Ungarn kämpft gegen die Willkür fremder Mächte

18. Januar 2012 - 12:19
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"Erpresst" die EU Ungarn, damit sie Politik nach dem
Geschmack von Brüssel macht?
Foto: European Parliament / flickr

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Ungarn

In diesen Tagen müsste Österreich den Ungarn den Rücken stärken. Denn ähnlich wie bei den EU-Sanktionen gegen Österreich, gehen die Brüsseler Bürokraten jetzt mit unserem Nachbarstaat um. War es im Fall Österreichs die Beteiligung der FPÖ an der Regierung, die den EU-Poltikern ein Dorn im Auge war und die – so hoffte man zumindest ­– aufgrund der Sanktionen zerbrechen würde, so sind es im Fall Ungarns innerpolitische Angelegenheiten, die nun zu einem Vertragsverletzungsverfahren gegen Budapest führten.

EU Flagge

EU Flagge

"Erpresst" die EU Ungarn, damit sie Politik nach dem
Geschmack von Brüssel macht?
Foto: European Parliament / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Nicht nur das. Die EU und der Internationale Währungsfonds „erpressen“ Premierminister Viktor Orbán sogar, ganz nach dem Motto: „Machst du nicht die Politik, die wir wollen, geben wir dir kein Geld.“ Der Politologe Zoltán Kiszelly hat es im Standard anders ausgedrückt: „Nur wirtschaftlicher Druck wird die Situation in Ungarn ändern.“ Die Frage ist nur, wohin der Weg gehen soll – etwa zurück zu den Sozialisten, die den Staat ­­- und da sind sich außnahmsweise alle einig – an die Wand gefahren haben? Die Zweidrittelmehrheit, demokratisch gewählt wohlgemerkt, erlaubt es der regierenden Fidesz-Partei von Orbán, dringend notwendige Reformen durchzuführen. Dass es dafür in manchen verkrusteten Bereichen Brachialgewalt bedarf, ist verständlich. Unverständlich dagegen ist, dass sich die EU so massiv in innerpolitische Angelegenheiten mischt. Ob ein Richter bis ins Greisenalter amtieren oder mit 62 Jahren in Pension gehen soll, kann doch kein Thema für Brüssel sein. Vielmehr ist das eine Entscheidung, die das ungarische Parlamnt und die treffen müssen. Auch die Fragen, ob die Notenbank mit der Finanzmarktaufsicht zusammengelegt werden soll und wie die Rahmenbedingungen für den Datenschutz aussehen, sind Themen für das ungarische Parlament. Keinesfalls aber etwas, was die EU-Kommission oder den Internationalen Währungsfonds angeht.

Mit dem Finger auf kleine Länder zeigen, das tut die EU gern. Würde etwa Frankreich das Alter für amtierende Richter heruntersetzen, gäbe es keinen, der sich darüber aufregen würde. In den neuen, östlichen EU-Ländern mehren sich die Gerüchte, dass von EU-Fördergeldern lediglich einige wenige Familienclans von Politikern profitieren sollen. Auch hier kräht kein Hahn, obwohl er (EU-Kommissar Johannes Hahn) dafür sogar zuständig wäre. Ungarn sei in seiner Geschichte schon immer der „Willkür fremder Mächte“ ausgeliefert gewesen, die „unsere Väter und Mütter“ unterdrückt hätten, sagt die ungarische Juristin Andrea Damm in einem Presse-Interview. Sie meint, dass sich ihr Land aus dieser Abhängigkeit durch wirtschaftliche Selbstversorgung befreien müsse.

Jobbik will ein EU-Referendum

Der europäische Druck ist vielen Magyaren zuwider. Die Partei Jobbik etwa, die bei den Parlamentswahlen 2010 mehr als 16 Prozent der Wählerstimmen erlangte, will ein Referendum über den Austritt Ungarns aus der EU abhalten. Laut Umfragen wäre ein solches sogar erfolgreich. Die Mehrheit der Ungarn ist mit der EU-Mitgliedschaft heute unzufrieden. Wen wundert's, macht sich die EU doch, wie schon bei den Sanktionen gegen Österreich, nun in Ungarn wieder einmal sehr unbeliebt.

Kurztitel: 
Ungarn: Gegen Willkür der EU
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Kommentare

werden sich vor der E(ntsorgungsanstalt) U(nfähiger) ducken, damit sie Geld BEKOMMEN. Österreich duckt sich seit 1995, damit es Geld BEZAHLEN darf. Da ist wohl ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht! RAUS aus der EU. Grenzen zu. Geld im Land behalten.Selber verwalten.
www.euaustrittspartei.at

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Bild des Benutzers der faule Willi

Es gibt nur zwei Themen in Ungarn, die die EUdSSR-Elite wirklich interessiert.
1) Die "Unabhängigkeit" der ungarischen Zentralbank, ...
die wie alle Zentralbanken in aller Welt PRIVAT! sind. Das aber heisst nichts anderes, als daß sie alle über die EZB von der Wallstreet-Mafia gesteuert werden. Dies bedeutet wiederum, daß alle Politiker über das Geld ebenfalls von diesen mafiösen Strukturen abhängig sind und deshalb "spuren" müssen, ansonsten sie abgesägt oder wie Orban eben mit allen Mitteln bekämpft werden.
2) Die "Unabhängigkeit" der Medien, ...
Dieselben Leute, die den Weltbanken vorstehen, haben auch über ihre Strohmänner die Medien im Griff und bestimmen so, was die Bevölkerung für Informationen bekommen darf. Wer die Medien in der Hand hat, kann durch sie die Meinung des Volkes in seine Richtung beeinflussen.
Teilnehmerliste der letzten Bilderberg Konferenz:
http://www.prisonplanet.com/bilderberg-2011-full-official-attendee-list....

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dfW

"wie alle Zentralbanken in aller Welt PRIVAT! sind."

-> Halt, halt, halt! Stimmt das wirklich??? Wer weiß das?

Warum wissen das nicht mehr Leute?

Wie ist es in Österreich?

Wie war das in der Geschichte?

Wann und wo waren Zentralbanken jemals staatlich?

Bitte um Aufklärung und Berichterstattung und politische Vorgangsweise!

Das dürfte ein äußerst zentraler Punkt sein. Hiermit treffen wir die Hydra ins Mark!

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Bild des Benutzers der faule Willi

Also, ..., Gugl einschalten,
"federal reserve system" eingeben und aufmerksam lesen, besonders das, was die - vor allem politisch eher unkorrekten - Seiten beinhalten. z.B. wallstreet-online.de, oder Ähnliches.
Bitte selber recherchieren, vorgekaute Informationen möchte ich nicht weitergeben, denn es soll sich jeder selbst seine Meinung bilden.
Diese ist aber nur dann was wert, wenn sie auf eigenständig angeeignetem Wissen beruht und nicht auf Glauben, Vermutungen oder der Meinung anderer.

viel Vergnügen!
d.f.W.

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dfW

So lautet eine Umfrage auf der Jobbik-nahen Webseite kuruc.info, die dem Wunsch unserer Nachbarn nach einem EU-Autrittsreferendum Recht zu geben scheint, da zweifellos auch viele Fidesz-Sympathisanten ähnlich denken. Hier das momentane Zwischenergebnis:

Ja, jetzt oder nie! Wir wollen nicht länger eine Kolonie fremder Mächte sein!
9375 / 65,9%
Nein, es gibt keine andere Wahl, als unsere Gesetze auf EU-Kommando zu ändern, weil sonst Sanktionen beschlossen werden
539 / 3,7%
Ohne Märkte und Verbündete, mit einer schwachen Wirtschaft und von der EU eingeschlossen, bleibt uns nichts anderes übrig als dabei zu bleiben
4310 / 30,3%
insgesamt 14.224 abgestimmt

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Bis Orban mit seinem Kredittrick westliche Banken, und da vor allem österreichische um Milliarden erleichtert hat. Für diese Aktion habe ich nur einen Begriff: GAUNEREI!
Für die ungarische Misswirtschaft müssen jetzt halt einmal mehr österreichische Steuerzahler aufkommen, denn wer sonst wird die Verluste unserer Banken tragen? Auch diese Angelegenheit hat zu einem Teil zum Verlust unseres AAA-Ratings beigetragen. Genaugenommen werden halt "ungrische Häuselbauer" von österreichischen Steuerzahlern unterstützt.
Das ist für meinen Geschmack genug Unterstützung für Ungarn!

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Lieber Contra1!
Du bist kein Völkischer.

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--//schon gestern geschehen: unterschrieben und weitergereicht:
weil ich schon längst der Meinung bin, daß diesen selbsternannten Feudalherren "zumindest" auf deren Finger gehauen werden muß.
Ein "widerspenstiges",angeblich noch souveränes Land nach dem anderen macht sich diese EU-/EURO-Verbrecher-Clique entweder durch "Kauf" oder "Erpressung" gefügig.
Wann endlich wird den Menschen in dieser EU- Zwangs-Union klar, daß ein auf Pump gekauftes- auch belegtes Brot- in Unfreiheit gegessen, weder schmeckt noch bekömmlich ist.
Oder hat M.Ebner-Eschenbach recht, wenn sie behauptet: --//die größten Feinde der Freiheit sind zufriedene Sklaven!"
Als wohlgemeinter Hinweis an die Ungarn- und natürlich an alle, die sich aus Bequemlichkeit unterjochen lassen- sollte Benjamin Franklins Ausspruch gesehen werden:" Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren!"

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