Siedler-Aufstand gegen Zinswucher in Wien-Donaustadt

26. März 2012 - 12:45
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Die FPÖ-Politiker Alfred Wansch und Werner Hammer (von links)
bekunden ihre Solidarität und wollen weitere Schritte setzen.
Foto: FPÖ

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Wohnbau

Siedler-Aufstand in Kagran. Rund 500 Personen kamen zur Sonntag-Demo auf den Mergenthaler Platz in der Freihofsiedlung und protestierten gegen „Zinswucher“.  Sie sollen zwischen 500 und 600 Euro pro Monat mehr Nutzungsentgelt zahlen. Zwei Feindbilder wurden ausgemacht: SP-Gemeinderätin Ingrid Schubert, der als Siedlungsunion-Vorstand ein „doppeltes Spiel“ vorgeworfen wurde. Und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ), der die Erhöhung verlangte.

Siedler-Demo

Siedler-Demo

Zahlreiche Betroffene demonstrierten gegen die Zinserhöhung.
Foto: FPÖ

600 Euro mehr pro Monat können sich viele nicht leisten. Daher ist die Aufregung in der Siedlung Freihof in Kagran groß. Dort haben die Vorfahren der heutigen Siedler in den zwanziger und dreißigerJahren auf so genannten Baurechtsgründen Häuser gebaut und mitgeholfen, die Infrastruktur zu schaffen. Damit ergab sich folgende Situation: Der Grund blieb im Eigentum der Gemeinde, die Häuser gingen in den Besitz der roten Genossenschaft Siedlungsunion, die von den Nutzern Entgelt verlangte. Dieses war aufgrund der Eigenleistungen der Siedler sehr niedrig und auf Jahrzehnte gesichert. Einige dieser Baurechtsverträge laufen nun aus, weshalb die Stadt Wien von der Genossenschaft mehr Geld für die Grundstücke verlangt. Die Genossenschaft will daher die Nutzungsentgelte empfindlich erhöhen.

SP-Gemeinderätin Ingrid Schubert ist Vorstand in der Siedlungsunion. Ihr nehmen die Siedler übel, dass sie ihre eigentliche Aufgabe, die Mitglieder der Genossenschaft gegenüber der Stadt zu vertreten, nicht wahrnehme. Stattdessen würde sie als Diener ihres Herrn, Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, auf der Seite der Stadt Wien stehen. Daher fragte ein Teilnehmer der Kundgebung auch, „wo ist eigentlich die Frau Schubert?“ Die SP-Gemeinderätin ließ sich bei den aufgebrachten Siedlern nicht blicken. Stattdessen führte ein gewisser Franz Xaver Ludwig das Wort. Unter tosendem Applaus der Versammelten warf er Schubert vor, lieber Eigeninteressen statt die Interessen der Siedler zu vertreten. Er rief zu Neuwahlen in der Genossenschaft auf, „damit die neugewählten Funktionäre dann die Sumpflandschaft trocken legen können“.

Rechtsgutachten und Gründung des „Schutzrings“

Wansch und Hammer

Wansch und Hammer

Die FPÖ-Politiker Alfred Wansch und Werner Hammer (von links)
bekunden ihre Solidarität und wollen weitere Schritte setzen.
Foto: FPÖ

Unterstützung kam von der FPÖ: Der Wiener Gemeinderat Alfred Wansch und der Donaustädter Bezirksvorsteher-Stellvertreter Werner Hammer waren als einzige Parteienvertreter zur Kundgebung gekommen, um zu zeigen, dass sie hinter den Forderungen der Siedler stehen. Wansch hat im Gemeinderat entsprechende Anträge gestellt, Hammer in der Bezirksvorstehung. Beide Male ohne Erfolg, denn die rot-grüne Mehrheit stimmte immer dagegen. Wansch gibt aber nicht auf: Ein Rechtsgutachten, von ihm in Auftrag gegeben, soll klären, ob die Siedlungsunion die Erhöhung der Baurechtszinse durch die Stadt so einfach den Siedlern weiterverrechnen darf. Außerdem gründet der Donaustädter FP-Gemeinderat gerade den Verein „Schutzring“, um die Baurechtssiedler besser schützen zu können. Es gibt immerhin 15.000 Menschen in Wien, die davon betroffen und – wenn sie sich nicht wehren – der Willkür der rot-grünen Stadtregierung ausgesetzt sind.

Kurztitel: 
SP-Gemeinderätin verrät die Siedler
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Kommentare

Andere jetzt auch mehr zahlen müssen. Wacht doch endlich auf und setzt euch für die Senkung auf das Niveau ein, daß die Begüngstigten bekommen. Die "da Oben" müssen sparen und ihr Geld nach "da Unten" verteilen. Deshalb, weil ihre Gagen schon unverschämt sind und sie mit dem Geld uns diktieren.

Bei der Gelegenheit möcht ich auch darauf hinweisen, daß sich die SPÖ mit Wiener Wohnen einen schönen Nebenerwerb unter den Nagel gerissen hat.Wo die Leute von denen wie die Zitronen ausgepresst werden.

Jo Mei, daß es solche Bagagen geben kann ist für einen Normalbürger kaum vorstellbar.

@Inbrevi hat sehr gut geschrieben, daß sie jetzt nicht mehr für die Parteisoldaten das Geld benötigen, sondern den EU-Gangstern und Bankern in den Hinter schieben müssen.

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Die Siedler zahlen vielleicht weniger als die wiener wohnen mieter, aber dafür wird nichts renoviert. das müssen die Siedler alles selber zahlen und das kostet genug, allein schon die gastherme erneuern und fenster und türen austauschen. außerdem wohnen viele pensionisten in den siedlungen die sich die mieterhöhungen nicht leisten können, genauso wie die mieter die sich einen kredit aufnehmen mussten, damit sie das siedlungshaus renovieren können. und was wenn sie sich nicht die neue miete leisten können, dann müssen sie ausziehen aba den die schulden bleiben und ein andere wohnt darin. toll super.

wenn die stadt wien die miete erhöhen will, dann sollen sie auch die siedlungshäuser vor der wohnungsübergabe renovieren und die gastherme austauschen, dann würden sich einige kein problem damit haben. aba einfach nur erhöhen obwohl man schon genug in die häuser hinsteckt ist sicher nicht das feinste.

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@Inbrevi z.B. hat geschrieben, daß sie euch das Geld wegnehmen müssen, um den ESM, EFSF, EZB zu finanzieren und es darum benötigen und deshalb "EUCH" die einmal Begünstigten jetzt ausnehmen, um all das samt Parteikasse finanzieren zu können.

Er hat aber auch Recht, wenn er schreibt, daß ihr mit euren Stimmen dieses Fiasko mitträgt. Eingelullt wie ihr mit dem Steuergelder der Anderen und den nicht mehr überschaubaren Schulden verursacht habt. Von Gerechtigkeit kann bei der SPÖ noch nie ausgegangen worden sein.

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War ja nicht auf den Text bezogen.mein Kommentar was auf ein anderes bezogen. derjenige meint das wir endlich mehr zahlen sollen, weil er auch muss und das wir nur alle die SPÖ wählen und die meisten wählen nicht einmal die Partei warum auch nur weil ich dort wohn.

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diese Erhöhungen unverschämt sind und Wiener Wohnen im Namen der Sozialisten die Mieter, damit meine ich jetzt alle, bis zum letzten Hemd ausnimmt.

Aber so sind halt einmal die Sozialisten. Die Sozialisten, die die Führungs inne haben und ihre Wähler mit dem Steuergeld und den Schulden aller Steuerzahler einkocht und verkauft haben und verkaufen.

Solange man beim Topf sitzt und gefüttert wird, regt man sich ja auch nicht auf. Wenn dann die Rechnung kommt, die kommen muß, dann wird eben wie bei den Kleinkindern geschrieen und geraunzt.

ROT (und GRÜN)ist Sozial, nämlich sozial ungerecht.

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Bis zu 600.- TEURO im Monat mehr für Wohn-/Lebensraum aufzubringen, dürfte der Mehrheit in Wien/ Österreich und auch in dieser linken BRD schwer- fallen bzw. unmöglich sein.
Dennoch: auch diese bisher "Begünstigten" haben sicherlich eifrig Beifall geklatscht, wenn linke Parteien und andere heuchelnden Sozialisten und Kommunisten darauf verwiesen, daß es die Besserverdienenden, die Ehepaare ohne Kinder, die Erben,etc., kurzum die gibt, die nicht vom Staat alimentiert werden und von denen man -der Gerechtigkeit wegen- zum Umverteilen noch "holen" kann.

Da jetzt eintritt was vorauszusehen war-- daß nämlich die "Bemessungsgrenze", an der der Mensch in unseren Ländern vom "Nehmer zum Geber" wird, auch von den LINKSGRÜNEN weiter gesenkt wird- werden muß- um Auslands- und Wahlgeschenke bezahlen zu können, wachen die Menschen erstaunt auf, fühlen sich ihrer Vorteile beraubt und wollen reagieren.--> Forts.

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Doch auch diesen bisher Bevorzugten sollte klar sein: solange Begriffe wie Solidarität, Gerechtigkeit - zumal Soziale Gerechtigkeit-
vorallem von den LINKEN, GRÜNEN und anderen "Gleichmachern" (be-) genutzt werden um sich ihre Existenz zu sichern, solange wird , bis auf die wirklich Wohlhabenden und die wirklichen Bedürftigen, niemand von der "sinkenden Bemessungsgrenze" verschont.

Ganz nebenbei: vielleicht sollte man den protestierenden Siedlern erläutern, wie notwendig diese Erhöhung der monatlichen Zahlung doch für EFSF, ESM, EZB, etc.und wie seligmachend Solidarität mit Goldman-Sachs und den Banken in Frankreich, Griechenland, Italien,Spanien, Irland und auch in Österreich und dieser BRD ist.
Am besten übernehmen die für diese Verbrechen verantwortlichen Pseudo-Politiker diese Aufklärungsarbeit.

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wurde auch immer wieder erhöht, obwohl man Eigentümer des Grundstücks ist. Was wollen diese Leute? Kostenloses Wohnen in Wien? Dann müßten sie schon einen "Migrationshintergrund" haben. Sicher lauter SPÖ-Wähler, die die FPÖ jetzt abwerben möchte. ;-)

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können von mir kein Mitleid erwarten!

Jahrzehntelang haben sie aus Dankbarkeit für ihren billigen Wohnraum das Kreuzerl bei der SPÖ gemacht!

Jetzt müssen sie eben das Gleiche zahlen wie jeder andere Wiener!

Mir "schenkt" auch niemand was!

Wobei hier das "Geschenk" immer von der Allgemeinheit kam.

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