Montanuni arbeitet an sauberer Schiefergas-Förderung

4. Dezember 2011 - 10:23
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Gegen das Fracking wird in den USA immer wieder protestiert.
In Österreich wird an einer umweltfreundlicheren Förderung gearbeitet.
Foto: Adrian Kinloch / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

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Forschung

FrackingErdgas wird immer wichtiger in der Versorgung mit fossilen Energieträgern, weil erstens davon noch weit mehr als Erdöl vorhanden ist, und zweitens bei seiner Verwertung weniger Klimabelastung entsteht. Allerdings ist seine Gewinnung – insbesondere aus den beinahe unermesslichen Schiefergasvorkommen – derzeit mit enormer Umweltzerstörung verbunden. Denn bei der derzeit in Nordamerika angewandten Methode des „Fracking“ (hydraulic fracturing, Aufbrechen der tiefen Gesteinsschichten durch immensen Wasserdruck) werden nicht nur hochgiftige Chemikalien mit eingepresst, die durch die erzeugten Sprünge und Risse auch ins Grundwasser gelangen, sondern es entweicht durch diese auch Methan ins Wasser und damit in die Atmosphäre, wo es einen 20 Mal stärkeren Treibhauseffekt ausübt als CO2.

Fracking

Fracking

Gegen das Fracking wird in den USA immer wieder protestiert.
In Österreich wird an einer umweltfreundlicheren Förderung gearbeitet.
Foto: Adrian Kinloch / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Seit die OMV am 21. November bekanntgab, dass im nördlichen Weinviertel um Poysdorf ein riesiges Schiefergas-Vorkommen gefunden wurde, prüft sie ein von der Montanuniversität Leoben abgewandeltes Verfahren, worüber beispielsweise der Kurier berichtet. Das soll zwar laut OMV ohne toxische Chemikalien auskommen, der Konzern verschweigt sich aber zur Problematik des Methanaustritts. Verständlicherweise steht die Bevölkerung den Aussagen des Energiekonzerns ziemlich skeptisch gegenüber. Zwar wäre die Aussicht auf eigene Gasquellen verlockend, aber nicht um den Preis der Umweltzerstörung.

Man muss und darf die Probebohrungen im Marchfeld nicht übereilen: Die Gasvorräte liegen dort sicher und werden wertvoller, je länger sie unberührt bleiben. Andererseits schreitet die Technik rasch voran. Es ist gut, wenn die OMV jeweils bessere, umweltverträglichere Methoden entwickelt. Sinnvollerweise sollen sie aber zuerst dort geprüft und auf verschiedenste Aspekte der Langzeitfolgen evaluiert werden, wo derzeit  besonders schädliche Verfahren damit ersetzt werden können, also beispielsweise in den USA.

Kurztitel: 
Saubere Erdgasförderung
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Kommentare

technisches Wissen aneignen, um über dieses Thema überhaupt "diskutieren" zu können.

Hiezu empfehle ich Vorlesungen an der Montanuniversität Leoben im Bereich Lagerstättenphysik und CH-Produktionstechnik.

Welch Unsinn nämlich hier verbreitet wird, ist haarsträubend...

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Hier das Ergebnis einer unlängst seriös, von Wissenschaftlern ausgeführten Studie:

Mit den derzeit vorhandenen, gesetzten technischen Grenzen könnten wir weltweit gesehen ca. 2000 Zetajoule an Geothermie pro Jahr maximal nutzbar machen - für Strom, für Heizung, für Warmwasser. Der Bedarf weltweit (für die 3 eben genannten großen Energiefresser) beträgt pro Jahr ca. 0,5 Zetajoule. Nur 1 Jahr Geothermie liefert genug Energie für 4000 Jahre!!!

Das wäre nur eine weitere von mehreren Möglichkeiten OHNE CO2. Denn die Masse an CO2 kommt nicht vom Verkehr sondern vom Hausbrand (=Heizung) und Industrie.

Wer hat davon schon gehört oder auch von der Hydrosonic Pump?
http://www.youtube.com/watch?v=yh_-DUKQ4Uw

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