Google Street View - Datenschutz adé

19. April 2010 - 9:19

Bereiche 

Internet

Dass die Regierung Österreichs einem ausländischen Medienriesen das Recht gewährt, österreichische Straßen abzufotografieren, ist mit der Meinung der Bevölkerung offenbar nicht so vereinbar, wie es die Verantwortlichen gerne hätten. Im oberösterreichischen Steyregg verjagte ein 70-jähriger Pensionist das Google-Auto mit einer Spitzhacke, weil er beim Garteln nicht fotografiert werden wollte.

Der Fortschritt, den Google mit seinen Taten so offen propagiert, wird von den politisch Verantwortlichen in unserem Land widerstandslos angenommen und dem Volk aufs Auge gedrückt - dessen Wille wird einfach als gegeben angenommen. Mehr und mehr offenbart sich die Farce, zu der die Sozial"demokratie" mittlerweile geworden ist.

Die Bevölkerung wird unterdessen mit ihren Anliegen und Fragen einfach im Stich gelassen. Der einschneidende Eingriff in ihre Persönlichkeitsrechte kann von einem einzelnen Bürger kaum eingeklagt werden, da der Megakonzern nicht einmal eine Niederlassung in Österreich hat. Die besorgen Bürger verdienen eine Informationsstelle, bei der sie über das Google-Projekt informiert werden und möglicherweise Aktionen veranlassen können - die Bundesregierung ignoriert dies jedoch völlig. Informationen werden nur auf Anfragen oppositioneller Parteien, zumeist der FPÖ, preisgegeben. Bürgernähe lässt sich hier absolut nicht feststellen, vor allem, da die meisten Bürger nicht einmal von der freigegeben Fotoaktion wussten.

Die Regierung hat offenbar nichts dagegen, das Volk für eigenen Ruhm zu verkaufen und ihm diese Tatsache so effektiv wie möglich zu verbergen. Aktionen werden unreflektiert genehmigt, die Bevölkerung wird in allen Belangen im Stich gelassen und deren Probleme werden nicht ernst genommen. Die Entmündigung des Volkes wird von groß gefeierten No-Na-Befragungen übertüncht, während viel bedeutendere Rechte unter den Teppich gekehrt werden.

(Foto auf der Startseite: © Google)

Kurztitel: 
Google Street View - Datenschutz adé
Spende für Unzensuriert
 

Neuen Kommentar schreiben

Beim Verfassen von Kommentaren sind folgende Regeln zu beachten:
  1. Die Meinungsfreiheit bewegt sich im Rahmen der geltenden Gesetze. Wer zu Gewalt aufruft oder gegen Teile der Bevölkerung hetzt, kann die Meinungsfreiheit für sich nicht in Anspruch nehmen. Ebenso gilt dies bei Beleidigungen oder Anschuldigungen gegenüber konkreten Personen. Wer die Gesetze missachtet, muss damit rechnen, straf- oder zivilrechtlich verfolgt zu werden. Als Betreiber sind wir bei entsprechenden Ermittlungen zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet.
  2. In der Diskussion mit anderen Kommentatoren erwarten wir einen respektvollen und höflichen Umgang, auch wenn verschiedene Meinungen aufeinander prallen.
  3. Beziehen Sie sich in ihren Kommentaren bitte auf das Thema des Artikels.
  4. Sollten Sie sich durch den Inhalt eines Kommentars in Ihren Rechten verletzt fühlen, kontaktieren Sie uns bitte unter kontakt@unzensuriert.at.
Unzensuriert.at behält sich vor, Kommentare wegen Verstößen gegen diese Regeln zu löschen und in besonders krassen Fällen oder bei Wiederholung einzelne Benutzer zu sperren.
Die Länge der Kommentare ist auf 1.000 Zeichen begrenzt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind, um automatisiertem Spam vorzubeugen.
Füllen sie das Feld aus.