Slowenien will „Käsekrainer“ für sich reservieren
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Wirtschaftskammer, Europäische Union, Landwirtschaftskammer, Slowenien, Europäische Kommission, Brüssel, Tradition, Wurst, Laibach, Käsekrainer, Patentamt, Krainer, Veterinärmedizinische Universität, Wurstwaren
Foto: Kobako/wikimedia (CC-BY-SA-2.5)
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Europäische UnionSonderbare Kapriolen schlagen derzeit slowenische Nationalisten mit der Bezeichnung einer Wurstsorte. Das EU-Mitglied Slowenien hat bei der Europäischen Kommission einen Antrag auf Anerkennung der Bezeichnung „Krainer Wurst“ gestellt. Die Kommission hat diese Herkunftsbezeichnung umgehend bestätigt. Damit wird jedoch in die Belange anderer EU-Mitglieder, wie etwa Österreich, eingegriffen, denn hierzulande ist die „Käsekrainer“ ebenfalls eine Traditions-Wurstware mit Urheberschutz. Durch den slowenischen Vorstoß könnte diese in ihren Vertriebschancen nun massiv bedroht sein. Konsequenz wäre ein Verbot der Bezeichnung für österreichische Würste.
Österreich kann Einspruch erheben

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Österreich hat die Möglichkeit, gegen diese Anerkennung Einspruch zu erheben und dafür sechs Monate Zeit. Die Frist endet am 27. August 2012. In Österreich wollen sich Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer sowie die Veterinärmedizinische Universität mit der Angelegenheit befassen. Unterstützt werden diese Institutionen vom Patentamt. Sollten die Bemühungen Österreichs gegen diesen Ursprungsschutz scheitern, könnte es zu einem Einbruch beim Käsekrainer-Absatz kommen.
Weitere Ursprungsbezeichnungen vor Exklusivitätsschutz
Aber nicht nur Slowenien will Produktnamen exklusiv schützen lassen, auch die Schweiz möchte auf der Grundlage eines bilateralen Vertrages mit der EU Warenbezeichnungen für sich reservieren. Konkret wollen die Eidgenossen die Bezeichnungen Werdenberger Sauerkäse, Liechtensteiner Sauerkäse und Bloderkäse sowie Glarner Kalberwurst für sich. Darüber hinaus möchte die EU auch die Bezeichnungen Rheinisches Apfelkraut, Schwäbische Maultaschen, Coppa di Parma, Jambon de l'Ardeche und Cornish Pasty schützen lassen.









Kommentare
Etwas anderes macht mich aber stutzig ...
Die EU, die doch jedes nationale Ansinnen schon im Keim zu ersticken sucht, gewährt hier einem nationalistischen Gedanken eines EU-Mitglieds seinen Willen.
Habe ich da was falsch verstanden, oder gilt die Verurteilung nationaler Gefühle ausschließlich für deutschsprechende Menschen?
dfW
Wenn ich 1 + 1 zusammenzähle, ...
... nämlich vor einigen Wochen die Meldung über "Halal-Schlachtungen in unseren Schlachthöfen - der Wirtschaftlichkeit wegen - und der Tatsache, daß meist jenes Fleisch in die Wurst kommt, was man so nicht gut verkaufen kann, ...
Ja, wenn ich diese Tatsachen kombiniere, ist es mir völlig wurscht, wie die Wurst heisst, die ich nie wieder kaufen werde, bevor nicht ein offizielles Zertifikat
"garantiert Halal-frei" draufsteht.
An dieses Zertifikat allerdings glaube ich erst, wenn es auch mit hohen Strafen und unangekündigten Prüfungen durchgesetzt wird.
dfW
Mir Wurst,wird für mich
Mir Wurst,wird für mich immerKäsekrainer heissen:)
In Grein an der Donau
Auch in Grein an der Donau gibt es (lt. Telefonbuch) einen Fleischhauer. An seiner Stelle würde ich sofort eine Rezeptur für eine "Greiner Wurst" und eine "Donaugreiner" (mit blauem Senf) entwickeln und patentieren lassen. Wär' wohl auch als "Parallelprodukt" ein gutes Geschäft!
Bitte weiter Kranjska Klobassa futtern!
Niemand in Europa würde auf die Idee kommen, Wurstbezeichnungen wie Frankfurter, Wiener, Debreziner, Braunschweiger, Krakauer, Pariser, Polnische, Waldviertler usw. für sich exklusiv schützen zu lassen. Das bringen offensichtlich nur slowenische Chauvinisten zustande, die sich in der Rolle als Trittbrettfahrer wieder einmal gefallen zu scheinen. Nachdem diese Leute bekanntlich auf alles was deutsch klingt wie der Teufel auf das Weihwasser reagieren, kann man nur hoffen, dass ihnen unsere Krainerwurst im Halse steckenbleibt. Mögen sie weitere ihre Kranjska Klobasa verzehren – kein Mensch hindert sie daran diese Bezeichnung international zu vermarkten!
cfe.
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