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Stöger treibt gastronomie-feindliche Raucherhatz auf die Spitze

Beim Käseskandal ist sein Name Hase, aber wenn es um die Kontrolle des Rauchverbotes geht meldet sich unser Gesundheitsminister gerne in der Öffentlichkeit. Ab 1. Juli müssen die Umbauarbeiten bei Lokalen mit mehr als fünfzig Quadratmetern abgeschlossen sein, der größere Raum muss den Nichtrauchern vorbehalten sein, außerdem darf der Raucherraum nicht der Schankraum oder die Bar sein und durch den Raucherraum darf man nicht auf die Toiletten gehen.

Wenn also Herr Stöger jemals in seinem Leben ein Beisl in Meidling oder ein Landgasthaus in der Buckligen Welt besucht hat, wird er sehen, dass gerade der Schankraum ein Ort der direkten und spontanen Begegnung der gasthausbesuchenden Menschen ist. An einer Schank kommt man in Österreich einfach vorbei, man bestellt sich sein Bier oder seine Melange und beginnt mit den Umstehenden zu plaudern. Ob dabei Rauchwaren ein Thema sind, hat bislang noch niemals jemanden gekratzt, zumal der typische Schankbesucher kein typisches Aufenthaltsverhalten an der Schank hat. Es gibt die Schnellachteltrinker, die nach einem Veltliner und einer Zigarette schon wieder fort sind, es existieren auch die bedächtigen Bierphilosophen, welche stündlich nur eine brummende Bemerkung fallenlassen ebenso, wie jene, die beim Kracherl Nachmittage lang räsonieren über die Schlechtigkeit der Politiker (wahrscheinlich fällt auch Stöger darunter und das möchte er unterbinden).

Kurzum, der Schankraum ist der direkteste Ort der Begegnung in einer Gasstätte und diesem wird mit dem neuen Gesetz der Garaus gemacht. Denn jene, die der Tabakwollust frönen, werden nunmehr verwiesen und müssen sich in den gesetzlich vorgeschriebenen Bereich zurückziehen. Gnade außerdem einem rauchenden Wirten. Auch diese, mancherorts beeindruckend mit psychologischen Gaben ausgestattete Gestalt wird bei einem Nikotinsuchtanfall seinen Arbeitsplatz verlassen müssen und in seinem eigenen Lokal nur noch in dem von der Obrigkeit bestimmten Raum seine Zigarette zücken dürfen.

Unser Minister aber bleibt hart, auch wenn für viele Wirte in Populationsrandlagen der Umbau einfach nicht finanzierbar ist, Ausreden der Wirte lasse er nicht mehr gelten: „Wer unsicher ist, soll ein Nichtraucher-Lokal machen.“ Dorthin wird auch die Reise gehen, denn Stöger droht schon mit Gesetzesverschärfungen, bevor noch die Regel von der räumlichen Trennung gilt. In Ö3 kommentierte er bereits vorsorglich: „Ein gutes Lokal ist ein Nichtraucherlokal.“ Allerdings wäre es auch interessant, Kommentare aus diversen noch existierenden Gaststätten über Stögers Qualifikation als Minister zu hören, besonders wenn man sich zur Jause ein Käsebrot bestellt.
 

Kommentare

Guter Job in Aussicht?

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Na ja, die Motivation des Käse, pardon Gesundheitsminister ist klar. Es wurden ja bereits hautpberufliche Rauchersheriffs angekündigt. Das heisst Abzocke bei den kleinen Beislbetreibern. Das geht bei der mächtigen Milch-und Käselobby natürlich nicht. Was spielen da 8 Tote für eine Rolle, wenn vielleicht nach Beendigung der Regierungsperiode ein lukrativer Job bei der Milch-und Käselobby für Stöger winkt. Man will es sich doch nicht mit einem zukünftigen Arbeitsgeber verscherzen. Oder?

http://www.erstaunlich.at

Was kommt danach?

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Ein Prophet muss man ja nicht sein, um vorauszusehen, dass die Raucher sich in die Raucherbereiche setzen und auch viele Nichtraucher (wie jetzt ja auch) es ihnen gleich tun werden. Als Folge werden dann die humorlosen Antis den größten Teil der Lokale für sich alleine haben - wobei die Betonung auf "alleine" liegt. "Quargelman" Stöger wird also, auch wenn er jetzt den starken Mann raushängen lässt, keine Ruhe haben. Die Tugendbolde werden nämlich nicht einmal dann befriedigt sein, wenn sie dem letzten Raucher ihren Willen aufgezwungen, dh die letzte Zigarette vergällt haben. Dann kommt nämlich wer anders dran... :)

Rauchfanatiker treiben Wirte in den Ruin

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Es wäre immer wieder amüsant wenn es für die Wirte nicht so traurig wäre. Da sind 99% der Kneipen die in die Pleite fahren Raucherkneipen, da bleiben immer Gäste aus den Kneipen weg, da gibt es immer mehr Kneipen die von ihren wenigen rauchenden Stammgästen leben können geschweige denn die Lokalemiete zahlen können.

Dann soll es ein kostenloses, Umsatzneutrale, von vielen Wirten und Bürgern gedecktes Rauchverbot geben aber aufgrund einer Rauchfanatiker und politischer Ideologen werden die Wirte genötigt teuer umzubauen, nur das die gleichen Leute, die bei einem Rauchverbot ohnehin kämen, drinnen rauchen können. Darüber hinaus werden 80% der Wirte gestraft weil sie umbauen müssen, oder aber Umsätze verlieren weil woanders legal geraucht werden darf (Stichwort Wettbewerbsverzerrung).

Lustig auch das "Argument" das Gäste zum rauchen in die Lokale kämen! Ja Tschuldigung, die Gäste können doch heutzutage auch zuHause, deswegen gehen sie also nichts ins Lokal.

Lokale sind KOMMUNIKATIONSZENTREN. Wer da unterteilt, abtrennt handelt grob fahrlässig, in Irland, Italien, New York, England können alle Gäste GEMEINSAM feiern, trinken, essen, reden – niemand ist ausgeschlossen. Wer rauchen will geht kurz raus. In Ö will man den Rauch drinnen, die Gäste (75% rauchen nicht) draussen haben, bzw. teuer umbauen ohne dass deswegen ein Gast mehr käme.

Die, die die Forsetzung des Rauchs um jeden Preis fordern tun den Wirten einen Bärendienst denn die müssen die Umbaukosten bezahlen, die Umsatzausfälle wegen ausbleibenden NR, und die Pleiten verkraften die nur entstehen weil die Gäste eines 90% Lokales einfach in ein 40qm-Lokal wechseln wo geraucht werden darf. Würde für alle das gleiche gelten würde das nicht passieren.

Wie absurd das man mitten (!) in der Wirtschaftskrise Wirte nötig völlig sinnfrei Millionteuer umzubauen, obwohl ein Rauchverbot garnichts kostet. Hier wird aufgrund der ideologischen Verblendung einiger Tabakapostel den Wirten der Garaus gemacht: denn vom Rauch in der Luft und Stammtischparolen einiger Raucher können die ihre Miete nicht zahlen! Den Rauchern geht es also nicht um das Wohl der wirte, es geht ihnen um die eigentliche Bequemlichkeit. Aber der Wirt an der Bequemlichkeit und Intoleranz einiger Hardcoreraucher bankrott geht ist diesen Raucher egal.

New York nach Rauchverbot: 10.000 neue Arbeitsplätze
Bayern: 8,5% Umsatzanstieg in Bars
Norwegen: weniger Gastropleiten


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