Interne Studie: Für Deutsche Bank ist Euro-Austritt Griechenlands bewältigbar
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Foto: mattinham / flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
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EuroUnzensuriert.at liegt exklusiv eine nur für Bankexperten erstellte Studie der Deutschen Bank zu einem möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro vor. Das gezeichnete Szenario widerspricht der veröffentlichten Meinung und den Aussagen europäischer und nationaler Politiker. Ein geordneter Austritt erscheint wahrscheinlich und ohne größere Verwerfungen in Europa durchführbar.
Politik dominiert das Geschehen
Den Experten der Deutschen Bank zufolge ist der Verbleib Griechenlands im Euroraum keine Frage der Finanzmärkte. Vielmehr werde die Politik ausschlaggebend für die weitere zukünftige Entwicklung sein. Athen und europäische Institutionen sind die wesentlichen Akteure. Auf lange Sicht sei es für Griechenland vorteilhaft, eine eigene Währung einzuführen und aus der Gemeinschaftswährung auszuscheiden. Die Kosten für das europäische Finanzsystem und die kontinentale Bankenlandschaft seien hoch, aber nicht bedrohlich für die Stabilität. Für den Fall eines Wahlsieges des - mittlerweile abgewählten – Regierungsbündnisses aus der konservativen Nea Demokratia und der sozialistischen PASOK gehen die Analysten von gewissen Zugeständnissen der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds aus. Die Zersplitterung innerhalb des linksgerichteten Lagers würde eine Regierungsbildung unter Führung der Syriza erschweren.
Entscheidend für den weiteren Verlauf werde der IWF sein. Dieser scheine zunehmend einen härteren Kurs gegenüber Griechenland einzuschlagen. Der Frage des überdimensionierten Beamtenapparates wird Bedeutung beigemessen. 20.000 Staatsdiener sollen den Forderungen der Troika zufolge entlassen werden. Eine Forderung, die insbesondere vom Syriza-Bündnis mit Nachdruck abgelehnt wird.
Folgen eines Austritts für Griechenland
Die neu eingeführte Drachme müsste – glaubt man den Erwartungen der Deutschen Bank – um 50 Prozent gegenüber dem Euro abwerten. In ökonomischer Hinsicht wird die zukünftige Entwicklung mit den Ereignissen in Argentinien bzw. jenen während der russischen Perestroika verglichen. Der Finanzsektor des Landes würde kollabieren und das Bruttoinlandsprodukt erheblich schrumpfen, um etwa elf Prozent im ersten Jahr nach dem Austritt. Drei Jahre danach wird – nach Überwindung von Anpassungsschocks – Erholung erwartet. Die Importe würden bei gleichzeitig steigender inländischer Produktion zurückgehen. Ein Schuldenschnitt im Umfang von rund 70 Prozent wäre erforderlich, zehn Jahre nach dem Ausscheiden aus der Währungsunion könnte Griechenland beginnen, seine auf 60 Prozent gesunkene Staatsschuld zu bedienen.
Folgen eines Austritts für Europa
Der private Sektor verringerte im Zuge der Geschehnisse sein Engagement in griechischen Staatsanleihen. Private Investoren außerhalb Griechenlands halten nach Schätzungen der Analysten Papiere im Volumen von 46 Milliarden Euro. Aushaftende Kredite europäischer Banken ohne einheimische Finanzinstitute betragen 54 Milliarden Euro. Im Fall des Ausfalls ein Schock, den die Deutsche Bank als verschmerzbar einschätzt. Ein Haircut von 70 Prozent auf Staatsanleihen würde für den Eurorettungsschirm EFSF und den ESM Kosten von weiteren 116 Milliarden verursachen. Ein knappes Drittel davon würde auf die Bundesrepublik Deutschland entfallen. Das Europäische Zentralbankensystem müsste mit Einbußen von 104 Milliarden Euro fertig werden.
Ansteckungsgefahren und Abwehrmaßnahmen
Als Argumente gegen einen Euroaustritt werden oftmals mögliche Ansteckungsgefahren herangezogen. Länder wie Spanien, Italien und Portugal könnten unter massiven Druck geraten. Diese Gefahr halten die Experten für einen Zeitraum von drei Jahren gegeben. Doch effektive Abwehrmaßnahmen und geeignete Instrumente wären in der Lage, die Situation zu stabilisieren. Die EZB müsste in einer ersten Aktion ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen, Banken im Süden der Währungsunion müssten gestützt werden. Stützungsmaßnahmen für Italien und Spanien würden sich in einer Größenordnung von 850 Milliarden bewegen. Hilfen für Portugal und Irland wären mit einem Zehntel der erwähnten Summe wesentlich günstiger. Der Europäische Stabilitätsmechanismus und der Eurorettungsschirm sehen die Analysten als geeignete Instrumente.









Kommentare
Dirk Müller: “Rennet, rettet, flüchtet!”
VIDEO: Dirk Müller: “Rennet, rettet, flüchtet!”
http://sosheimat.wordpress.com/2012/05/31/dirk-muller-rennet-rettet-fluc...
Hallo Unzensuriert!!!
Kein Bericht über den unsäglichen "FISKALPAKT"?
Dieser bedeutet ja nichts anderes, als eine Aufgabe der Steuerhoheit der Einzelstaaten an die - nicht gewählte - EUdSSR-Regierungs-Mafia.
Das "demokratisch" gewählte EU-Parlament ist ja rechtlich ein vollkommen machtloser Debattierklub. Die von den
US-NWO-Globalisten-Lobby-Wallstreet-Bankstern eingesetzte EU-Regierungsrige dagegen hat alle Macht in ihren opportunistischen Händen und schert sich einen Dreck um Demokratie und Gesetze!
Wie lange wollen wir diesem Treiben - in Europa die Diktatur installieren - denn noch zusehen?
Solange, bis es zu spät ist?
Bis der Machtapparat so stark ist, daß ein Aufmucken von Bevölkerungsgruppen zu sofortigem Gefängnis/Arbeitslager führt?
Bis Europa ein einziges Konzentrationslager mit lauter Arbeitssklaven ist?
http://www.youtube.com/watch?v=bM2Ql3wOGcU
dfW
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