Armin Wolfs Kampf um Unabhängigkeit des ORF nur eine Farce?

25. Februar 2012 - 11:05
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Armin Wolfs Kampf um die Unabhängigkeit des ORF war nur eine Farce.
Foto: POLILOG / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

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Es ist nur eine kleine Meldung auf Seite 5 der Gratiszeitung Heute vom 24. Februar, aber eine Nachricht mit Brisanz: ORF-Chefredakteur Fritz Dittlbacher soll von der ZiB-Redaktion einen SPÖ-freundlichen Beitrag gefordert haben. Ein Skandal! Wer sich von den Aktionen der ORF-Redakteure unter Führung von Armin Wolf im Zuge der Büroleiterbesetzung von ORF-General Alexander Wrabetz blenden ließ, wurde nun eines Besseren belehrt. Unabhängigkeit im ORF bleibt ein Wunschtraum!

Armin Wolf ZiB

Armin Wolf ZiB

Armin Wolfs Kampf um die Unabhängigkeit des ORF war nur eine Farce.
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In der Tageszeitung Heute liest sich die Meldung so: „E-Mails enthüllen Interventionen in der ZiB. Unabhängiger ORF? TV-Boss fordert SP-freundlichen Beitrag.“ Und im Text: „In einem E-Mail, das Heute vorliegt, beschwert sich Chefredakteur Fritz Dittlbacher bei der ZiB-Redaktion. Er verlangte nach einem (korrekten) Beitrag zur Parteienfinanzierung eine Richtigstellung zugunsten der SPÖ. Es ging um Spenden der Arbeiterkammer an die Sozialdemokratie.“ So also geht es im österreichischen Staatsfernsehen zu. Nichts scheint sich seit der Diskussion um Niko Pelinka, der als SPÖ-Stiftungsrats-Vorsitzender in die ORF-Chefetage wechseln sollte, geändert zu haben. Auf die „Unabhängigkeit“ beruft man sich nur, wenn es gegen die Freiheitlichen geht: Wenn die gewalttätigen Ereignisse rund um den Burschenschafter-Ball in der Hofburg verniedlicht oder wenn zur Diskussion über den Korruptionsausschuss alle Parteien außer die FPÖ in die Sendung „Im Zentrum“ eingeladen werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass solche Meldungen die Öffentlichkeit erreichen. Bei der Inseraten-Affäre, in die Bundeskanzler Werner Faymann und Staatssekretär Josef Ostermayer verwickelt sein sollen, soll SP-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas bis zu zehn Mal am Tag in der ORF-Redaktion angerufen haben, um zu intervenieren. Auch die Skinhead-Affäre um ORF-Redakteur Ed Moschitz, der durch das Einschleusen von offensichtlichen Nazi-Sympathisanten bei einer FPÖ-Veranstaltung den Blauen wohl Schaden zufügen wollte, ist nicht restlos aufgeklärt. Der ORF ist natürlich nicht unabhängig, solange ihn brave Parteisoldaten der SPÖ führen.

Kurztitel: 
ORF-Chefredakteur: Intervention für SPÖ
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