Jeder Mensch hat Anspruch auf Internet
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Internet, Menschenrechte, Report, UNO, Medien, Unruhen, Vernetzung, Welt, Urheberrecht, Sperren, Netzsperren
Foto: compujeramey / flickr / (cc by)
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Grundrechte
Das Internet verbindet Menschen aus aller Welt, nährt die Wirtschaft und kann benutzt werden, um Umstürze in undemokratisch regierten Ländern zu verursachen. Die Vereinten Nationen nehmen nun die moderne Allgegenwart der elektronischen Vernetzung als gegeben und wollen den Menschen dauerhaft darin integrieren: Eine Trennung eines Menschen vom Internet soll fortan eine Menschenrechtsverletzung darstellen und nach internationalem Recht verboten sein.

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Anlass der neuen Bestimmung sind britische und französische Gesetzesentwürfe, die Webseiten wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen sperren wollten. Auch die Bestrebungen einiger Staaten, im Falle ziviler Unruhen den Zugang zum Internet zu unterbinden, soll damit unter Strafe gestellt werden.
Im Report wird nicht unterschieden, aus welchem Grund oder in welchem Ausmaß der Zugriff zum Internet eingeschränkt wird. Dadurch wird auch illegal, Daten-Piraterie durch entsprechende Sperren zu verhindern. Es geht sogar noch weiter: Die Verfasser rufen alle Staaten dazu auf, den Zugang zum Internet jederzeit aufrecht zu halten. Weiters sollen alle Gesetze entfernt werden, die Internetsperren erlauben. Einige europäische Staaten werden dadurch in Bedrängnis geraten.
Das Menschenrecht auf Internet ist im Recht auf Meinungsfreiheit und Meinungsäußerung enthalten. Eine weltweite Studie ergab, dass fast 80 % der Bevölkerung mit der Forderung übereinstimmt, den Zugang zum Netz als Grundrecht festzulegen. Am stärksten ist diese Tendenz in Ländern wie der Türkei oder Mexiko; dort weiß das Volk die vernetzen Privilegien offenbar sehr zu schätzen.
Die Studie eröffnet übrigens auch, inwieweit die Vision der freien Meinungäußerung sich auch in der Realität offenbart oder ein frommer Wunsch bleibt. Die Ergebnisse zur tatsächlichen Meinugnsfreiheit sind für interessierte Beobachter nicht überraschend, aufgrund ihrer starken Ausprägung bergen sie jedoch größte Brisanz: Nicht nur in Staaten wie Japan oder Südkorea sehen sich die Menschen großem Druck ausgesetzt, auch eine Mehrheit der Deutschen User hat nicht das Gefühl, im Internet ihre Meinung offen kundtun zu können, ohne sich zu gefährden.









Kommentare
Österreich und die Pressefreiheit...
Das Internet ist ähnlich wie die Presse, ein Medium zur Verbreitung von Nachrichten und Informationen aller Art. Die Presse kann aber viel leichter kontrolliert und gesteuert werden, vorallem in Europa ist dies unschwer zu erkennnen.
Das Weltnetz ist ansich eine tolle Sache, hat aber für die Machthaber Europas einen unangenehmen Nebeneffekt: so können über ausländische Netzanbieter Nachrichten verbreitet und gelesen werden, die zB. in Österreich und der BRD strafbar sind!
Und hier sieht man die unglaubliche Heuchelei "unserer" Politiker, welche unentwegt die Internetzensur in China und die mangelnde Pressefreiheit in Rußland beklagen, während sie selber Verbote für ihnen unangenehme Netzseiten fordern und deren Betreiber am liebsten für immer hinter Schloß und Riegel sehen möchten!
Pressefreiheit muß auch für Nationalisten gelten!
Ist ja interessant!
Jeder hat Recht auf Internetz?
Es sieht so aus, daß wohl jeder Recht auf Internetz, nicht aber auf alle Seiten und schon gar nicht auf freie Meinungsäußerung im Netz haben soll.
Das Netz soll "der Lobby" als grandioses Kontrollinstrument dienen, nicht aber dem Menschen Freiheit und Information liefern. Solange man sich also auf Porno-, Celebrity-, Shopping- und sonstigen Quatschseiten herumtreibt, ist alles in Ordnung. Wehe aber dem, der sich für "alternative Berichterstattung interessiert und womöglich noch seine (nonkonforme) Meinung kundtut. Dem wird dann der Zugriff eingeschränkt, die Seiten zensiert, selbst wenn sie noch so "unzensuriert" sind.
...
dfW
Menschenrecht auf Meinungsfreiheit und nicht Überwachung
"Angriff auf die Freiheit: Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte" von Ilija Trojanow und Juli Zeh
Niemals würden Sie es anderen Menschen erlauben, in Ihren privaten Sachen zu schnüffeln, Sie zu bespitzeln oder zu belauschen. Was aber, wenn diese anderen Menschen den Staat oder die Wirtschaft repräsentieren? Ist Ihnen die totale Überwachung dann egal? Die Warnungen vor Terror und Kriminalität und die Annehmlichkeiten von Plastikkarten und Freundschaften im Internet lenken von einer Gefahr ab, die uns allen droht: dem transparenten Menschen. Bevor es so weit kommt, schlagen Juli Zeh und Ilija Trojanow mit einer engagierten Kampfschrift Alarm. Ihr Buch wird viele Menschen aufrütteln, die sich zu lange in falscher Sicherheit wiegten - denn unsere Bürgerrechte stehen auf dem Spiel.
Wer sich sicher fühlt, der ist ein Narr.
TOR und all die anderen Programme sind sinnlos. Die heutigen Prozessoren sind wie Fingerabdrücke und all die Aktivitäten werden in Hochleistungsrechenzentren analysiert und ausgewertet. Kein Email, das nicht heute schon kontrolliert beim Adressaten ankommt.
Da ist es auch verständlich, dass man jedem Zugang zum Internet zugesteht und sogar verlangt. Der Profiler kann dann schon im Vorfeld die Unwilligen eliminieren. Der Transfer wird auch immer schneller und somit auch die Abfrage des Speichers von jedem einzelnen Computers.
Hat nicht vor dem Einmarsch in Österreich auch eine Säuberungswelle stattgefunden. Sind nicht Aufmüpfige über Nacht spurlos verschwunden?
Türkei Internetsperren????
Da wird die Türkei aber schöne Probleme bekommen, so wie sie geplant hat Tausende Interent-seiten für ihre Bewohner zu sperren... (dem Vernehmen nach auch Google).
Sollte die Sperre der tausenden Seiten aber nicht gelingen, dann werden die Türken weiterhin die ersten Plätze bei der Google Statistik für die Suche nach Kinderp.....s belegen.
Na vielleicht will Gül ja Türkensultan werden?
"Ein König für Deutschland" von Andreas Eschbach
Mit manipulierten "Menschenrechten" ist das möglich - lesenswerter Roman!! -
"Wir schreiben das Jahr 2009. Im Dom zu Aachen soll ein neuer deutscher König gekrönt werden. Und niemand versteht, wie es soweit kommen konnte. Einmal König sein ═ die Macht haben, Dinge zu verändern. Mit gesundem Menschenverstand die Welt geraderücken. Was wäre, wenn man tatsächlich plötzlich die Möglichkeit dazu hätte? Könnten Sie der Versuchung widerstehen? Kann Simon König es? Die Frage stellt sich ihm, als er in den Besitz eines Computer-Programmes kommt, mit dem sich die Resultate von Wahlmaschinen manipulieren lassen. Was dann geschieht, hätte er sich in seinen wildesten Träumen nicht vorzustellen gewagt ... "
Wir haben Meinungsfreiheit??
Ich dachte, bei uns gibt es ein Verbotsgesetz.
Einzig fragwürdige Künstler dürfen sich alles erlauben. Und die Linkslinken Rechtsextremen.
Eine Verherrlichung gewisser Taten ist sicher nicht gewünscht und förderlich. Das sollte aber für alle Gräueltaten gelten. Darüber nicht reden zu dürfen ist aber unverständlich. Hat man Angst, dass der Bürger nicht mündig ist oder hat man Angst, dass man mit der eigenen Meinung dann die Menschen nicht so sehr beeinflussen kann? Es ist nicht meine Generation und betrifft mich daher nicht, aber genau deshalb erweckt es in mir den Eindruck, dass man etwas vertuschen und verschweigen will. Anderseits erweckt es in mir den Eindruck, dass man bei Kindervergewaltigungen von Islamisten tolerant hinwegsieht und toleriert.
Ja - Narrenfreiheit!
Wir sind eine alte monarchische, metternichsche Meinungsdiktatur - nur die "Hofnarren" dürfen ungestraft klamauken - Rigoletto läßt grüssen!
Übrigens - wenn alle über Internet zu überwachen sind, dann tun sich die, die sich Rigolettos halten leichter beim Zensurieren! Facebook - die moderne Selbststasimethode etwa.
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