Integrationsbericht 2011: Zuwanderung stieg an

7. Juli 2011 - 11:32
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Sebastian Kurz hat am Mittwoch den Integrationsbericht vorgestellt.
Mangels Erfahrung kommen darin hauptsächlich Experten zu Wort.
Foto: jvpwien / flickr

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Zuwanderung

Sebastian KurzGestern Mittwoch hat Staatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) den Integrationsbericht 2011 präsentiert. Eine „mathematische Formel“, ein „Rezept“ oder gar eine „Weltformel“ konnte der Polit-Neuling nicht aus dem Hut zaubern. Dafür aber allerhand Probleme mit der Zielgruppe seines Ressorts. Zuwanderer haben eine schlechtere Schulbildung, sind überdurchschnittlich kriminell und vermehrt von Arbeitslosigkeit betroffen.

Sebastian Kurz

Sebastian Kurz

Sebastian Kurz hat am Mittwoch den Integrationsbericht vorgestellt.
Mangels Erfahrung kommen darin hauptsächlich Experten zu Wort.
Foto: jvpwien / flickr

Wohl aus Mangel an eigener Erfahrung rückte Kurz bei der Pressekonferenz 20 Expertenvorschläge aus dem neuen Intergrationsbericht in den Vordergrund, die zu einem besseren Zusammenleben von Zugewanderten und der Mehrheitsbevölkerung beitragen sollen. Darunter eine Herbstkampagne mit „Role Models“, also Migranten, bei denen die Integration besonders gut funktioniert hat. Sie sollen etwa in Kontakt mit Schülern treten. Geplant ist auch eine „Rot-Weiß-Rot“-Broschüre, die die Identifikation mit Österreich stärken soll. Ebenfalls vorgesehen: ein Mentoringprogramm für junge Journalisten mit Migrationshintergrund, die Einrichtung eines Islamforums sowie eine verpflichtende Vorsorgeuntersuchung für alle Kinder in der Pflichtschule. Ein eigener Ausschuss bei Wohnungsvergaben soll für eine „Durchmischung” sorgen.

Der 15-köpfige Expertenrat habe die Vorschläge erarbeitet, nun lehne man sich „entspannt” zurück und beobachte die Umsetzung, erklärte Universitätsprofessor Heinz Fassmann, Vorsitzender des Rates. Wann und wie mit der Umsetzung begonnen wird, bleibt bislang noch offen. Einen Zeitplan für die Maßnahmen gibt es ebenso wenig wie eine Prioritätenliste. „Vieles funktioniert auch durch positive Stimmung und Bewusstseinsbildung und die kostet bekanntlich kein Geld“, sinniert Kurz.

Die Negativ-Fakten aus dem neuen Integrationsbericht

114.000 Personen kamen im Vorjahr nach Österreich – um 7000 mehr als im Jahr davor. 11.000 waren Asylwerber. Die Abwanderung blieb mit 87.000 Personen annähernd gleich, was eine Nettozuwanderung von rund 28.000 Menschen ergab. Grund dafür soll die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften gewesen sein. Die von der Politik gesetzten Regulative versagten allerdings, weil der größte Teil der Zuwanderer, nämlich 59.000, aus dem EU-Raum kam. Nunmehr halten sich mehr als 1,5 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich auf. 1,1 Millionen davon gehören der „ersten Generation“ an Zuwanderern an.

Die Kriminalitätsstatistik ist erschreckend. 29 Prozent aller Tatverdächtigen und 31 Prozent aller Verurteilten waren ausländische Staatsbürger. Der Großteil hatte seinen Wohnsitz sogar im Inland. Die Kriminalitätstouristen kamen auf nur 5 Prozent. Jenseits der 50 Prozent lag der Anteil ausländischer Staatsangehöriger bei Häftlingen. Diese wurden auch vier Mal so häufig gerichtlich verurteilt wie österreichische Staatsangehörige. Junge Männer zwischen 15 und 40 Jahren hatten das größte Risiko, mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.

Punkto Ausbildung zeigt sich, dass ausländische Schüler selten höhere Schulen besuchen, dafür aber in den Sonderschulen und Neuen Mittelschulen überdurchschnittlich stark vertreten waren. 14 Prozent der Schüler mit nicht-deutscher Muttersprache schafften nicht einmal den Pflichtschulabschluss. Das trifft vor allem auf Migranten aus dem ehemaligen Jugoslawien und noch viel mehr für jene aus der Türkei zu. 58 Prozent der Kindergartenkinder haben sprachlichen Förderbedarf. Das schwache Bildungsniveau spiegelt sich auch in der Arbeitswelt wieder. Türken und Zuwanderer aus anderen Drittstaaten wiesen im Vorjahr eine Arbeitslosenquote von 13,1 Prozent auf. Bei Österreichern betrug sie lediglich 6,4 Prozent. Die Ausländerarbeitslosigkeit belief sich insgesamt auf 9,7 Prozent.

Kurztitel: 
Zuwanderung stieg 2010 an
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Kommentare

Und um zu dieser Statistik und Erkenntnis zu kommen, hat man fast zwei Jahrzehnte gebraucht? Mein lieber Schwan, jeder einfache Bürger hat über die Defizite und Miseren (die mittlerweile zum Desaster wurden), bescheid gewusst.
Ein „Schwarz macht geil“ Bub, sagt uns was Sache ist. Suuuuuper!
Die Einheimischen werden ihm den Marsch blasen, wenn er glaubt, sie würden sich durch Befehl von oben unwidersprochen mit Ziegenhirten zusammen spannen lassen. Gehen`s endlich studieren, denn Staatssekretär ist noch kein Beruf!

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Bild des Benutzers der faule Willi

nein, ich bleibe höflich!
Aber allein die zwei Punkte, die hier beschrieben wurden, sind, mit Verlaub gesagt, hirnrissig:

Erfolgreiche Migranten sollen mit bildungsresistenten Jungmigranten in Kontakt treten, das ist ähnlich sinnvoll, als würde ein Hochschulprofessor vor geistig Behinderten einen wissenschaftlichen Vortrag halten.

Zum zweiten: das ist in Ballungszentren ohnehin schon andauernd im Versuch.
Man sperrt Einheimische in Wohnblöcken mit Migranten zusammen. Was ergibt das? Streit und nochmal Streit. Die Migranten breiten sich aus, lärmen und stänkern, bis es den Einheimischen zu bunt wird und wegziehen. Die leergewordenen Wohnungen werden mit weiteren Migranten aufgefüllt und so wird das ganze Haus schön langsam von denen übernommen. So geschieht es mit ganzen Stadtvierteln, die dann für Einheimische unbewohnbar, ja nicht mal begehbar werden (NO_GO Area).
Nein Danke, Kurz, go home!!!

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dfW

Es sollte ihn eigentlich freuen, daß ich ihn für einen Zwanzigjährigen
"durchgehen" lasse, allerdings verbunden damit die Feststellung,
daß man so ein Bürscherl niemals zum Staatssekretär machen darf!
Solch eine junge Person kann man man in einem solchen Amt nicht Ernst nehmen, außer man lebt in irgendeiner Diktatur, wo man mit
der "richtigen" Ideologie ohne Ansehen von Alter und Erfahrung
sehr leicht promoviert wird!
Wenn das so ist, dann ist Österreich eben eine Diktatur, nämlich
eine Parteiendiktatur von SPÖ/ÖVP und allenfalls noch den
Grünen, wobei diesen drei parteiischen Diktatoren auch noch die
überwiegende Anzahl der Journaille als mediale Diktaturunter=
stützer zur Seite stehen!
Volkes Meinung und Wille, die Ansichten von Parteien wie FPÖ
und BZÖ werden streng unterdrückt, so lebt sich diese Diktatur
und mit einem solch jungen Schnösl wie dem Sebastian von der
ÖVP-Beteiligung richtig aus!

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