Er hat klar gesagt, dass er nicht in geringsten vorhabe, ein Museum zu zerschlagen.“ Zwanziger hofft nun, dass dieses Wort des Ministers zählt. Plötzliche Sinneswandel sind bei Darabos ja leider keine Seltenheit.









Kommentare
Darapobsch verspricht !
na dann muß ich noch schnell hinfahren, bevors zugesperrt wird
Neuen Kommentar schreiben
- Die Meinungsfreiheit bewegt sich im Rahmen der geltenden Gesetze. Wer zu Gewalt aufruft oder gegen Teile der Bevölkerung hetzt, kann die Meinungsfreiheit für sich nicht in Anspruch nehmen. Ebenso gilt dies bei Beleidigungen oder Anschuldigungen gegenüber konkreten Personen. Wer die Gesetze missachtet, muss damit rechnen, straf- oder zivilrechtlich verfolgt zu werden. Als Betreiber sind wir bei entsprechenden Ermittlungen zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet.
- In der Diskussion mit anderen Kommentatoren erwarten wir einen respektvollen und höflichen Umgang, auch wenn verschiedene Meinungen aufeinander prallen.
- Beziehen Sie sich in ihren Kommentaren bitte auf das Thema des Artikels.
- Sollten Sie sich durch den Inhalt eines Kommentars in Ihren Rechten verletzt fühlen, kontaktieren Sie uns bitte unter kontakt@unzensuriert.at.
Unzensuriert.at behält sich vor, Kommentare wegen Verstößen gegen diese Regeln zu löschen und in besonders krassen Fällen oder bei Wiederholung einzelne Benutzer zu sperren.Die Länge der Kommentare ist auf 1.000 Zeichen begrenzt.