ZDF: „Gutmensch“ Todenhöfer scheitert an Sarrazin

8. September 2011 - 18:13
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Jörgen Todenhöfer: Auch der Ex-Politiker und Buchautor scheiterte
an Thilo Sarrazins Sachlichkeit.
Foto: Hydro / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

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TodenhöferDie Sendung von Markus Lanz im ZDF am 7. September hat einmal mehr deutlich gemacht, wie so genannte Gutmenschen an der Realität vorbei leben und lieber Unwahrheiten verbreiten als den Tatsachen ins Auge zu blicken. Der frühere CDU-Politiker und jetzige Buchautor Jürgen Todenhöfer griff Thilo Sarrazin scharf an, sagte, dass er noch nie eine rassistischere Aussage gelesen habe, als im Buch „Deutschland schafft sich ab“.

Todenhöfer

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Jörgen Todenhöfer: Auch der Ex-Politiker und Buchautor scheiterte
an Thilo Sarrazins Sachlichkeit.
Foto: Hydro / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Todenhöfer gab sich nach außen gelassen, attackierte Sarrazin aber heftig: Er habe das Buch zu Weihnachten gelesen, jeden Satz, könne nicht verstehen, wie man mit der Herabsetzung einer Bevölkerungsgruppe zum vielfachen Millionär werden könne. Sarrazin habe dem Ansehen eines ganzen Landes geschadet, ja sogar das Image beschädigt.

Sarrazin entgegnete, ruhig und sachlich, wie es seine Art ist: Sein Buch enthalte überhaupt keinen Hass, nur Fakten, die bis dato unwiderlegt seien. Gerade von integrierten Migranten erhalte er großen Zuspruch. „Wenn ich zum Beispiel über Unterschiede von Migratengruppen berichte, kann das keine Herabwürdigung sein“, so Sarrazin und weiter: „Über Tatsachen kann keiner verletzt sein. Wer das tut, hat ein Problem mit den Tatsachen.“

Kein Erfolg mit der Rassismuskeule

Todenhöfer, durch Sarrazins Aussagen vorgeführt, legte nach: Er habe noch nie etwas Rassistischeres gehört als den Vorschlag im Buch Sarrazins, dass deutsche Frauen eine Fruchtbarkeitsprämie ausbezahlt bekommen sollten, wenn sie unter 30 Jahren ein Kind bekämen. Da hatte Todenhöfer wohl mit Applaus aus dem Publikum gerechnet, doch das blieb stumm, lauschte lieber dem Gegenargument Sarrazins, der feststellte: „Bis jetzt habe ich geglaubt, dass Sie mein Buch tatsächlich gelesen haben. Entweder haben Sie es nicht richtig gelesen, oder Sie haben ein schlechtes Gedächtnis.“ Tatsächlich nämlich habe er geschrieben, dass alle Frauen, egal welcher Herkunft, mit höherem Bildungsniveau diese Prämie erhalten sollten. Aus folgendem Grund: Weil nachgewiesen ist, dass diese Frauen die wenigsten Kinder bekommen. Dass diesen Frauen das Kindergeld vorschüssig ausbezahlt werden sollte, sei sein Vorschlag in seinem Buch gewesen.

Moralapostel Todenhöfer hielt sich im März 2011 während des Bürgerkrieges für ein paar Tage in Libyen auf und entging nur knapp einem Raketenangriff. Der Vorfall wurde gefilmt und in den deutschen Fernsehsendern gezeigt. Todenhöfer gab in zahlreichen Talk-Shows – wie zum Beispiel bei Sandra Maischberger – an, dass bei diesem Angriff sein libyscher Freund zu Tode kam. Jetzt tourt er wieder durch die Sendungen und macht Werbung für sein Buch „Feindbild Islam – Gegen den Hass“. Es wäre wohl allzu gutmenschlich, ihm Geschäftemacherei mit Schicksalsschlägen vorzuwerfen - und damit seinerseits Geld, wenn auch vermutlich keine Millionen zu verdienen.

Kurztitel: 
„Gutmensch“ scheitert an Sarrazin
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Kommentare

Bild des Benutzers Axel Heinzmann

Seltsam: Vormals war Todenhöfer in meinem Wahlkreis Tübingen CDU-Rechtsaußen, gehörte der sog. "Stahlhelmfraktion" (Dregger usw.) an, machte Veranstaltungen zum 17.Juni -Tag der Deutschen Einheit, sympathisierte über alle Maßen mit CSU und Franz-Josef Strauß, legte sich mit Kohl an, weil man nicht "im Schlafwagen" zur deutschen Einheit kommen könne. Und setzte sich nach der Aggression der Kommunisten in Afghanistan sehr wirkungsvoll gegen die Sowjets ein, unterstützte den antikommunistischen Widerstand. Auch von den aktuellen US-Aggressionen schien er nicht begeistert. Möglicherweise ist er jetzt ob all des Elends dieser Kriege zu einem der ganz wenigen "ehrlichen" Gutmenschen geworden, dem aber leider der Blick für die selbstmörderischen Realitäten ungezügelter Zuwanderung verloren gegangen ist. Allzuviel "Pazifismus" soll ja auch zu Auschwitz geführt haben (CDU-Geißler)!!
heinzmann.axel@web.de

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Axel Heinzmann

Migratengruppen -> Migrantengruppen

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Mangelnde Sensibilität für die Befindlichkeiten der Einheimischen, keine umfassende Allgemeinbildung dafür aber eine ausgeprägte linkslastige Betrachtungsweise für wesentliche Probleme der Gesellschaft, zeichnen diesen Showmenschen Todenhöfer aus. Geschäftstüchtig allemal, strotzend vor Unwissen, speziell über das Buch von Sarrazin das er gelesen haben will, verbunden mit der Frechheit: wer laut und viel redet muss ja Recht haben. Seine rechthaberischen Behauptungen mit krankhaften Geltungsdrang, projizieren das klassische Bild eines von falschem Ehrgeiz Besessenen, der außer falschen Behauptungen und einem lächerlichen Auftritt nichts zu einer Lösung beigetragen hat. Im Gegenteil, dieser abgehobene Vertreter – von Was überhaupt – hinterließ den Eindruck einer schnatternden alten Henne, die die glaubt nach dem Eierlegen, das Universum erfunden zu haben.

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Storchenei

Dieser Hodentöter hatte wirklich mal was zu sagen.
Aber seit langer Zeit nur noch eines: peinlich... fast schon senil.

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Es ist schade, daß der eigentlich nicht als blöder "Gutmensch"
zu bezeichnende Herr Todenhöfer solch einen Unsinn von sich gibt,
sehr schade!
Allerdings ist erkennbar, daß Todenhöfer PR für sein neues Buch
betreibt und so eigennützig Sarrazin ungeachtet dessen richtiger
Feststellungen an den Karren fährt. Es gibt ja da auch den Liqui-Molly-Inhaber Porst, der ansonsten gute Standpunkte hat, aber leider
auch Sarrazin bekämpft. Ihm kann man ebenso eigennützige Motive
unterstellen, will er sich doch seine Öl-Lieferanten aus mohamme=
danischen Kreisen nicht vergrätzen, wenn er Sarrazin beipflichtet.
Fazit: Sarrazin ist bis heute nicht widerlegt, Änderungen der Ein=
wanderungsgesetze nicht vorgesehen, alles bleibt beim Alten, Schlechten!

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Diese Talkshows - wie auch die speziell hier angeführte - sollen anscheinend vor allem dazu dienen, den Gutmenschen eine Plattform zu geben, wo sie sich gegen jedes Vernunftargument mit Unterstützung durch den Talkmaster oder die einseitig besetzte Gästeliste durchsetzen können. Mit allen Mitteln, von denen die ständige Unterbrechung, das Verschleppen des Inhaltes und der Entzug des Wortes dazugehören wie der Atem zum Leben.

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